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Der steinerne Engel Roman | „Ein grandios feingestricktes Buch über eine Frau, die wir am Ende wirklich lieb haben.« Elke Heidenreich

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14,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.05.2021

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,5/12,1/3,2 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Stone Angel

Übersetzt von

Monika Baark

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-115-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Der Klassiker aus Kanada über Selbstbestimmung und die Kraft der Erinnerung macht Mut, auch wenn man noch keine 90 ist. ("Für Sie")
Es macht diesen Roman verblüffend modern, wie er mit den Augen einer alten, vergesslichen Frau erzählt von den Zumutungen des körperlichen Verfalls, der Herablassung der Jungen, der künstlichen Freundlichkeit der Profis. ("Frankfurter Rundschau")
»Laurence arbeitet mit biblischen Motiven und versieht ihren Text gleichzeitig – etwa in den meisterhaften Altersheim- und Krankenhausepisoden – mit einem furiosen Wortwitz. Dass es sich wahrlich lohnt, den Roman zu entdecken, hat auch mit Monika Baarks neuer, sehr frischer Übersetzung zu tun. Die Art und Weise, wie sie Hagar Shipley räsonieren und lamentieren lässt, klingt lange nach.« ("Deutschlandfunk Kultur")
Bald berührend, bald komisch untersucht Laurence die Widrigkeiten der Kommunikation innerhalb einer Familie; dabei entblättert sie kunstvoll die zwei Hauptmotive des Romans: dasjenige der Sorge und das der Würde. (…) In der kanadischen Literatur ist Hagar Shipley einzigartig. Im Leben ist sie manchmal schwer zu ertragen, doch als Leser will man sie nicht verlieren. ("Neue Zürcher Zeitung")
Meisterlich gelingt es Margaret Laurence, im Besonderen das Universelle aufzuzeigen. Indem sie das Porträt einer außergewöhnlichen Frau zeichnet, beschwört sie zugleich das Wesen des Alters selbst herauf: seine Schmerzen, die Müdigkeit, den Schrecken, die ohnmächtige Wut und körperlichen Beschwerden, die Erkenntnis, dass die Umgebung nur darauf wartet, dass man endlich das Zeitliche segnen möge. ("The New Republic")
Eine selbstherrliche, wenig friedfertige Neunzigjährige, die schon manches durcheinanderbringt, erinnert sich: Züchtigung, Belehrung und Enterbung durch den Vater, eine sexuell, doch nicht sozial befriedigende Ehe, Schwindeleien, Liebschaften und Unfalltod des Vorzugssohns - alles reell und fasslich, stichhaltig und sinnlich. ("Der Spiegel")
Eine Offenbarung. ("The New York Times")
Hier gibt es eine Heldin, die unvergesslich ist. ("zeit.de")
Hagars Kraft, ihr Lebenswillen imponieren, und die kanadische Autorin Margaret Laurence, die 1987 mit 60 Jahren durch Selbstmord starb, muss viel von diesem Charakter in sich gehabt haben – den Stolz, die Stärke, aber auch die tiefe Grundeinsamkeit. ("Elke Heidenreich")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.05.2021

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,5/12,1/3,2 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Stone Angel

Übersetzt von

Monika Baark

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-115-7

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlag GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE

Email: kontakt@eisele-verlag.de

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90 Jahre Leben

Herbstrose aus 87772 am 10.12.2025

Bewertungsnummer: 2674177

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Der steinerne Engel“ stand einst auf dem Grab ihrer Mutter, die bei ihrer Geburt gestorben war. Jetzt ist Hagar über 90, wohnt bei Sohn Marvin und Schwiegertochter Doris und erinnert sich an ihr früheres Leben: Wie sie mit ihren beiden Brüdern beim Vater aufgewachsen ist, an ihre Heirat mit Bram Shipley, an ihr Leben mit ihm und an die Geburt und Aufwachsen ihrer beiden Söhne. Nun ist aus ihr eine demente, schrullige alte Frau geworden, die Doris und Marvin das Leben schwer macht und an allem etwas zu kritisieren hat. Als beschlossen wurde, dass Hagar im Pflegeheim besser aufgehoben sei, ergriff sie die Flucht – nicht ohne jedoch vorher noch ihren monatlichen Rentenscheck mitzunehmen. Ziel war zunächst ein Ort am Meer, wo sie früher einige Urlaube verbracht hatten. Doch der Ort existierte nicht mehr und die ehemalige Fischfabrik war jetzt eine Ruine, die ihr notdürftig Unterschlupf bot, bis sie entdeckt wurde … Margaret Laurence (geb. 1926 in Neepawa/Manitoba, gest. 1987 in Lakefield/Ontario) war eine kanadische Schriftstellerin, die besonders durch ihre Romane und Kurzgeschichten bekannt wurde. Sie studierte an der University of Winnipeg und arbeitete anschließend als Journalistin, bis sie 1947 heiratete. Das Paar zog 1950 nach Afrika, wo ihr Mann in Somalia und Ghana arbeitete - 1957 kehrte die Familie nach Kanada zurück. 1962 trennte sich Margaret von ihrem Mann und und wechselte ihren Wohnort zwischen England und Kanada, bis sie sich 1974 endgültig in ihrem Heimatland wieder niederließ. Nachdem bei ihr Lungenkrebs festgestellt wurde, beging sie 1987 Selbstmord. Ihr Roman „Der steinerne Engel“ (The Stone Angel, 1964) erschien erstmals 1965 in deutscher Übersetzung und wurde 2021 in einer Übersetzung von Monika Baark vom Eisele-Verlag neu aufgelegt. Es handelt sich um ein Buch, das sich eindringlich mit Alter und Tod beschäftigt. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und einer Prise Humor lässt Margaret Laurence die 90jährige Hagar Shipley auf ihre Vergangenheit zurückblicken, die nicht immer einfach war. Wir erleben sie als äußerlich harte stolze Frau, hochmütig und auf sich selbst bezogen, was sie für uns Leser unsympathisch macht. Sie pocht auf ihre Würde, ist aber dabei hochmütig und verletzend – im Innern jedoch einsam und voller Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe. Der Autorin ist es hier großartig gelungen, die Abgründe der menschlichen Psyche und komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen glaubhaft zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Charaktereigenschaften ein Leben zerstören können. Fazit: Ein Roman mit zeitlosem Inhalt, der durch seine schonungslose Ehrlichkeit noch lange nachhallen wird.

