Chruschtschows Putsch Das Ende der sozialistischen Politik und die Sabotage der UdSSR
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
01.03.2021
Verlag
Zambon Verlag & VertriebSeitenzahl
160
Maße (B/H)
20,5/14 cm
Gewicht
250 g
Farbe
Kaffee
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-88975-255-0
Was die Sowjetgeschichte angeht, so wird bis heute über eine ganze Reihe von Dingen hartnäckig geschwiegen, die sich damals, Anfang der fünfziger Jahre zugetragen haben. Oder es wird einfach eine bestimmte Lesart verbreitet, die als „Fakt“ gehandelt wird. Kontroverse Debatten zu historischen Ereignissen finden in den Medien nicht statt. Geschichtsbilder werden von oben dekretiert. Eine Lesart gilt. Man soll nicht wissen, man soll glauben und das Geglaubte ist dann „mein Wissen“.
Nikita Chruschtschow, der Nachfolger Stalins, wird im Allgemeinen das „Verdienst“ zuerkannt, mit der „Diktatur Stalins“ aufgeräumt zu haben, so dass man ihn positiv wahrzunehmen hat. Er war ein menschlicher Kommunist ganz nach unserem Geschmack, Stalin dagegen war kalt und unbarmherzig, ein Tyrann halt, der all seine Gegner in Lager einsperrte oder sie gleich umbringen ließ. Stalin war böse, Chruschtschow war es weniger, und Stalins Vertrauter Berija, sein furchterregender Geheimdienstmann, sein Himmler, sei sogar ein Monster gewesen, das kleine Mädchen auf der Straße abfing, um sie dann zu Hause zu vergewaltigen. Kein Scherz, es wurde wirklich über ihn von Chruschtschow & Co. behauptet. Über niemand ist so viel Schmutz abgeladen worden wie über ihn, noch nicht einmal über Stalin selbst. Von diesem „Monster“ namens Lavrenti Pavlowitsch Berija ist in diesem Buch übrigens sehr viel die Rede. Wer also Bekanntschaft mit ihm machen möchte, dem sei das Buch empfohlen.
Aber was hat sich damals wirklich nach Stalins völlig unerwartetem Tod (der natürlich ein natürlicher Tod zu sein hat!) im März 1953 in Moskau zugetragen? Was ist darüber bekannt gemacht worden durch unsere Staats-Historiker? Aber auch die russische herrschende Meinung ist da kaum anders. Die herrschende Lesart: „Nach Stalins Tod sollte mit dem Personenkult Schluss sein, eine kollektive Führung sollte ran, und Chruschtschow wurde dann schließlich zum neuen Generalsekretär der kommunistischen Partei gewählt. Sein Konkurrent Berija wurde entmachtet, weil rauskam, dass er alle bespitzelte und weil er ein Verbrecher war.“ Punkt. Mehr brauchen wir nicht zu wissen. Alles ging mit rechten Dingen zu. Chruschtschow war legitimiert. Und die staatstreue deutsche Linke hat die Chruschtschowschen Lügen alle brav mit verbreitet und unter die Leute gebracht und tut dies heute noch, darunter die heutigen DDR-Nostalgiker und die DKP, die weiterhin unverdrossen über die Vorgänge von damals den Mantel des Schweigens legen, um „ihren Chruschtschow“, den Freund Walter Ulbrichts, zu retten.
Das vorliegende Buch blickt hinter die Kulissen und beleuchtet das, was sich wirklich damals zugetragen hat, dass dieser „menschliche Kommunist Chruschtschow“ mit Hilfe von Georgi Zhukow, dem „Helden der Sowjetunion“, am 26. Juni 1953 einen blutigen Putsch organisierte, um danach eine Politik einzuleiten, die vom erfolgreichen, antiimperialistischen Weg der Sowjetunion unter Stalin wegführte, um nach und nach immer mehr Elemente der „Marktwirtschaft“, also des Kapitalismus, in die sowjetische Wirtschaft einzuführen. Endlich der lang ersehnte „demokratische und menschliche Sozialismus“! Welche Folgen dieser neue Kurs hatte, wird in dem Buch aufgezeigt: Chruschtschow liquidierte über mehrere Jahre hinweg alle Anhänger Stalins, ließ sie durch Scheingerichte hinrichten oder zumindest aus der Partei ausschließen, darunter auch Molotow, veranstaltete zwei blutige Massaker gegen Demonstranten in Georgien und im Nordkaukasus, desorganisierte die sowjetische Wirtschaft, spaltete die kommunistische Partei in zwei Teile, und seine Landwirtschaftspolitik führte Anfang der sechziger Jahre dazu, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Sowjetunion Getreide aus westlichen Ländern eingeführt werden musste, es begann die Verschuldung an die westliche Finanzmafia, er rüstete einseitig ab und erntete damit den Beifall der westlichen Qualitäts-Medien. Die ersten Schlangen vor den Geschäften waren in der Chruschtschow-Zeit zu sehen, die Unzufriedenheit wuchs in der Bevölkerung, aber die Zufriedenheit auf den Gesichtern jener, die dem Kommunismus ohnehin nicht wohlgesonnen sind, ebenfalls...
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