Chronische Schmerzen werden immer noch unzureichend behandelt, die Lage von Schmerzpatienten ist trist: fehlende Therapien, bürokratische Hürden, Unverständnis bis hin zu Ausgrenzung. Das Buch macht bewusst, dass Schmerzen zu einer eigenständigen Krankheit werden können. Patienten, Ärzte, Therapeuten und Selbsthilfegruppen kommen zu Wort, und alle sind sich einig: Schmerzpatienten brauchen mehr Unterstützung und auch Hilfe zur Selbsthilfe.
Mit der ICD-11 der WHO, die Schmerz als Krankheit festschreibt, besteht Hoffnung auf einen Wandel. Damit können die Rahmenbedingungen für Schmerzzentren, die Vernetzung von Ärzten und Therapeuten sowie interdisziplinäre Behandlungen geschaffen werden.
Der erfahrene Schmerzarzt Martin Pinsger und der Medizinjournalist Thomas Hartl beleuchten umfassend die Thematik Schmerz und verweisen auf die Notwendigkeit der Akzeptanz von Schmerz als eigene Krankheit.
Ein Buch, das wachrüttelt und dem Thema Schmerz in unserer Gesellschaft einen neuen Stellenwert gibt.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Traiskirchen
5/5
11.03.2021
eBook (ePUB)
Persönliche Leseempfehlung- Top Thema und längst überfällig
Absolut lesenswert. Denn diese Thematik (be)trifft uns früher, oder später alle...und zum Glück wird hier deutlich gemacht, dass es in der Schmerzbehandlung viel zu große Mankos gibt. Was sich unbedingt ändern muss und längst überfällig ist!!!
Die meisten Menschen werden im Laufe ihres Lebens erfahren, was es bedeutet Schmerzen zu haben und wie quälend diese sein können. In der Mehrzahl der Fälle sind diese vorübergehend und gut behandelbar.
Doch das ist nicht immer der Fall. Im Gegenteil sogar, es gibt immer mehr chronische Schmerzpatienten/Schmerzpatientinnen, die selbst nach etlichen verschiedenen Behandlungsversuchen keinerlei Besserung, oder zumindest ausreichend Linderung erfahren können. Oftmals selbst nach mehreren operativen Eingriffen nicht. Häufig wird dabei sogar eine zusätzliche Verschlechterung hervorgerufen. Bis man irgendwann einfach fallen gelassen und zum Psychiater/Psychologen geschickt wird.
In dem Buch wird die teils völlig fehlende, oder absolut unzureichende Behandlung von chronischen Schmerzpatienten/Schmerzpatientinnen thematisiert. Einige Kapitel wurden den persönlichen Geschichten Betroffener zur Verfügung gestellt. Um sich und stellvertretend allen Leidensgenossen/Leidensgenossinnen, endlich das dringend notwendige Gehör und die öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen, die Ihnen allen zumindest zustehen sollte.
Denn es geht hierbei um enorm viel und ist somit ein unvorstellbar wichtiges Anliegen.
Auch das wirtschaftliche Interesse sollte sich auf diese Thematik richten. Vor allem chronische Rücken- und Kopfschmerzen führen zu einer verfrühten Arbeitsunfähigkeit. Gleichzeitig entstehen dadurch negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und es wird mehr finanzielle Hilfe für Betroffene vom Staat benötigt. Eine Kette ist bekanntlich nur so stark, wie ihr schwächstes Glied.
Verständlicher Weise ist das mediale Interesse hauptsächlich mit den aktuellsten Themen beschäftigt.
Doch das hier ist ebenfalls ein, bedauerlicher Weise, ständig aktuelles tagtägliches Thema für alle Betroffenen. Das sich jenen zumeist schon seit vielen Jahren erbarmungslos aufdrängt, ohne jemals eine Pause einzulegen.
Die meisten von uns verbüßen, zum jetzigen Stand der Medizin, unschuldig, eine ziemlich ausweglose, lebenslange Inhaftierung.
Die Zellen sind nur so groß, wie unsere Körper.
Mit härteren, weitaus einschneidenderen Einschränkungen, als jeglicher Pandemie bedingte Lockdown.
Eine "Leben" als SchmerzpatientIn geht zudem einher mit
*Einer ständigen körperlichen Einschränkung/Behinderung, ausgelöst durch chronische Schmerzen
*Existenziellen (Verlust-)Ängsten
*Verlust der Arbeitsfähigkeit,
*finanziellen Nöten,
*Angewiesenheit auf finanzielle Unterstützung und die stete Hilfe, Betreuung und Pflege von Dritten,
*Sozialer Isolation und der
*Unerträglichen Unfähigkeit, die erhaltene Lebenszeit, wirklich ausleben zu können...so frei und selbstbestimmt wie möglich.
Dadurch verliert das Leben immer mehr an Qualität, bis es irgendwann zu einer unerbittlichen Dauerfolter verkommt.
Der Kampfgeist lässt mit der Zeit immer mehr nach.
Wenn die Suche nach Linderung und Hilfe einzig und allein :
*"Falsche* Versprechen,
*einen leeren Geldbeutel und *etliche Enttäuschungen bringen.
Irgendwann weicht all das einer unvorstellbaren, nahezu hoffnungslosen Erschöpfung, sowie kraftloser Müdigkeit.
Die vermeintlich chancenreichste Hoffnung auf Besserung, wird im Laufe der Jahre, eine gnädig geringe Lebenserwartung.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die medizinische Forschung sich in näherer Zukunft mehr mit dem Thema Schmerz befasst ist derzeit eher unwahrscheinlich....
