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Die Unsichtbaren Eine Insel-Saga

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2021

Verlag

Insel

Seitenzahl

613

Maße (L/B/H)

19/12,2/3,5 cm

Gewicht

430 g

Farbe

Graugrün / Anthrazit

Auflage

3

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Gabriele Haefs + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68179-3

Beschreibung

Rezension

»Bildhaft schön.« WDR 3 20210604

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2021

Verlag

Insel

Seitenzahl

613

Maße (L/B/H)

19/12,2/3,5 cm

Gewicht

430 g

Farbe

Graugrün / Anthrazit

Auflage

3

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

  • Gabriele Haefs
  • Andreas Brunstermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68179-3

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Fantastisch

Bewertung aus Groß-Umstadt am 15.02.2024

Bewertungsnummer: 2131686

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem Lesen von “Die Unsichtbaren“ und dem Folgeband “Die Kinder von Barrøy“ fehlte mir etwas, was mich weiterhin so tief bewegte und auf das ich mich weiterhin gerne lesend eingelassen hätte. Die Sprache ist unverwechselbar intensiv und sehr, sehr gut übersetzt. Es ist eine völlig andere Zeit und es handelt von gänzlich anderen Menschen, es kommt eine kleine Melancholie dabei auf, das Buch/die Zeit nach 800 Seiten zu verlassen. Die Schönheit der Natur, die Alltäglichkeit der Härte eines Lebens ohne jegliche Sicherheit und jeglichen Wohlstand, die Einzigartigkeit der unverfälschten Menschen: das einzufangen, wie es dem Autor gelingt, ist hohe Kunst. Dazu die Stille dieses Buches, die nachwirkt. Und nachhallt. Ganz fantastisch. Klare Leseempfehlung!!

Fantastisch

Bewertung aus Groß-Umstadt am 15.02.2024
Bewertungsnummer: 2131686
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem Lesen von “Die Unsichtbaren“ und dem Folgeband “Die Kinder von Barrøy“ fehlte mir etwas, was mich weiterhin so tief bewegte und auf das ich mich weiterhin gerne lesend eingelassen hätte. Die Sprache ist unverwechselbar intensiv und sehr, sehr gut übersetzt. Es ist eine völlig andere Zeit und es handelt von gänzlich anderen Menschen, es kommt eine kleine Melancholie dabei auf, das Buch/die Zeit nach 800 Seiten zu verlassen. Die Schönheit der Natur, die Alltäglichkeit der Härte eines Lebens ohne jegliche Sicherheit und jeglichen Wohlstand, die Einzigartigkeit der unverfälschten Menschen: das einzufangen, wie es dem Autor gelingt, ist hohe Kunst. Dazu die Stille dieses Buches, die nachwirkt. Und nachhallt. Ganz fantastisch. Klare Leseempfehlung!!