90 Jahre Leben

Herbstrose aus 87772 am 10.12.2025
Bewertungsnummer: 2674177
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Der steinerne Engel“ stand einst auf dem Grab ihrer Mutter, die bei ihrer Geburt gestorben war. Jetzt ist Hagar über 90, wohnt bei Sohn Marvin und Schwiegertochter Doris und erinnert sich an ihr früheres Leben: Wie sie mit ihren beiden Brüdern beim Vater aufgewachsen ist, an ihre Heirat mit Bram Shipley, an ihr Leben mit ihm und an die Geburt und Aufwachsen ihrer beiden Söhne. Nun ist aus ihr eine demente, schrullige alte Frau geworden, die Doris und Marvin das Leben schwer macht und an allem etwas zu kritisieren hat. Als beschlossen wurde, dass Hagar im Pflegeheim besser aufgehoben sei, ergriff sie die Flucht – nicht ohne jedoch vorher noch ihren monatlichen Rentenscheck mitzunehmen. Ziel war zunächst ein Ort am Meer, wo sie früher einige Urlaube verbracht hatten. Doch der Ort existierte nicht mehr und die ehemalige Fischfabrik war jetzt eine Ruine, die ihr notdürftig Unterschlupf bot, bis sie entdeckt wurde … Margaret Laurence (geb. 1926 in Neepawa/Manitoba, gest. 1987 in Lakefield/Ontario) war eine kanadische Schriftstellerin, die besonders durch ihre Romane und Kurzgeschichten bekannt wurde. Sie studierte an der University of Winnipeg und arbeitete anschließend als Journalistin, bis sie 1947 heiratete. Das Paar zog 1950 nach Afrika, wo ihr Mann in Somalia und Ghana arbeitete - 1957 kehrte die Familie nach Kanada zurück. 1962 trennte sich Margaret von ihrem Mann und und wechselte ihren Wohnort zwischen England und Kanada, bis sie sich 1974 endgültig in ihrem Heimatland wieder niederließ. Nachdem bei ihr Lungenkrebs festgestellt wurde, beging sie 1987 Selbstmord. Ihr Roman „Der steinerne Engel“ (The Stone Angel, 1964) erschien erstmals 1965 in deutscher Übersetzung und wurde 2021 in einer Übersetzung von Monika Baark vom Eisele-Verlag neu aufgelegt. Es handelt sich um ein Buch, das sich eindringlich mit Alter und Tod beschäftigt. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und einer Prise Humor lässt Margaret Laurence die 90jährige Hagar Shipley auf ihre Vergangenheit zurückblicken, die nicht immer einfach war. Wir erleben sie als äußerlich harte stolze Frau, hochmütig und auf sich selbst bezogen, was sie für uns Leser unsympathisch macht. Sie pocht auf ihre Würde, ist aber dabei hochmütig und verletzend – im Innern jedoch einsam und voller Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe. Der Autorin ist es hier großartig gelungen, die Abgründe der menschlichen Psyche und komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen glaubhaft zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Charaktereigenschaften ein Leben zerstören können. Fazit: Ein Roman mit zeitlosem Inhalt, der durch seine schonungslose Ehrlichkeit noch lange nachhallen wird.