Das, obwohl niemand vor einem solchen Schicksal wirklich jemals gefeit ist. Alle Menschen können jederzeit zu chronischen Schmerzpatienten/Schmerzpatientinnen werden, oder zu Angehörigen Betroffener. Mit allen dazugehörigen Problemen und etlichen negativen Aspekten. Deshalb sollte jeder an dieser Thematik persönlich interessiert sein. Denn ein Unfall, oder eine Erkrankung kann jeden, jederzeit treffen, sodass von jetzt auf gleich alles völlig aus dem Ruder läuft und nichts mehr so funktioniert und gelingt, wie zuvor.
Bewertung
aus Baden
5/5
04.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Krankheit Schmerz
Ich selbst bin Patient von Dr.Martin Pinsger (Facharzt für Orthopädie im Schmerzkompetenzzentrum Bad Vöslau) und kann mich den Schilderungen von diversen Schmerzpatienten inhaltlich voll anschließen.
Das Buch zeigt deutlich auf, dass die Krankheit Schmerz in unserer Gesellschaft zuwenig Beachtung findet und ein Schmerzpatient ständig auf der Suche nach einem Arzt ist der helfen kann.
Mit Hilfe des Buches ist nachzuempfinden, dass man nicht der einzige Patient ist, der einen Teil seines Lebens mit Schmerzen verbracht hat und es doch Möglichkeiten und Therapien gibt, den Schmerz zu reduzieren oder lernen, mit ihm zu leben.
Mit dem Schmerz wird man nicht alleine gelassen, Dr. Pinsger nimmt sich die Zeit und versucht, die Ursachen für den Schmerz zu finden.
Es ist schon ein berührendes Gefühl, plötzlich Ernst genommen zu werden und nicht als Hypochonder im Regen stehen gelassen zu werden. Zu diesem großartigen Mediziner ist das Vertrauen sofort vorhanden.
Das Buch beleuchtet das Thema Schmerz einmal von einer anderen Seite und ist daher für alle interessant, auch wenn man sich nicht als Schmerzpatient sieht.
Bewertung
5/5
26.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schmerz: Hilfe zur Selbsthilfe
Der Inhalt des Buches "Krankheit und Schmerz" von Martin Pinsger und Thomas Hartl ist äußerst beeindruckend und lehrreich. In der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Ursachen von Schmerzen, finden sicherlich viele Schmerzgeplagte ihre eigene Vergangenheit und mögliche Erklärungen für ihren Schmerz. Die Beschreibung der Wichtigkeit der Selbsthilfen sowie allfällig notwendiger Veränderungen in der Lebenseinstellung und/oder des Lebensumfeldes, gibt Mut und Zuversicht, "den Schmerz" auch selbst auflösen zu können. Die beschriebenen Beispiele von Patienten, aus der Eigenerfahrung und von anderen Fachexperten sind eine wertvolle Bereicherung.
Bewertung
aus Lend
5/5
26.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartiges Buch von einen Hervorragenden Arzt
Absolut zum Empfehlen für Patienten und Ärzte
Die meisten Menschen werden im Laufe ihres Lebens erfahren, was es bedeutet Schmerzen zu haben und diese über Jahre hinweg. Die Erzählungen in diesem Buch zeigen es. Doch das ist nicht immer der Fall. Im Gegenteil sogar, es gibt immer mehr chronische Schmerzpatienten/Schmerzpatientinnen, die selbst nach etlichen verschiedenen Behandlungsversuchen oder operativen Eingriffen keinerlei Besserung, oder zumindest ausreichend Linderung gekommen ist. In dem Buch wird die teils völlig fehlende Unzureichenden Behandlung von chronischen Schmerzpatienten/Schmerzpatientinnen beschrieben und deren langer Leidensweg.
Sehr gut finde ich am Buch Ende die Kontakt Adressen und Endnoten zum Nachschauen!
Ich kann mich hier nur den sehr guten Rezensionen anschließen!
Ich kann nur sagen es gehört viel Wissen und Praxis dazu so ein Buch zu schreiben Hr. Dr. Pinsger hat beides davon.
Bewertung
aus Deutschkreutz
5/5
26.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
KRANKHEIT SCHMERZ - Endlich Hilfe für Patienten
Mit diesem Buch ist den beiden Autoren Dr.Martin Pinsger und Dr.Thomas Hartl wieder ein geniales Werk gelungen.
(Erstes Buch: " Dem Schmerz entkommen" ist bereits ein äußerst wertvolles Nachschlagwerk für alle Schmerzpatienten, aber auch für Verantwortliche im Gesundheitswesen!)
Anhand der Leidensgeschichten einiger Patienten vermittelt es die Tragweite der Schmerzproblematik. Viele betroffene Schmerzpatienten werden sich wahrscheinlich in beschriebenen Situationen wiederfinden, sowohl bei der Suche nach geeigneter ärztlicher Hilfe, als auch in Bezug auf diverser Behördengänge. Hilfreich sind die angeführten Tipps von Arzt, Therapeut und Schmerzverein.
Dr.Pinsger, sein Team und der Schmerzverband setzen sich unermüdlich dafür ein, dass der chronische Schmerz endlich von der WHO als eigenständige Krankheit anerkannt wird. Von der dringenden Notwendigkeit wird man in diesem Buch vollkommen überzeugt.
Eigentlich sollte dieses Werk in allen Bereichen des Gesundheitswesens und in der Politik zum Einsatz kommen. Besonders für Schmerzpatienten ist es ein wichtiges Medium, weil es Trost und Hoffnung vermittelt.
Viel Leid könnte vermieden werden , wenn man sich mit der Thematik Schmerz so auseinandersetzt,wie es Dr.Pinsger beschreibt und an seinen Patienten erfolgreich praktiziert.
HERZLICHE GRATULATION ZU DIESEM WERTVOLLEN WERK!!!
Viel Kraft, Mut, Gesundheit und Segen für ihr Wirken!
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