Als Jacob erfährt, dass sein Vater nicht, wie er die letzten 18 Jahre seines Lebens geglaubt hat, eine flüchtige Urlaubsbekanntschaft seiner Mutter war, sondern ein Cree-Indianer, macht er sich auf den Weg in den hohen Norden Kanadas. In den endlosen Wäldern, zwischen Bären, Eis und Bäumen, in einer Stadt und bei einem Volk, das Tradition und Moderne zu vereinen sucht, kommt er langsam seiner Geschichte auf die Spur. Mit Hilfe von Kimi und ihrem Zieh-Großvater findet Jacob nicht nur zu seinem Vater, sondern erkennt auch, wer er selbst ist.
Die gleichnamige Buchausgabe ist im Arena Verlag erschienen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
24.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schönes Buch!
Mir hat das Buch so gut gefallen, weil die Charaktere teilweise so nachvollziehbar und sympathisch, aber auch irgendwie etwas... edel waren. Außerdem liebe ich diese verschneite Nordkanada-Umgebung mit den Indianern. Es ist eine schöne Indianerliebesgeschichte, in der beide Hauptcharaktere mit ihrer Vergangenheit umzugehen versuchen. Sehr schön!
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mit einem Rucksack voll Wut, Enttäuschung und dem großen Verlangen nach der Wahrheit über seine Wurzeln, macht sich Jacob auf den Weg in den Norden Kanadas, um seinen leiblichen Vater kennenzulernen. Dabei lernt er die unnahbare Kimi kennen, deren Leben ebenfalls aus den Fugen geraten ist. Wie bereits in früheren Romanen der Autorin wird auch hier auf sehr eindrückliche Art die Geschichte der indigenen Völker Nordamerikas und deren heutige Lebenssituation thematisiert. Sehr gut recherchiert und durch den einfühlsamen und authentischen Schreibstil gelingt es Antje Babendererde jedes Mal aufs Neue mich für ihre Bücher zu begeistern. Ab 14 Jahren
Elke Seifried
aus Gundelfingen
5/5
16.05.2021
Hörbuch (CD)
Augen zu und sich in die Welt der Indianer entführen lassen - ein tolles Hörbuch
Schon mit „Wie die Sonne in der Nacht“ hat mich Antje Babendererde gekonnt in die Indianerwelt entführt und das ist ihr hier aufs Neue gelungen.
Mein wirklicher Vater war keine harmlose Affäre, nein er hat sogar einige Jahre mit mir gelebt, sich um mich gekümmert, mich vielleicht sogar geliebt? Für Jacob bricht eine Welt ein, als er nach einem Streit mit seinem verhassten Adoptivvater erfährt, dass nichts so ist, wie er immer geglaubt hat, und seine Mutter seinen Erzeuger sehr wohl kennt. Er macht sich Hals über Kopf auf die Suche, erfährt von einer Bekannten, dass es sich um einen Cree Indianer handelt und schon kurz darauf sitzt man als Hörer mit ihm im Flieger in den Norden Kanadas. Dort angekommen beginnt eine aufregende, spannende Spurensuche nach seinem Vater aber auch nach seinem eigenen Ich, die tief in die Wildnis führt, viele Gefahren in sich birgt, die aber auch vieles über das Leben der Indianer erzählt und zudem noch Schmetterlinge im Bauch fliegen lässt. Mehr will ich gar nicht verraten, selber Lesen oder Hören ist angesagt.
Weil sie mit so gut gefallen haben, muss ich aber unbedingt noch die zahlreichen Denkanlässe erwähnen, die versteckt sind. Dieses Mal legt die Autorin ihr Hauptaugenmerk meiner Meinung nach auf Toleranz gegenüber Andersdenkenden, wozu sie Kimis Großvater Anak Furchtbares aus seiner Vergangenheit an einer Missionsschule, wo ihm Nonnen das Indinanersein austreiben wollten, erzählen lässt, das tief schockiert und auch auf das Thema Massentierhaltung. Muss man auf Fleisch verzichten oder kann man das Töten dafür und Lebewesen mit Respekt behandeln vereinbaren? Hier darf man selbst seine Schlüsse ziehen, ohne dass die Autorin einen erhobenen Finger zeigt. Sicher nicht ganz verkehrt ist auch wieder einmal in Erinnerung gerufen zu bekommen, dass es tatsächlich auch ein Leben ohne Smartphone und Technik gibt, und Dinge, wie fließend warmes Wasser eigentlich viel mehr geschätzt werden sollten.