Alts Norwegen

Bewertung am 25.01.2023

Bewertungsnummer: 1866367

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

GELESEN: Roy Jacobsen Unter den Titeln „Die Unsichtbaren“ bei Osburg Verlag Hamburg 2014 und als Taschenbuch bei Insel Verlag 2015 „In jenen hellen Nächten“ erschien der 1. Teil der „Insel-Saga“ 270 Seiten 2. Teil „Weißes Meer“ – Erschienen 2016 bei Osburg Verlag 264 Seiten 3. Teil „Die Kinder von Barroy“ – Erschienen 2021 bei C.H.Beck 268 Seiten Es ist gerade die einfache, aber aussagekräftige Sprache, die diese dreiteilige, 800 Seiten umfassende Geschichte um Ingrid und ihre Familie so lesenswert macht. Die wenigen Worte, die sie untereinander wechseln, genügen. Erstaunlich ist die Fähigkeit des Autors, dem eigentlich vollkommen banalen Leben, welches erst zu Ende des dritten Bandes etwas Fahrt aufnimmt, einfach gestrickter Menschen eine Faszination zu verleihen. Auch wenn im Norwegen des 21. Jahrhunderts andere Verhältnisse herrschen, so kann man sich, kennt man ein wenig dieses Land, gut in die damalige Zeit zurückversetzen. Noch immer gibt es Höfe, die nicht an das Verkehrsnetz angebunden sind. Die Menschen müssen lange und beschwerliche Wege in Kauf nehmen, um sich mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Ob es Roy Jacobsen selbst oder den Übersetzern Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann unterlaufen ist, zeitlich etwas durcheinanderzubringen, weiß ich nicht. Im dritten Band ist Barbo plötzlich drei Jahre jünger geworden als im zweiten Band, was mich etwas irritiert hat, aber der Erzählung natürlich keinen Abbruch tun. Von mir eine wirkliche Leseempfehlung, die gerade in der dunklen Jahreszeit bei Kerzenschein und Tee absolut authentische Empfindungen weckt. Wer sich für diese Geschichte interessiert, sollte hier nicht weiterlesen. Teil I habe ich in Unkenntnis der Folgebände bereits im August 2021 gelesen und jetzt zum Einstieg in die komplette Geschichte noch einmal. Roy Jacobsen entführt uns sehr anschaulich und voll Poesie in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und damit in eine Welt, die es so nicht mehr gibt. Arme Menschen, abgeschieden im hohen Norden Norwegens, reduziert auf Minimales und lebend überwiegend vom Fischfang. Die Boote stehen immer bereit. Wenn das unbeständige Wetter es zulässt, fahren sie hinaus. Sie kehren mit Kabeljau und Köhler nach Hause, die schon die kleine Ingrid auszunehmen vermag. Der Pfarrer kommt auf ihre kleine Insel, die er noch nie besucht hatte. Von ihr aus sieht er zum ersten Mal sein eigenes Zuhause mit ganz anderen Augen. Gerne fährt er nicht mit dem Boot, denn er hat Angst, aber diesmal muss er, denn Ingrids Taufe soll endlich vollzogen werden. Das kleine Mädchen ist schon drei Jahre alt und die ganz große Freude der Familie. In jedem Jahr wird Hans von den Lofoten-Fischern abgeholt. Im Januar geht’s los, und Anfang April kommen sie erst wieder nach Hause. So lange sind Martin, sein Vater, Maria, seine Frau, Barbo, seine etwas zurückgebliebene Schwester mit der kleinen Ingrid alleine. Erst wenn die Sonne wieder am Horizont erscheint, wird das Leben angenehmer. Die dunkle Zeit ist vorbei, und sie warten auf Hans und auf den Erlös seines Fanges. Es gibt immer etwas zu tun. Maria zeigt Ingrid, wie man Daunen reinigt. Daunen sind ihr Gold. Sie werden nur verkauft, wenn der „Kurs“ hochsteht. Ingrid macht das schon sehr geschickt. Sie kann es inzwischen besser als Barbo. In einem Jahr wird das kleine Haus vergrößert. Hans sprengt dazu ein paar Felsen und fünf Schweden, die vorübergehend bei ihnen im vorbereiteten Schuppen wohnen, helfen mit. Maria ist nicht begeistert. Barbo schon. Ein Helfer der Schweden gefällt ihr sehr. Mit dem Neubau verliert Maria die Aussicht auf ihre Heimatinsel, die sie von ihrem Schlafzimmer immer sehen konnte oder besser gesagt von einem Schlafzimmer, denn sie ziehen immer wieder mit ihren Daunenbetten um. Je nach Wetterlage schlafen sie mal im Nord- oder im Süd-Saal. Die Natur um sie herum ist unvergleichlich schön, aber auch rau und gefährlich. Im Sommer gibt es ein Blütenmeer, und im Winter schlittern sie über den zugefrorenen Fjord. Mit ihren Feldstechern beobachten sie die einzigartige Vogelwelt und lauschen den Stimmen. Nach jedem Sturm suchen sie den Strand ab. Alles, was angeschwemmt wird, gehört jetzt ihnen, und da kommt eine ganze Menge zusammen. Fast jedes Teil findet Verwendung. Die Familie vergrößert sich. Barbo bekommt Lars, und Ingrid kümmert sich rührend um ihren kleinen Vetter, sofern es ihre Zeit zulässt, denn inzwischen besucht sie die Schule auf der Nachbarinsel, die ihr anfangs so gar nicht gefällt. Für Ingrid sollte dies aber die geringste Unliebsamkeit ihres Lebens sein. Ingrid kommt in Stellung. Sie betreut Felix und Suzanne Tomessen. Um beide Kinder haben sich die Eltern nicht gekümmert. Als zuerst der Vater und dann auch noch die Mutter verschwinden, packt Ingrid alle Habseligkeiten zusammen und rudert mit den Kindern zurück nach Barroy. Man bringt ihnen dort alles bei, was sie auf einem Leben in dieser Abgeschiedenheit können müssen. Als Martin und Hans sterben und auch Maria für viele Monate krankheitsbedingt die Insel verlassen muss, übernimmt Ingrid das „Ruder“. Ab sofort ist sie die Herrin auf Barroy.

Alts Norwegen

Bewertung am 25.01.2023
Bewertungsnummer: 1866367
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

