Produktbild: Kronsnest

Kronsnest Roman

39

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

3117 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783865327611

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

3117 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783865327611

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  • https://lieslos.blog/

    4/5

    28.06.2021

    eBook (ePUB)

    Berührende Familien- und Entwicklungsgeschichte vor interessanter zeitlicher Kulisse.

    Der 1966 geborene Autor Florian Knöppler hat seinen Debutroman in der Elbmarsch angesiedelt. Er kennt sich in dieser Region gut aus, da er selbst seit einigen Jahren mit seiner Familie auf einem Hof in Schleswig-Holstein lebt. Seine Geschichte spielt allerdings nicht in der Gegenwart, sondern in der Umbruchphase der späten 1920-er Jahre, in der sich tiefgreifende politische Veränderungen vollzogen und in der die Wirtschaftskrise so manch einem das Leben schwer machte. Völlig unaufgeregt erzählt Florian Knöppler die Geschichte des 15-jährigen feinfühligen und v. a. zu Beginn unsicheren und verletzlichen Bauernsohns Hannes, der den Härten der Zeit, des bäuerlichen Lebens und den erschwerten Bedingungen mit einem nicht selten cholerischen und im Verlauf alkoholkranken Vater ausgesetzt ist. Seinem Vater, der roh, launisch und oft jähzornig und gewalttätig ist, kann er nichts recht machen. Seine eher zurückhaltende Mutter steht zwischen den beiden und versucht, zu vermitteln. Die Situation zu Hause spitzt sich zu. Anscheinend war der Vater aber nicht immer so aggressiv. Hannes, dessen Lebensweg als Landwirt vorprogrammiert ist, ist aufgrund seines eher ängstlichen und verschlossenen Auftretens den Angriffen streitlustiger Mitschüler ausgesetzt. Glücklicherweise gibt es einen wohlgesinnten Lehrer. Tagträume, Bücher und seine Liebe zu Tieren helfen ihm über die schweren Momente hinweg und als er sich in Mara, die psychisch labile Tochter eines Großbauern, verliebt, beginnt eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Hannes entfremdet sich von seinem besten Freund Thies, was das Ganze auch nicht gerade leichter macht. Der Autor, der meines Erachtens exzellent recherchiert hat, schreibt gleichzeitig lebendig sowie in einer schlichten und nüchternen Sprache, die auch von einer gewissen Poesie getragen wird. Wortkargheit, Reserviertheit und Pragmatismus der Leute werden auf diese Weise wunderbar gespiegelt. Er zeichnet überwiegend glaubwürdige Figuren mit Ecken und Kanten, die man gern kennenlernt und begleitet. Er schafft es, Spannung aufzubauen und erweckt mit stimmungsvollen Bildern Landschaft und Natur zum Leben. Ganz besonders gut gefallen hat mir die glaubwürdige, feinfühlige und detaillierte Darstellung der familiären Problematik und des Konflikts zwischen Vater und Sohn vor dem Hintergrund einer politisch und wirtschaftlich bewegten Zeit. Auch die feinsinnigen Natur- und Personenbeschreibungen haben mich überzeugt. Dass es im Verlauf hin und wieder Längen gab und dass das ein oder andere nicht ganz schlüssig und nachvollziehbar war, minderte meine Freude an der Lektüre kaum. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter! „Kronsnest“ ist gleichzeitig ein interessanter historischer Roman mit aufschlussreichen zeitgeschichtlichen Aspekten, eine bewegende und fesselnde Familiengeschichte sowie eine berührende Entwicklungsgeschichte.

  • Nordlicht liest

    aus Hamburg

    4/5

    16.03.2021

    eBook (ePUB)

