Schwert und Magie beherrschen das Reich Castellia. Das Schicksal des jungen, abenteuerlustigen Magiers Alrik verwebt sich eng mit dem Aufstieg Palhelms, der Stadt der Paladine. Aufbau und Niedergang, Zusammenhalt und Verrat, Kampf und Krieg, Liebe und Tod. All das erlebt er dort, all das verändert ihn. Das Spiel um die Macht in der Stadt und im Land ficht er mit anderen Drahtziehern aus: Feinde, offene wie verdeckte, Verbündete und Freunde, manche mächtiger, manche klüger, manche reicher. Aber sie alle haben nicht das, was Alrik in die Waagschale werfen kann, ... den Segen der Weberin! Ist es Alrik, der in Palhelm die Strippen zieht, oder tanzt auch er selbst nach den Regeln eines noch größeren Intriganten, des Mannes im Schatten?
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Neukieritzsch
4/5
26.05.2021
Buch (Taschenbuch)
gelungene Fortsetzung
Nach einem gelungenen Auftakt, war klar, dass auch die Fortsetzung um Alrik Stiefeldruck einziehen musste. Der junge Magier hatte schon im ersten Teil viel erlebt und somit war ich gespannt, wie es in Teil Zwei weitergehen würde.
Die Handlung knüpft 10 Monate nach dem Krieg der Anhänger Xaraneas gegen Mortex an. Alrik wurde wieder als Stadtrat in Palhelm eingesetzt. Allerdings ist das Vertrauen in ihn stark erschüttert nach den vergangenen Geschehnissen und seiner Rolle dabei. Erst wollte Alrik die Stadt verlassen, doch nach reiflicher Überlegung bleibt er nun. Einfach hat er es dabei nicht, allerdings bringt eine Bedrohung von außerhalb vorerst den Zusammenhalt der Stadt. Allzu lang hält dies aber nicht an, denn Alrik muss sich einen Kampf auf Leben und Tod stellen. Sein einziges Problem ist das allerdings nicht. Die Frage ist doch, wie lange wird er durchhalten und will er so ein Leben wirklich für immer führen?
Auch in Teil 2 folgen wir Alrik und seinem Leben. Wenn man überlegt, dass er zu Beginn als Jemand in Erscheinung tritt, der nicht wirklich mit seiner Magie umgehen kann, nun diese sehr gut beherrscht und dann Stadtrat in Palhelm ist, hat Alrik einiges erreicht in seinem Leben. Ich muss gestehen, dass mich das Leben und der Werdegang des jungen Mannes wirklich interessiert haben, aber stellenweise wäre es schön gewesen, wenn die Handlung etwas spannender gewesen wäre. Es hielten sich leider ein paar Längen im Verlauf auf und ich hatte trotzdem ab und zu das Gefühl, auf der Leitung zu stehen, weil ich nicht verstand, worum es gerade ging. Ist ja aber wieder ein persönliches Problem. Super war definitiv, wenn es zur Sache ging, dann ordentlich. Mir stößt allerdings auch die "Liebesgeschichte" etwas auf. Hatte ich zu Beginn eine Ahnung, war ich doch mit dem Verlauf bis zu einem gewissen Punkt zufrieden. Nur um dann zu denken: Echt jetzt?
Alrik glänzt mit viel Einfallsreichtum, auch wenn ich jetzt so am Ende der Dilogie, nicht wirklich weiß, was ich von ihm halten soll. Er bewegt sich für mich in einer Grauzone und ich weiß nicht so recht, auf welcher Weite er nun stand. Eine Stelle ist mir im Gedächtnis geblieben und die beschreibt ihn ganz gut: "Ich befand mich nicht für wahnsinnig. Skrupellose, durchtrieben? Ja. Wahnsinnig ? Nein."
Die Außenwirkung mag aber durchaus eine andere sein. Ich für meinen Teil saß stellenweise mit offenem Mund da und dachte mir: Was ist nur aus dir geworden Alrik?