GELESEN: Roy Jacobsen Unter den Titeln „Die Unsichtbaren“ bei Osburg Verlag Hamburg 2014 und als Taschenbuch bei Insel Verlag 2015 „In jenen hellen Nächten“ erschien der 1. Teil der „Insel-Saga“ 270 Seiten 2. Teil „Weißes Meer“ – Erschienen 2016 bei Osburg Verlag 264 Seiten 3. Teil „Die Kinder von Barroy“ – Erschienen 2021 bei C.H.Beck 268 Seiten Es ist gerade die einfache, aber aussagekräftige Sprache, die diese dreiteilige, 800 Seiten umfassende Geschichte um Ingrid und ihre Familie so lesenswert macht. Die wenigen Worte, die sie untereinander wechseln, genügen. Erstaunlich ist die Fähigkeit des Autors, dem eigentlich vollkommen banalen Leben, welches erst zu Ende des dritten Bandes etwas Fahrt aufnimmt, einfach gestrickter Menschen eine Faszination zu verleihen. Auch wenn im Norwegen des 21. Jahrhunderts andere Verhältnisse herrschen, so kann man sich, kennt man ein wenig dieses Land, gut in die damalige Zeit zurückversetzen. Noch immer gibt es Höfe, die nicht an das Verkehrsnetz angebunden sind. Die Menschen müssen lange und beschwerliche Wege in Kauf nehmen, um sich mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Ob es Roy Jacobsen selbst oder den Übersetzern Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann unterlaufen ist, zeitlich etwas durcheinanderzubringen, weiß ich nicht. Im dritten Band ist Barbo plötzlich drei Jahre jünger geworden als im zweiten Band, was mich etwas irritiert hat, aber der Erzählung natürlich keinen Abbruch tun. Von mir eine wirkliche Leseempfehlung, die gerade in der dunklen Jahreszeit bei Kerzenschein und Tee absolut authentische Empfindungen weckt. Wer sich für diese Geschichte interessiert, sollte hier nicht weiterlesen. Teil I habe ich in Unkenntnis der Folgebände bereits im August 2021 gelesen und jetzt zum Einstieg in die komplette Geschichte noch einmal. Roy Jacobsen entführt uns sehr anschaulich und voll Poesie in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und damit in eine Welt, die es so nicht mehr gibt. Arme Menschen, abgeschieden im hohen Norden Norwegens, reduziert auf Minimales und lebend überwiegend vom Fischfang. Die Boote stehen immer bereit. Wenn das unbeständige Wetter es zulässt, fahren sie hinaus. Sie kehren mit Kabeljau und Köhler nach Hause, die schon die kleine Ingrid auszunehmen vermag. Der Pfarrer kommt auf ihre kleine Insel, die er noch nie besucht hatte. Von ihr aus sieht er zum ersten Mal sein eigenes Zuhause mit ganz anderen Augen. Gerne fährt er nicht mit dem Boot, denn er hat Angst, aber diesmal muss er, denn Ingrids Taufe soll endlich vollzogen werden. Das kleine Mädchen ist schon drei Jahre alt und die ganz große Freude der Familie. In jedem Jahr wird Hans von den Lofoten-Fischern abgeholt. Im Januar geht’s los, und Anfang April kommen sie erst wieder nach Hause. So lange sind Martin, sein Vater, Maria, seine Frau, Barbo, seine etwas zurückgebliebene Schwester mit der kleinen Ingrid alleine. Erst wenn die Sonne wieder am Horizont erscheint, wird das Leben angenehmer. Die dunkle Zeit ist vorbei, und sie warten auf Hans und auf den Erlös seines Fanges. Es gibt immer etwas zu tun. Maria zeigt Ingrid, wie man Daunen reinigt. Daunen sind ihr Gold. Sie werden nur verkauft, wenn der „Kurs“ hochsteht. Ingrid macht das schon sehr geschickt. Sie kann es inzwischen besser als Barbo. In einem Jahr wird das kleine Haus vergrößert. Hans sprengt dazu ein paar Felsen und fünf Schweden, die vorübergehend bei ihnen im vorbereiteten Schuppen wohnen, helfen mit. Maria ist nicht begeistert. Barbo schon. Ein Helfer der Schweden gefällt ihr sehr. Mit dem Neubau verliert Maria die Aussicht auf ihre Heimatinsel, die sie von ihrem Schlafzimmer immer sehen konnte oder besser gesagt von einem Schlafzimmer, denn sie ziehen immer wieder mit ihren Daunenbetten um. Je nach Wetterlage schlafen sie mal im Nord- oder im Süd-Saal. Die Natur um sie herum ist unvergleichlich schön, aber auch rau und gefährlich. Im Sommer gibt es ein Blütenmeer, und im Winter schlittern sie über den zugefrorenen Fjord. Mit ihren Feldstechern beobachten sie die einzigartige Vogelwelt und lauschen den Stimmen. Nach jedem Sturm suchen sie den Strand ab. Alles, was angeschwemmt wird, gehört jetzt ihnen, und da kommt eine ganze Menge zusammen. Fast jedes Teil findet Verwendung. Die Familie vergrößert sich. Barbo bekommt Lars, und Ingrid kümmert sich rührend um ihren kleinen Vetter, sofern es ihre Zeit zulässt, denn inzwischen besucht sie die Schule auf der Nachbarinsel, die ihr anfangs so gar nicht gefällt. Für Ingrid sollte dies aber die geringste Unliebsamkeit ihres Lebens sein. Ingrid kommt in Stellung. Sie betreut Felix und Suzanne Tomessen. Um beide Kinder haben sich die Eltern nicht gekümmert. Als zuerst der Vater und dann auch noch die Mutter verschwinden, packt Ingrid alle Habseligkeiten zusammen und rudert mit den Kindern zurück nach Barroy. Man bringt ihnen dort alles bei, was sie auf einem Leben in dieser Abgeschiedenheit können müssen. Als Martin und Hans sterben und auch Maria für viele Monate krankheitsbedingt die Insel verlassen muss, übernimmt Ingrid das „Ruder“. Ab sofort ist sie die Herrin auf Barroy.

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