    Am Anfang etwas schwergängig, belohnt aber am Ende

    Der 15 jährige Hannes ist Sohn eines Landwirts in den 1920ern. Sein komplettes Leben dreht sich um den Vater, der durch seinen unberechenbaren Jähzorn die Familie auf eine harte Probe stellt. Hannes versucht immer seinem Vater zu gefallen – arbeitet viel und aufmerksam, doch dem Vater scheint nichts recht. Die Mutter kann sich nicht entscheiden auf wessen Seite sie stehen soll und ergreift selten wirklich Partei für Hannes. Das Leben unter diesen Bedingungen ist hart und Hannes ein total verschlossener Junge der anfangs auch von den Nachbarsjungen gemobbt und geschlagen wird. Sein einziger Freund ist Thies. Thies ist groß und stark und wenn Thies in seiner Nähe ist, wird er in Ruhe gelassen. Die beiden Jungs treffen sich regelmäßig zum angeln oder helfen sich gegenseitig auf den elterlichen Höfen. Dann gibt es noch Mara, die junge Frau scheint Hannes wie ein Sonnenschein, sie ist mutig und frech und nähert sich ihm an. Sie gewinnt sein Herz im Nu und verändert damit alles in Hannes. Was er nicht weiß, auch sie hat ihr Päckchen zu tragen und nichts ist so wie es scheint. Ich hatte sehr lange Probleme in die Story zu finden. Der Schreibstil ist eher nüchtern und unaufgeregt. Es wird das Dorfleben beschrieben, die Arbeiten die Hannes verrichtet und wie die Familie so lebt. Hannes ist sehr verschlossen – und so ist auch die Erzählung. Ich konnte keinen Zugang zu ihm bekommen. Er hat sich lange niemandem geöffnet, weil er niemandem vertraut hat und so stand ich lange am Rand der Story und habe aus der Ferne zugesehen. Durch einen Schicksalschlag im Verlauf der Geschichte wird Hannes plötzlich ganz schnell erwachsen und beginnt den Mitmenschen mehr zu vertrauen. Das tat der Story unglaublich gut! Vorher hatte ich schon so meine Tiefpunkte und habe überlegt ob ich es abbrechen soll, weil nicht wirklich etwas passiert ist und ein Tag wie der andere aussah. Ab dem Moment war ich dann als Leser auch direkt an ihm dran – habe mich in ihn hereinversetzen können und mitgefühlt. Ich lese viele Liebesromane und irgendwie brauche ich das Gefühl, dass ich mich in die Protagonisten hineinversetzen kann. Die Story – vorallem wie es mit Thies und Mara weitergeht hatte mich dann komplett für sich eingenommen und ich bin froh, dass ich NICHT abgebrochen habe. Der Anfang war etwas schwergängig, aber das Ende hat mich dann wieder überzeugt. Wer eine spannungsgeladene Geschichte sucht, wo extrem viel passiert ist hier falsch, wer mehr über den sensiblen Hannes erfahren möchte – wer quasi mit ihm erwachsen werden will – der ist hier richtig. Eine ruhige Geschichte die auch zwischen den Zeilen zeigt, dass das Leben selten so spielt wie man es haben möchte, die aber auch Mut macht, dass durchhalten sich lohnt.

  • Bewertung

    5/5

    17.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Gutes tiefgründiges Buch

    Das Buch hat mich nicht nur durch die äußerst angenehme Schreibart begeistert, sondern auch durch den tiefgründigen Stil. Das Buch kann sehr emotional sein und berühren, es wirft viele Gedanken auf und zieht die Leser mit sich. Mich persönlich hat das Buch und der Autor beeindruckt und ich kann es definitiv nur weiterempfehlen, ich selbst werde es auch demnächst erneut lesen.

  • Jackolino

    5/5

    31.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Genauso könnten die 20er Jahre in Norddeutschland gewesen sein

    Hannes wächst als 15jähriger in den 20er Jahren auf dem elterlichen Hof in Kronsnest nordwestlich von Hamburg auf. Der Fluss, an dem die Kinder sich häufig treffen heißt Krückau und fließt weiter westlich in die Elbe. Es gibt reiche Bauern mit viel und gutem Land, es gibt aber auch ärmere Bauern, die sehr ums Überleben kämpfen müssen. Hannes Eltern sind eigentlich kleine Bauern, die aber versuchen, durch harte Arbeit ihren Besitz zu vergrößern. Hannes Vater hatte sehr genaue Vorstellungen von seinem Sohn und Hannes genügte ihnen nur selten. Der Vater ist gespalten zwischen gutem Willen, der Liebe zu seiner Frau und dem Vorbild des eigenen Vaters, der ihn mit harter Hand erzogen hatte und später dem Alkohol verfallen war. Er kann seine Wut nicht immer zügeln, auch wenn es ihm hinterher leid tut. Hannes selbst ist zu Beginn der Handlung noch Kind, meistens will er es seinen Eltern Recht machen. Doch hin und wieder kommt auch schon ein recht rebellischer Jugendlicher zum Vorschein, der seinem Vater Paroli bietet. Diese Vater-Sohn-Beziehung ist gut beschrieben und man kann sich die Verbitterung beider vorstellen, wenn der jeweils andere mal wieder ganz anders reagiert, als erwartet. Seine Bezugspersonen in der Schule sind Thies, der Nachbarsjunge und die Kinder des reichen Bauern von Heesen Mara und Jakob. Mara ist sein großer Schwarm, sie will er für sich gewinnen und es gelingt ihm auch. Doch auch Mara und Jakob haben Probleme. Der Hof ist in Schieflage geraten, weil er schlecht geführt wird. Der Vater ist eigentlich Kaufmann und hat von Landwirtschaft keine Ahnung. Ende der 20er Jahre beginnen die rechten Parteien auch auf dem Land immer mehr Anhänger zu sammeln. Da sind zum einen die Kommunisten und auf der anderen Seite das rechte Landvolk, das immer mehr zum Anhängsel der aufstrebenden NSDAP wird. Schlägereien auf den Straßen sind keine Seltenheit und manchmal sind auch Opfer zu beklagen. Viele Auseinandersetzungen werden nicht nur mit Worten sondern noch mit Prügeleien geführt, Hannes ist so lange Opfer der rechtsgesinnten Landjugend, bis er selbst boxen und sich zu wehren lernt. Die Situation zuhause spitzt sich zu und die Mutter steht dazwischen. Eigentlich hält sie mehr zu Hannes, ihrem Mann zeigt sie wochenlang die kalte Schulter, was ihn aber letztendlich ebenfalls in den Alkohol treibt. Ein tragischer Unfall bereitet seinem Leben ein jähes Ende. Florian Knöppler schildert das tägliche Leben der Familie Thormälen auf eindrückliche Art und Weise. Die Bauern hatten kaum den ersten Weltkrieg mit den großen menschlichen Verlusten überstanden, da kam die unstete Weimarer Zeit und legte den Samen für die rechtsradikalen Entwicklungen in den 30er und 40er Jahren. Selbst jemand, der eigentlich unpolitisch sein wollte, konnte sich den Entwicklungen nicht entziehen und stieß auf die ein oder andere Weise mit denen zusammen, die sich bereits radikalisiert hatten. Insbesondere junge Leute hatten es schwer, sich dem entgegenzustemmen. Wie sagt es Govinski irgendwann: „Und auf Dauer muss man sowieso Position beziehen.“ Er meint es sowohl politisch als auch privat und Hannes weiß, was er tun muss. Diese kleinen Fluchten sind es, die das Leben für ihn dann doch lebenswert machen. Ich fand das Buch ausgesprochen lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    27.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Achtung - lesen mit Taschentuch!