Fazit
In seinen Tagebüchern lässt Alrik den Leser, an seiner Entwicklung teilhaben. Die mal besser und mal schlechter war. Man verbringt viel aufregende Zeiten mit ihm, aber auch eher fragwürdige. Zum Ende hin, lässt er sich nicht lumpen und ich bin dankbar, dass es schlussendlich nicht so kam, wie gedacht. Eine wohl durchdachte und komplexe Geschichte findet hier eine Ende, das absolut passend ist. Wenn man sich auf ein paar Längen einlassen kann, wird man hier mit einer guten Story belohnt. Von mir gibt es 4 Sterne.
A. Schneider
4/5
21.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Welche Pläne werden in Palhelm verfolgt?
Meinung:
Zum Ersten freue ich mich, dass Drahtzieher und Dunkelmänner ein neues Gewand erhalten hat. Sowohl das Cover von Band 2 als auch ein neues Cover für den ersten Band. Super schön und endlich wird das Äußere dem Inneren gerecht!
Auch in Band 2 von Drahtzieher und Dunkelmänner hat mir vor allem Alrik wieder gefallen. Er ist und bleibt eine eher denkende als fühlende Person, und für mich eine durch und durch zwielichtige und damit sehr spannende Figur, bei der man nie so recht weiß, ob seine Pläne funktionieren, oder zum Scheitern verurteilt sind.
Aber auch die Nebencharaktere aus Band 1 bekommen in Band 2 mehr Tiefe, Dinge, die in Band 1 angesprochen wurden und von denen ich mir etwas mehr gewünscht hätte, wurden weiter gesponnen und erklärt. Das hat mir sehr gut gefallen, gerade, da es diese große Welt noch weiter ergänzt, ihr Geschichte und Lebe verleiht.
Die Handlung hat mir ebenso gefallen. Wenngleich sie mehr aus in sich geschlossenen kleineren Szenen besteht und nur im groben Geflecht auf einen Höhepunkt am Ende des Buches hinausläuft. Alle Handlungen haben durchaus ihre Konsequenz, wenn auch nicht immer die, welche man erwartet.
Schade fand ich, dass manche Erkenntnisse etwas aus dem Nichts gezogen wurden wichtige Ereignisse, die man durch Arik später erfährt, Vorkehrungen, die er irgendwann mal getroffen hat, von denen man zu dem Zeitpunkt aber nichts gelesen hat. Dies hätte man durchaus etwas schöner „organisieren“ können. So wirken Lösungen manchmal etwas aus dem Hut gezaubert.
Das Zusammenspiel der Charaktere, Alrik als Hauptfigur und der Handlung lassen den Leser nie so recht wissen, was nun wirklich gut und böse ist, was wirklich schwarz und was weiß. Wer ist der Gute, wer der Böse. Es variiert je nach Szene und je nach Handlungen der Charaktere, je nach Blickwinkel des Lesers. Diesen Umstand mochte ich bereits in Band 1 und dieser wird hier intelligent weitergeführt.
An den Schreibstil muss man sich sicherlich erst gewöhnen. Bestehen die einzelnen Kapitel immer nur aus Episoden aus Alriks Leben, die einem wichtige Lebensabschnitte schildern (was sehr gut zu dem Konzept des Tagebuchs passt und diesen Stil wunderbar ergänzt). Zwischen den Episoden liegen teilweise ziemlich große Zeitsprünge – teils mehrere Jahre -, welche lediglich in einem Nebensatz erwähnt werden.
So hat man einige unwichtigere Jahre übersprungen und kommt zum nächsten Ereignis mit einem älteren Alrik. Für mich – die immer ihre Schwierigkeiten hat, wenn Charaktere plötzlich älter werden, die Welt um sie herum sich verändert – zu Beginn etwas schwer, aber man gewöhnt sich dann doch relativ schnell daran, sich nicht auf den Ist-Zustand festzulegen.
Auch Band 2 hätte eine Entschlackung gut getan. So hat man viele Szenen oder Dialoge, die zur Handlung oder zum Charakterbild nicht so arg viel beitragen. Diese doch sehr schleppenden Szenen zu entschärfen, hätte das Buch um einiges dynamischer gestaltet.
