Georg Cassanders Irenik im Taufdisput des 16. Jahrhunderts
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
07.07.2021
Verlag
AschendorffSeitenzahl
371
Maße (L/B/H)
23,4/15,4/3,2 cm
Gewicht
765 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-402-11615-9
Galt diese Milde und Besonnenheit auch den Täufern? Deren fundamental anderes Taufverständnis verlangte auf katholischer wie reformatorischer Seite eine systematisch-theologische Absicherung der Kindertaufe, und damit zugleich eine genauere Bestimmung des Verhältnisses von Schriftzeugnis und kirchlicher Tradition.
Cassander steht mitten drin in dieser Diskussion und legt in seiner auffallend unpolemischen Art jene Fäden aus, die in der Gegenwart, da die Kindertaufe neuerdings begründungspflichtig wird, wieder aufzugreifen sind.
Mehrfach disputierte er mit inhaftierten Täufern und hielt die Debatten in Protokollen fest. Als Resümee und Grundlage für weitere Streitgespräche verfasste er seine Schrift „De Baptismo Infantium“.
Diese Texte werden daraufhin befragt, bis zu welchem Grad Cassander bereit war, die Glaubenslehren und -praktiken der Täufer mit in sein Konzept eines „Königsweges“ zwischen den Konfessionen aufzunehmen. Bot die Prämisse von der Heilsnotwendigkeit der Taufe hier überhaupt einen Spielraum? Zugleich ergeben sich neue Einblicke in die Biographie Cassanders, das niederrheinische Täufertum und die Religionspolitik in Jülich-Kleve-Berg.
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