Zeitloser Klassiker

Nicole Korzonnek aus Hamburg am 07.02.2022

Bewertungsnummer: 1652301

Bewertet: eBook (ePUB)

Neben Margaret Atwood und Alice Munro gehört Margaret Laurence zu den drei großen kanadischen Schriftstellerinnen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von ihr noch nie etwas gelesen habe. Höchste Zeit, das zu ändern! Willkommener Anlass: seit 2020 legt der Eisele-Verlag die sogenannte Manawaka-Reihe neu aus. Ein fiktiver Ort in Kanada, in der die unterschiedlichen Geschichten spielen und der der Laurences Heimatstadt nachempfunden ist. “Der steinerne Engel” ist der erste der fünf Manawaka-Romane und erschien erstmals im Jahr 1965. Wie es bei großer Literatur aber nun mal so ist, könnte die Geschichte rund um die über 90-jährige Hagar Shipley auch im Hier im Jetzt spielen. Einzig das Fehlen moderner Kommunikationsmittel und der Umstand, dass ihr ältester Sohn im Ersten Weltkrieg kämpfte, verorten den Roman zeitlich. Ansonsten ist er tatsächlich beeindruckend zeitlos. Was nicht zuletzt an dem Umstand liegt, dass Margaret Laurence hier ein wundervolles Menschenporträt gelingt. Hagar Shipley kann aufgrund ihres hohen Alters den Alltag nicht mehr ganz so reibungslos bewältigen. Seit Jahren wohnt sie mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter zusammen. Und weil das Leben mit Hagar immer umständlicher wird, wollen die beiden sie ins Heim bringen. Hagar wehrt sich. Mit Händen und Füßen, aber auch mit ihrem starken Willen und ihrem großen und vor allem lockeren Mundwerk. Der Kampf um die Aufrechterhaltung des Ist-Zustands und die damit einhergehende Leugnung des eigenen gesundheitlichen und geistigen Befindens lösen bei Hagar Erinnerungen aus. Sie lässt ihr Leben Revue passieren. Und so lernt man als Leser:in eine ebenso dickköpfige wie resolute Frau kennen, die gerne mal Konventionen missachtet und Grenzen überschreitet. Eigentlich ist Hagar eine recht unsympathische Frau, die man aufgrund ihrer Ehrlichkeit aber herzlich sympathisch findet. Sie ist eine Frau aus dem Alltag, von nebenan. Ein Leben, wie es normaler nicht sein könnte. Und doch ist sie mit ihren Gefühlen und Gedanken einzigartig. Ein großer Roman, der mich sehr berührt und mitgerissen hat. Umso mehr freue ich mich, dass mit “Eine Laune Gottes” nun bald der nächste Manawaka-Roman von Margaret Laurence bei Eisele neu aufgelegt wird.

Zeitloser Klassiker

Nicole Korzonnek aus Hamburg am 07.02.2022
Bewertungsnummer: 1652301
Bewertet: eBook (ePUB)

Neben Margaret Atwood und Alice Munro gehört Margaret Laurence zu den drei großen kanadischen Schriftstellerinnen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von ihr noch nie etwas gelesen habe. Höchste Zeit, das zu ändern! Willkommener Anlass: seit 2020 legt der Eisele-Verlag die sogenannte Manawaka-Reihe neu aus. Ein fiktiver Ort in Kanada, in der die unterschiedlichen Geschichten spielen und der der Laurences Heimatstadt nachempfunden ist. “Der steinerne Engel” ist der erste der fünf Manawaka-Romane und erschien erstmals im Jahr 1965. Wie es bei großer Literatur aber nun mal so ist, könnte die Geschichte rund um die über 90-jährige Hagar Shipley auch im Hier im Jetzt spielen. Einzig das Fehlen moderner Kommunikationsmittel und der Umstand, dass ihr ältester Sohn im Ersten Weltkrieg kämpfte, verorten den Roman zeitlich. Ansonsten ist er tatsächlich beeindruckend zeitlos. Was nicht zuletzt an dem Umstand liegt, dass Margaret Laurence hier ein wundervolles Menschenporträt gelingt. Hagar Shipley kann aufgrund ihres hohen Alters den Alltag nicht mehr ganz so reibungslos bewältigen. Seit Jahren wohnt sie mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter zusammen. Und weil das Leben mit Hagar immer umständlicher wird, wollen die beiden sie ins Heim bringen. Hagar wehrt sich. Mit Händen und Füßen, aber auch mit ihrem starken Willen und ihrem großen und vor allem lockeren Mundwerk. Der Kampf um die Aufrechterhaltung des Ist-Zustands und die damit einhergehende Leugnung des eigenen gesundheitlichen und geistigen Befindens lösen bei Hagar Erinnerungen aus. Sie lässt ihr Leben Revue passieren. Und so lernt man als Leser:in eine ebenso dickköpfige wie resolute Frau kennen, die gerne mal Konventionen missachtet und Grenzen überschreitet. Eigentlich ist Hagar eine recht unsympathische Frau, die man aufgrund ihrer Ehrlichkeit aber herzlich sympathisch findet. Sie ist eine Frau aus dem Alltag, von nebenan. Ein Leben, wie es normaler nicht sein könnte. Und doch ist sie mit ihren Gefühlen und Gedanken einzigartig. Ein großer Roman, der mich sehr berührt und mitgerissen hat. Umso mehr freue ich mich, dass mit “Eine Laune Gottes” nun bald der nächste Manawaka-Roman von Margaret Laurence bei Eisele neu aufgelegt wird.

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