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Schockraum Roman | Aufrüttelnder SPIEGEL-Bestseller über das Gesundheitssystem

5

11,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.01.2022

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,6/12/2,6 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Wollweiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-31856-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.01.2022

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,6/12/2,6 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Wollweiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-31856-3

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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  • Anke Martin

    aus Rheinland-Pfalz

    5/5

    04.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Krasse Realitäten in einem Gesamtpaket als Roman verpackt

    Einblicke in eine Welt, die viel zu wenig geachtet, beachtet und wertgeschätzt wird. Krasse Realitäten, Mißstände, Gefahren, Hoffnungen und Menschlichkeit in einer spannenden Geschichte verpackt. Und auch diese besonderen Momente, dass in diesem Job als Notfallsanitäter tief berührt, sowie das Sehnen nach gesehen werden, für das was geleistet wird, und was es heißt in diesem Beruf tätig zu sein. Es ist beim Lesen spürbar wie sehr das Thema Tobias Schlegl am Herzen liegt. Dieses Buch ist aufrüttelnd, spannend, mitnehmend, berührend und bekommt von mir ein sehr empfehlenswert!

  • Tine_1980

    5/5

    19.04.2021

    Hörbuch (MP3-CD)

    Authentischer Einblick in diesen Berufszweig!

    Irgendetwas stimmt nicht im Leben von Notfallsanitäter Kim. Bei seinen 12-Stunden-Schichten macht er Fehler, ist ängstlich und betäubt. Seine Beziehung zu Marie geht in die Brüche. Mit der Zeit wird ihm klar, dass seine Probleme mit einem traumatischen Einsatz zu tun haben. Er merkt, dass er sich endlich seinen Ängsten stellen muss. Tobias Schlegl ist einem eher aus dem Fernseher bekannt, doch hat er sich in seinem Berufsleben vor einigen Jahren umorientiert. Nach seiner Ausbildung zum Notfallsanitäter arbeitet er weiter in diesem Beruf und möchte das Sprachrohr, für Notfallsanitäter und Menschen die in der Pflege arbeiten, sein. Kim ist an ihn angelehnt, nur, dass dieser alleine mit seinen Problemen zurechtkommen muss. Der schwerwiegende Einsatz, den er verdrängt, bringt ihn dazu, bei den Einsätzen nicht ganz bei der Sache zu sein, Fehler zu machen und nach und nach merkt er, dass das Problem größer ist, als gedacht. Er muss das Problem angehen, doch ist das nicht ganz so einfach. Wie oft hört man die Sirene und der Rettungswagen prescht an einem vorbei? Wie oft denkt man sich, was wohl passiert ist oder dass man froh ist, nicht selbst die Person zu sein, die genau diese Menschen als Hilfe braucht. Was mit diesem Beruf für Kraftanstrengungen, körperlich oder seelisch, verbunden sind, kann man sich nur im Ansatz vorstellen. Das Hörbuch ist perfekt geeignet, um den Hörer aufzurütteln, aufzuzeigen, unter welchen Belastungen man in diesem Beruf tatsächlich steht. Zwölf-Stunden-Schichten, die mit den verschiedensten Einsätzen einhergehen. Bei denen man am Ende einer Schicht aus dem Rettungswagen steigt und man einfach zurechtkommen muss. Da ist niemand, der einen auffängt, berät, mit dem man sprechen kann und so kommt es bestimmt immer wieder mal vor, dass es Personen gibt, die mit Problemen, größer oder kleiner, zu kämpfen haben. Die nur Hilfe bekommen, wenn sie selbst tätig werden. Zumindest, wenn es ein „normaler“ Einsatz ist, bei dem es aber nicht heißt, dass es weniger zu verarbeiten gibt. So darf man mit in den Rettungswagen, verschiedene Lokalitäten und Einsätze begleiten und es ist immer mal wieder erschreckend, was alles so passiert. Es ist sehr authentisch beschrieben und so beleuchtet er den Alltag dieses Berufszweigs sehr gut. Der Hörbuchsprecher Oliver Rohrbeck ist für dieses Hörbuch gut gewählt und bringt die nötigen Emotionen zum Hörer. Ich habe ihm gerne zugehört. Ein bewegendes Hörbuch, dass das Leben des Notfallsanitäters gut aufzeigt, mit all seinen Tücken und Problemen. Ein Berufszweig, der wie alle Pflegeberufe, gerade sehr im Fokus steht und so ein Sprachrohr bekommen hat. Ein Hörbuch, dass mich gut unterhalten, aber auch die Augen geöffnet hat.

