Reiseliteratur und Geschlechterdifferenz im 19. Jahrhundert in "Eine Frauenfahrt um die Welt" von Ida Pfeiffer
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
16.02.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-346-33276-9
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das private Reisen ein ausgesprochen männliches Privileg. Reisende Frauen gehörten auch im 19. Jahrhundert noch eher zu den Ausnahmen. Die zeitgenössische gesellschaftliche Geschlechterkonzeption mit ihrem tradierten Frauenideal hatte keinen Platz für weibliche Selbstbestimmung. Nicht viele Frauen begehrten gegen das herrschende bürgerliche Patriarchat auf. Und nur wenige unternahmen selbstbestimmt, autonom Reisen.
Eine dieser ungewöhnlichen Frauen, die als Reisende in diese bis dahin traditionell den Männern vorbehaltene Domäne eindrang, war die Österreicherin Ida Pfeiffer. Obwohl sie nicht um das Schreiben willen reiste, hatte sie in fünf umfangreichen Publikationen die Erlebnisse und Erkenntnisse, die sie auf all ihren Unternehmungen erfahren, gesammelt und in Tagebüchern notiert hatte, erfolgreich und zumeist untere ihrem eigenen Namen veröffentlicht. Auch weibliche Autorschaft war zu Ida Pfeiffers Zeit aufgrund des geltenden Rollenkonzeptes ein eher seltenes Phänomen. Insbesondere Veröffentlichungen unter dem eigenen weiblichen Namen waren unüblich, sodass ihre publizistischen Aktivitäten als eine weitere Außergewöhnlichkeit betrachtet werden können. Sie interessierte sich für alles ihr Fremde, Exotische. Ihren Wissensdurst beschränkte sie nicht auf einige wenige ausgewählte Zielorte, sondern führte sie durch die ganze Welt. Fremde Kulturen und Menschen, ihr Alltagsleben, ihre Lebenswelten, Bräuche und Sitten gehörten zu ihren Desideraten. Ihre Publikationen, wie Reiseberichte überhaupt, erfreuten sich nicht nur bei einer breiten Leserschaft großer Beliebtheit. Sie leisteten auch der Ethnographie, der Geologie und anderen Wissenschaften willkommene und gute Dienste.
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