Russland in der nahen Zukunft. Nach dem Krieg sind ganze Landstriche verseucht, die Flüsse vergiftet. Die einzelnen Städte haben kaum noch Kontakt zur Regierung in Moskau. Schon seit Jahren harrt Jegor im Außenposten in Jaroslawl aus. Sein Stiefvater Polkan, der Kommandant des Postens, macht ihm das Leben schwer, und die schöne Michelle interessiert sich nicht für ihn. Jegor träumt von der Welt jenseits der Eisenbahnbrücke, auf der anderen Seite des Flusses. Doch schon seit Jahrzehnten ist niemand mehr über diese Brücke gekommen. Bis heute …
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
Bewertung
4/5
28.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein typisches Buch von Dmitry
Liest sich sehr spannend. Teilweise etwas sehr „Glaubenslastig“ aber passt trotzdem zur Story.
Es ist die Typische Schreibweise wie schon in den Metro Büchern, die ich Lieben gelernt habe.
Bewertung
aus Elsenfeld
3/5
03.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verschwendetes Potenzial, dennoch lesenswert!
Über die Charaktere
Wie bei eigentlich allem in diesem Buch bin ich, was die Charaktere angeht, zwiegespalten. Der siebzehnjährige Jegor ist der eigentliche Protagonist des Buchs und, wie die meisten Teenager, hat auch er einen gewissen Hang zur Rebellion und eine Sehnsucht nach Abenteuer, die seinen Charakter ausmacht. Im Grunde war er mir sympathisch und bis zu einem gewissen Grad konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen, aber leider hat mir bei ihm, wie auch bei den meisten anderen einfach eine gewisse Tiefe gefehlt. Seine Mutter war eine der interessantesten Charaktere, besonders aufgrund ihrer Gabe, die sie zu einer Seherin macht. Dieser mystische Touch hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte nochmal aufgewertet. Doch auch sein Stiefvater, der eigentlich eher als Bösewicht dargestellt wurde, hat meine Aufmerksamkeit erregt, da seine Geschichte über die Kapitel hinweg einen wirklich spannenden Verlauf annimmt und auf eine düstere und traurige Art faszinierend ist.
Über die Idee
Von Dmitry Glukhovsky bin ich gute Ideen gewohnt, weshalb ich auch nicht überrascht war, dass diese sich als wirklich beeindruckend herausgestellt hat. Der vergangene Krieg hat nicht nur Trauer und Schmerz hinterlassen, sondern auch eine sogenannte Todeszone, die die Leute in ihr zu Monstern macht. Angeblich seien diese von Satan besessen und können einen infizieren, wenn man ihren Worten lauscht. Daraus entstand ein wahnsinnig interessanter Kult an Priestern, die sich selbst das Gehör genommen haben, um den Versuch zu wagen, diese Menschen zu heilen. Deutlich weniger beeindruckend ist leider der Mangel an Leidenschaft und Detail, mit der der Autor diese Idee zu Papier gebracht hat. Mir kam es so vor, als hätte der Autor dieses Buch weniger aus Begeisterung und vielmehr aus Notwendigkeit geschrieben, was eine Menge verschwendetes Potential zur Folge hat.
Über den Schreibstil
Auch der Schreibstil konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die vielen POV-Wechsel haben mir Schwierigkeiten bereitet, dem Geschehen zu folgen und – trotz der durchaus vorhandenen Spannung – den Lesefluss oft unterbrochen. Auch hier fehlt mir die Tiefe und die Leidenschaft des Autors. Ehrlich gesagt haben mich einige der Handlungsstränge ziemlich enttäuscht, da sie sich förmlich ins nichts auflösen und gegen Ende plötzlich in einem einzigen Nebensatz beiläufig erklärt werden. Nach Abschluss des Buchs blieben einfach zu viele Möglichkeiten ungenutzt und so viele Mysterien wurden nicht geklärt oder endeten in lieblosen Auflösungen, die ihnen einfach nicht gerecht wurden. Das fan ich ziemlich schade.
Mein Fazit
Mit „Outpost – Der Posten“ hat der Autor eine Geschichte geschaffen, die so groß werden könnte, die seine „Metro“ Trilogie, aber leider hat er sich mit der Ausarbeitung selbst ins Bein geschossen. Trotz der vergleichsweise enttäuschenden Leistung ist der Roman immer noch sehr lesenswert und bietet durchaus eine spannende und grandiose Handlung. Es fehlt nur eine Tiefe im Detail, die sowohl die Leser, als auch das Buch an sich meiner Meinung nach verdient hätten. Letztendlich ist nichts so traurig wie verschwendetes Potenzial.
Bewertung
2/5
18.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grausig
Bin als grosser Metro-Fan voller Vorfreude an das Buch und wurde schon in den ersten Seiten massiv enttäuscht.
Glukhovsky bedient sich hier leider einer sehr einfachen Sprache und lässt jede Tiefe missen. Die Dialoge zwischen den Charakteren sind langweilig und es gelingt ihm auch nicht die Charaktere wirklich interessant zu machen.
Die Geschichte ist vorhersehbar, durchgekaut und zu einfach. Schade darum!
Ich kann das Buch interessierten Jugendlichen empfehlen, nicht aber begeisterten Lesern von dystopischer Literatur.
Bewertung
5/5
04.01.2023
eBook (ePUB)
Beim Lesen brennt der giftige Nebel der Wolga in der Nase.
Innerhalb von drei Tagen habe ich dieses Buch verschlungen. Ich mag die Bücher von Glukhovsky einfach. Auch wenn er etwas zu viele ewig ausartende Passagen an Monologen und Predigten einbaut. Aber er kann einen nun mal perfekt in dystopische verseuchte Welten ziehen, bis einem die giftige Umgebung selbst auf der gemütlichen Couch zu Hause in der Nase brennt. Dass er das russische Regime mittlerweile nicht mehr nur metaphorisch in seinen fiktionalen Romanen kritisiert, sollte bekannt sein. Davon ist auch hier wieder eine gute Dosis vorhanden. Und eine Metapher, war diesmal extrem offensichtlich, aber meiner Meinung auch ziemlich stark: Worte können extrem gefährlich sein.
Bewertung
5/5
11.08.2022
eBook (ePUB)
Was ist die Steigerung von Apokalypse?
Glukhovsky ist zurück bei dem, was er am Besten macht: das bizarre Überleben in einer postapokalyptischen Welt.
In einem düsteren Cresecendo steigern sich die Eregnisse so weit, dass sogar das letzte bisschen verzweifelten Lebens kurz vor der Auslöschung steht.
Angenehm getaktet und schnell wegzulesen - ich kann Teil 2 kaum erwarten!
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