Fazit:
Auch Band 2 der Drahtzieher und Dunkelmänner hat mich mit sehr viel Witz zum Schmunzeln gebracht und mich mit der zweischneidigen Handlung gut unterhalten.
Die fantastische Welt aus Band 1 wird weiter ausgebaut, man bekommt mehr von der Welt außerhalb Palhelm erklärt und interessante neue Einblicke. An manchen Stellen hat Band 1 das gleiche Problem wie sein Vorgänger – es wird manchmal etwas zu viel zu lang und zu breit („tot“-)erklärt. Hier hätte es gutgetan, diese Szenen zu entschlacken. (Gerade die Philosophie über Alriks Leitspruch.)
Ebenso wie in Band 1 war der Schreibstil gewöhnungsbedürftig, aber sehr gut und auch bildlich und abwechslungsreich. Wenn man sich an die vielen Zeitsprünge gewöhnt hat, genießt man die zahlreichen Episoden in Alriks Leben. Wieder ist der Stil locker und mit viel Humor ausgestattet.
Großer Pluspunkt ist auch in Band 2 die Handlung. Wer ist gut, wer ist böse, gibt es diese Klassifizierung überhaupt? Alrik bleibt für mich der zwielichtige Sympathieträger der Geschichte und das zu schaffen, verdient ein großes Lob an den Autor.
Gut fand ich auch, dass die Nebenfiguren aus Band 1 weiter eine wichtige Rolle spielen, sich entwickeln und auch Dinge, die in Band 1 nur angesprochen wurden, noch weiter ausgebaut wurden.
Bewertung
aus Eisenach
4/5
16.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Dunkelelfenmagie
Als Stadtrat in Pelhelm sieht Alrik einer sicheren und allseits geachteten Zukunft entgegen. Zumindest sollte man das annehmen. Hinter den Kulissen ist die Lage jedoch komplizierter. Zum einen sind sich die Stadträte selten einig, zum anderen tragen ihm manche auch seine Vergangenheit nach. Zunächst zwingen äußere Feinde die Stadt jedoch zum Zusammenhalt. Doch die Jahre und manche Enttäuschung zermürben Alrik zunehmend. Will er dieses Leben wirklich bis ins hohe Alter führen?
Verfolgte Jürgen W. W. Modlich den Lebensweg seines Protagonisten Alrik im 1. Band der „Drahtzieher und Dunkelmänner“ („Mit Schwert, Magie und dem Segen der Weberin“) über mehrere Jahre von dessen Jugend bis zum sozialen Aufstieg zum Stadtrat Palhelms in epischer Breite, so setzt er dies in diesem Band bis ins Alter des Helden fort. Dabei werden natürlich wie bereits in Band 1 teilweise ganze Jahre in einem Nebensatz abgehandelt. Trotzdem würde auch hier wieder eine Straffung dem Werk an manchen Stellen zugutekommen. Der Lebensweg des Protagonisten bleibt aber – ebenfalls wie in Band 1 – interessant. Immer neue Wendungen sorgen dafür, dass der Leser immer tiefer in eine stimmig wirkende Fantasy-Welt eintauchen kann, die immer neue Details preisgibt. Dabei kommt es auch zu unerwarteten Wiedersehen. Was allerdings auch auffällt, ist, dass öfters Vorkehrungen erwähnt werden, die der Protagonist vor Jahren auf Verdacht in die Wege geleitet hat, die zum fraglichen Handlungszeitpunkt aber nicht einmal angedeutet wurden. Da fände ich es gelungener, wenn diese vorausschauenden Unternehmungen zumindest schon angerissen worden wären.
Stilistisch bleibt der Autor natürlich beim im 1. Band Eingeführten. Alrik tritt weiterhin als Ich-Erzähler auf. Das ändert sich nur im letzten Kapitel, was beim Leser zu diesem Zeitpunkt der Handlung eine bestimmte Vermutung nahelegt.
Fazit:
Band 2 beendet die epische Lebensgeschichte des Magiers Alrik. Eine gewisse Straffung könnte dem Werk auch hier wieder von Vorteil sein.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.