Der Sprachstil der Autorin ist sehr einnehmend. Ich war sofort in der Geschichte gefangen und die richtige Mischung aus berührend, spannend und interessant hat mich wie gebannt bis zum Ende hören lassen. Sie beschreibt äußerst anschaulich und mit vielen Bildern, sodass ich von Anfang an das Gefühl hatte mit vor Ort sein zu dürfen. Ich konnte die bittere Kälte fast selbst spüren, hatte die tief verschneite Landschaft richtig vor Augen, hatte stellenweise das Gefühl mir bleibt das Herz stehen, als Jacob z.B. plötzlich völlig alleine inmitten von Nirgendwo steht, in einem unerwarteten Augenblick ein Bär oder Wolf um die Ecke kommen, teilweise auch angreifen, oder jemand im Eis einbricht. Selbst den Geruch von gebratenen Wildgänsen meinte ich riechen zu können. Richtig gut hat mir auch die Liebesgeschichte gefallen, die sich so zart und vorsichtig entwickelt, die so voller Unsicherheiten und Auf und Ab steckt und vor allem niemals kitschig wird, sondern richtig berührend erzählt wird. Auch auf eine wohl dosierte Portion Witz und Humor muss man nicht verzichten, was nie verkehrt ist. Da macht sie eine Kimi schon mal über Jacobs Ängste lustig, oder eine peinliche Szene sorgt für ein Grinsen im Gesicht. Indianergeschichte ohne Mystisches, das geht natürlich auch nicht. Auch wenn ich nicht an Seelenwanderung oder ähnliches glaube, konnte ich die Vorstellungen und den Glauben der so ursprünglich lebenden Bewohner mehr als gut nachvollziehen. Alles in allem wirklich ein toll geschnürtes Gesamtpaket.
Ich habe die Geschichte richtig mit Jacob durchlebt. Schon von Anfang an hat er mir richtig leid getan. Wie schlimm muss es sein, wenn man plötzlich erfährt, dass einen die eigene Mutter ein Leben lang angelogen hat, einem jegliches Vertrauen genommen wird? Ich mochte ihn mit seiner natürlichen Art super gerne. Trotz aller Ängste ist er mehr als taff, wer in seinem Alter wagt sich schon alleine in die Wildnis Kanadas? Auch Kimi habe ich schnell in mein Herz geschlossen, dazu musste ich gar nichts von ihrem schweren Päckchen aus der Vergangenheit erfahren, das sie zu tragen hat. Eine richtig gute Seele ist sicher auch ihr Ziehvater Anak und auch Louise, die Bekannte von Jacobs leiblichem Vater, hat mehr als ein großes Herz. Gut gefallen hat mir auch die tiefe Verbundenheit von Vater Craig zu seinem Sohn Jacob, die man regelrecht spüren kann. Die Charaktere sind wirklich toll gezeichnet. Nicht nur einen Schauder jagt einem im Übrigen ein Maik über den Rücken, aber da will ich nicht zu viel verraten.
Die Geschichte wird zu einem Großteil aus Jacobs Perspektive erzählt, aber auch aus Kimis bekommt man einiges geboten, und erfährt so was in beiden vor sich geht. Die Idee hier zwei Sprecher an den Start gehen zu lassen hat mir schon beim letzten Hörbuch gefallen, macht es doch den Vortrag noch lebendiger und abwechslungsreicher. Aleksandar Radenkovic kannte ich schon. Ihm gelingt es unheimlich gut die richtige Atmosphäre zu transportieren und ich höre ihm total gerne zu. Richtig grandios fand ich hier z.B. auch die Stimme, die er dem alten Anak verleiht, ich konnte ihn mir so richtig vorstellen. Carla Swiderski, die mir bisher unbekannt war, ist für mich okay für ein Mädl in Kimis Alter. Begeisterungsstürme löste sie bei mir jedoch nicht aus, wobei ich gar nicht so genau begründen kann warum. Ihre Stimmlage war einfach nicht ganz so meines, aber das meiste liest ja sowieso Aleksandar Radenkovic.