  • hapedah

    5/5

    06.11.2020

    eBook (ePUB 3)

    Der harte Alltag im Rettungswesen

    Kim ist Notfallsanitäter, sein Dienstalltag spielt sich zwischen kollegialem Geplänkel auf der Wache und täglichen Einsätzen im Rettungswagen ab. Um etwas gesellschaftlich Wertvolles zu tun, hatte er einst seinen gut bezahlten Job in der Werbebranche an den Nagel gehängt, doch in letzter Zeit ist Kim immer öfter unkonzentriert und müde, ein wiederkehrender Albtraum lässt ihm keine Ruhe. Ein Trip ans Meer mit seinem besten Freund Benny ist erst der Anfang seines Weges zum Erkennen des Problems. "Schockraum" von Tobias Schlegl ist ein fesselnder Roman, der schonungslos aus dem harten Alltag eines Notfallsanitäters berichtet. Dabei thematisiert der Autor den Frust, wenn der RTW wegen sinnloser Lappalien gerufen wird, genau so deutlich, wie die wirklich harten Einsätze, in denen es um Leben und Tod geht. Damit hat mich Tobias Schlegl, der selbst als Notfallsanitäter arbeitet und den ich, wie viele Andere, bisher "nur" als VIVA-Moderator auf dem Schirm hatte, nachhaltig beeindruckt und zum Grübeln angeregt. Protagonist Kim erkennt erst spät seine posttraumatische Belastungsstörung, lange Zeit hat er einfach weiter funktioniert und sein Problem lieber verdrängt, anstatt ihm auf den Grund zu gehen - woran letztendlich auch die Beziehung zu Marie gescheitert ist. Obwohl die spannend erzählte Handlung des Buches fiktiv ist, hat der Autor seine eigenen Erfahrungen im harten Berufsalltag in die Geschichte eingebracht. In einem Zeitungsinterview berichtet Schlegl davon, dass er während seiner Ausbildung zeitweise von einem Kriseninterventionsteam betreut wurde - eine Hilfe die sein Protagonist, aber auch viele Ersthelfer in der Realität, nicht erhalten. Damit regt er - hoffentlich - seine Leser an, darüber nachzudenken, wie in unserer Gesellschaft mit Menschen umgegangen wird, die jeden Tag im Einsatz sind und die jeder von uns möglicherweise einmal brauchen wird. Mich hat dieses Buch nicht wieder los gelassen, gemeinsam mit Kim konnte ich beim Lesen erst nach und nach heraus finden, was die Ursache seiner Störung ist. Die Geschichte wirkt authentisch und rückt den harten Alltag im Rettungsdienst in den Focus der Öffentlichkeit, für dieses eindringliche Buch gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung! Fazit: Anhand der fiktiven Geschichte des Notfallsanitäters Kim zeigt Tobias Schlegl den Alltag und auch die Missstände im Rettungswesen. Das Buch ist spannend geschrieben und lässt den Leser nachdenklich zurück, ich empfehle jedem, es zu lesen.

  • Miss.mesmerized

    5/5

    08.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    Tobias Schlegl – Schockraum