    „Kronsnest“ ist Florian Knöpplers Debütroman, in den er wirklich Herz und Seele gesteckt hat. Man kann förmlich spüren, wie er mit den Charakteren mitgefühlt, sich mit ihnen gefreut und gelitten hat. Diese Gefühle übertragen sich auf den Leser, und das finde ich wunderbar. Nicht viele Autoren können so geschickt auf den Gefühlssaiten der Leser spielen. Wir werden in die 1920er Jahre versetzt, wo wir den Jungen Hannes kennenlernen. Sein Leben ist alles andere als einfach, mit einem tyrannisierenden Vater, einer Mutter, die ihm zwar helfen möchte, es aber nicht immer kann, und Mitschülern, die ihn mobben und sein ohnehin schweres Leben um einiges bitterer machen. Oft musste ich mit den Tränen kämpfen und hätte ihn so gern umarmt und ihm Mut zugesprochen. Aber Hannes schafft das auch ohne meine Hilfe :) Wir begleiten ihn auf seinem Weg, von einem ängstlichen und stummen Kind zu einem starken Mann. Er ist schlau, fleißig und macht das Beste daraus, was er hat. So selbstsicher er auch in geschäftlichen Angelegenheiten zu sein scheint, ist er in Herzensangelegenheiten sehr zurückhaltend und unsicher. Seine Gefühle und sein innerer Kampf sind tiefgründig und sehr gut nachvollziehbar. Oft musste ich an mich oder meine Freunde in unseren Teenagerjahren denken. Auch andere Charaktere wie die Mutter, Mara, Lisa und der Lehrer Govinovski sind gut beschrieben – jeder auf seine eigene Weise einzigartig und liebenswert. Sogar den Vater habe ich nach und nach zu schätzen gelernt. Das hätte ich zu Beginn des Buches niemals erwartet, aber Florian Knöppler hat es geschafft! Durch die Erzählungen der Mutter erhält man Einblick in seine Gefühlswelt und lernt sein „früheres Ich“ kennen, was dazu beiträgt, ihn besser zu verstehen. „Kronsnest“ ist keine leichte Lektüre, kein Buch für „zwischendurch“. Es ist ein wirklich wunderschöner Roman, den ich nicht schnell lesen konnte. Oft musste ich innehalten, das Gelesene spüren und vor meinen inneren Augen sehen. „Kronsnest“ war meine erste, doch sicher nicht letzte Begegnung mit Florian Knöppler. Den Roman „Habichtland“ werde ich auf jeden Fall lesen, denn zu gerne möchte ich wissen, wie es mit Hannes weitergeht.

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    Yvonne Simone Vogl

    Thalia Gmunden – SEP

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    5/5

    24.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte, in der ich beim Lesen mitten drinnen war!

    An diesem Buch gefiel mir, dass es dem Autor - aus meiner Sicht - wunderbar gelungen ist, in ruhiger Art und Weise, mit oft wenigen Worten und Andeutungen, durch die gute Beobachtungsgabe über die damalige Zeit, den Tagesablauf auf den Höfen, die Umgebung, die Landschaft und den Menschen, mit all ihren Eigenheiten und ihren Geschichten sowie den täglichen Herausforderungen, anschaulich und gut zu erzählen. Wir begleiten Hannes, den Hauptprotagonisten, ein ruhiger, feinfühliger Junge, der unter der harten Hand des Vaters leidet, wenige Worte spricht, viele Gedanken und Andeutungen oft nicht ausspricht - durch das Buch - er wurde so lebensnah / real dargestellt. Das Buch und dessen Geschichte zog mich in seinen Bann. Freu mich auf die Fortsetzung: "Habichtland"

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