Alles in allem gibt es von mir für diese spannend, fesselnde Reise in die Welt der Indianer eine absolute Hörempfehlung und redlich verdiente fünf Sterne.
Bewertung
aus Waldbüttelbrunn
5/5
16.05.2021
Hörbuch (CD)
Ein Jugendroman der besonderen Art! Mystisch und phantastisch!
Inhaltsangabe: "Wer bin ich? Als Jacob erfährt, dass sein Vater nicht, wie er die letzten 18 Jahre seines Lebens geglaubt hat, eine flüchtige Urlaubsbekanntschaft seiner Mutter war, sondern ein Cree-Indianer, macht er sich auf den Weg in den hohen Norden Kanadas. In den endlosen Wäldern, zwischen Bären, Eis und Bäumen, in einer Stadt und einem Volk, das Tradition und Moderne zu vereinen sucht, kommt er mit Hilfe von Kimi und ihrem Zieh-Großvater langsam seiner Geschichte auf die Spur."
Dieses Hörbuch besteht aus 5 CD'S, hat eine Laufzeit von ca. 450 Minuten (gekürzte Fassung) und wird von Aleksandar Radenkovic und Carla Swiderski hervorragend gelesen. Aleksandar übernimmt dabei den größten Teil der Lesung ein aus der Sicht von Jacob, Carla Swiderski dagegen liest aus der Sicht von Kimi.
Diese Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, wird man doch sofort in ein fremdes Land und eine völlig andere Kultur hineinkatapultiert. Zusammen mit dem sympathischen 18jährigen Jacob begibt man sich auf die Reise nach Kanada, der versucht zu sich selbst zu finden und Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Er gerät dabei immer wieder in Abenteuer, die einem die Luft zum Atmen nehmen, lernt aber dabei auch Kimi kennen und lieben. Sehr geschickt spricht die Autorin Antje Babendererde dabei sozialkritische Themen an wie z.B. Vegetarier und wie man in fremde Kulturen mit der Tötung von Tieren als Nahrungsmittel umgeht. Auch etwas mystisch - wie man das von der Autorin ja auch schon aus anderen Büchern kennt - geht es dabei zu, was dieser Geschichte aber einen besonderen Touch verleiht.
Fazit: Die Geschichte um Jacob, der hier zu sich selbst findet, vielen Geheimnissen auf den Grund geht und dabei auch noch etwas Liebe findet konnte mich komplett überzeugen. Sie ist mystisch, abenteuerlich und ganz besonders. Mich konnte sie regelrecht begeistern und ich vergebe hier gerne eine absolute Lese- und Hörempfehlung!
P.S.: Besonders erwähnenswert ist auch noch das tolle und ansprechende Cover, das mich sofort bezaubern konnte und jede einzelne CD ist besonders niedlich mit einem Bären gestaltet.
Bewertung
aus Bonn
5/5
16.05.2021
Hörbuch (CD)
Suchen, Finden, binden - Glück
Was mich an dem Buch/ Hörbuch gereizt hat, der Inhalt des Klappentextes. Ein gerade achtzehnjähriger Junge namens Jacob reist von Deutschland nach Kanada um seinen Vater zu finden. Und findet dort auch Freundschaft, Ärger, Liebe und eine schöne Gegend. Die Autorin erzählt hier eine sehr berührende Geschichte. Jede der Figuren für sich finde ich Klasse dargestellt. Die Sprecher bringen die Geschichte sehr gut rüber. Auf dieses Hörbuch habe ich sehr gewartet, nun habe ich es im Rahmen einer Wanderbuchhörrunde gehört. Das Hörbuch umfasst 5 CD's mit einer Gesamtlänge von ca. 405 Minuten. Von mir bekommt es 4 Sterne und eine Hörempfehlung/ Leseempfehlung. Die Rezension hat meine Frau K. Schmale erstellt.
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