    Nachdem seine steile Karriere in der Werbebranche zwar zu viel Spaß und Einkommen führte, sich irgendwann aber die Sinnfrage immer drängender stellte, entschied sich Kim zu einem radikalen Schritt: er machte eine Ausbildung als Notfallsanitäter. Nun, vier Jahre im Job, kämpft er jedoch mit sich und den Arbeitsbedingungen: zu wenig Leute, zu hoher Zeitdruck, die Arbeit wird zunehmend durch Gaffer und Störer behindert, das Gehalt reicht kaum aus, um eine Familie zu ernähren und irgendwie kommt er auch nicht dazu, die Erlebnisse zwischen Leben und Tod zu verarbeiten. Als ihn auch noch seine Freundin verlässt, er sich nur noch schwer fokussieren kann und die Alpträume zunehmen, flüchtet er mit seinem Freund für ein paar Tage nach Texel, die Auszeit tut ihm gut, ändert jedoch auch nicht grundlegend etwas. Er muss sich endlich ernsthaft seinen Problemen stellen. Ich war zugegebenermaßen sehr überrascht, als ich vor einigen Tagen in der Zeitung eine Besprechung des Romans gelesen habe. Mir war Tobias Schlegl nur als Viva-Moderator der 90er Jahre bekannt, seine Karriere hatte ich nicht weiter verfolgt und dass er 2016 gänzlich aus dem Show-Business ausgestiegen war, ist entsprechend auch an mir vorbeigegangen. Er verarbeitet in „Schockraum“ seine eigenen Erfahrungen, die er während der Arbeit als Sanitäter gesammelt hat. Entstanden ist zwar eine fiktive Geschichte um den End-30er Kim, aber neben den Episoden, die Einsätze schildern, wird vor allem der Alltag und die Belastung in diesem Beruf thematisiert. Es ist keine Abrechnung, aber am Beispiel des Protagonisten wird gezeigt, wie Menschen, die eigentlich helfen wollen und sich in den Dienst der Gesellschaft stellen, systematisch verschlissen werden. Dies trifft nicht nur für die Mitarbeiter*innen im RTW zu, sondern gleichermaßen für Pfleger*innen in Kliniken und Altenheimen oder auch die Feuerwehr. Natürlich befriedigt der Roman ein Stück weit die Sensationslust: was erlebt Kim bei seinen Einsätzen, wann kämpft er um das Leben von Verletzten, welche spektakulären Situationen hat er erlebt? Man kann leicht nachvollziehen, weshalb Sanitäter keine Lust mehr auf die Frage danach, ob bzw. wie viele Tote sie schon gesehen haben, zu antworten. Ebenso kann man die Wut verstehen, wenn sie wegen Lappalien gerufen werden oder auch ihre Machtlosigkeit, wenn Patienten nicht kooperieren. Es ist eine bunte Mischung von Einsätzen, die die Bandbreite des Arbeitsalltags sichtbar machen. Die schönen Seiten kommen ebenso zu Wort wie die furchtbaren. „Diese Unsicherheit ist reizvoll, aber auch belastend. Rettungsdienst – das ist ein ständiges Öffnen verschlossener Türen. Und niemand weiß vorher, was einen dahinter erwartet. (...) Welcher Abgrund tut sich diesmal auf?“ Der nicht gesunde Umgang mit den Erlebnissen ist es letztlich, der Kim in eine psychische Ausnahmesituation bringt. An vielen kleinen Punkten wird klar, wie er seine Arbeit nicht mehr kompetent bewältigt und dadurch zu einer realen Gefahr wird. Aber es dauert, bis er sich das eingestehen kann. Die Schilderung seines Belastungssyndroms ist der eigentliche Punkt des Romans. Vielleicht hilft dieser Roman mit der Prominenz des Autors eine Debatte anzustoßen bzw. fortzuführen, was im Frühjahr eigentlich Dank Corona schon einmal ins öffentliche Bewusstsein gerückt war. Die Frage, wie wir als Gesellschaft mit den systemrelevanten, unterbezahlten und belastungsintensiven Jobs umgehen wollen, ist nämlich noch lange nicht geklärt.

  • Kikki/Leseratte77

    aus dem Thüringer Wald

    4/5

    27.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    Der Rettungssanitäter

    „Schockraum“ von Tobias Schlegl ist ein Roman aus dem Leben. Viele Einsätze mit den RTW die geschildert werden entsprechen der Realität. Ich kann mir gut vorstellen, das es ein Beruf ist, der zum einen sehr Interessant ist aber auch Einblicke in Leben und Elend zeigt. Abgesehen von den Schicksalen die man verarbeiten muss. Eine psychologische Betreuung wäre auch für diesen Berufszweig sehr wichtig, denn die Verarbeitung eines Traumas kann man oft nicht alleine bewältigen. Das Buch liest sich locker und leicht. Zu Beginn habe ich gedacht es schwingt eine gewisse Ironie mit, aber daraus wurde bitterer Ernst. Die Thematik zeigt, dass hier noch großer Handlungsbedarf herrscht, abgesehen von der schlechten Bezahlung. Ein Buch mit ernsten Hintergrund, gut geschrieben. Ich empfehle es mit 4 Sternen weiter.

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