Erfahrungsformen von Eigentum. Phänomenologische Perspektiven für sozialanthropologische Forschungen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
09.02.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
503 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346342096
Viele anthropologische Forschungen, die sich mit der Thematik Eigentum beschäftigen, lassen sich, so meine Ausgangsthese , in zwei Kategorien einteilen, die sich aber keineswegs ausschliessen müssen. Die erste Kategorie will ich ontologische Forschung nennen. In ontologischen Forschungen der Anthropologie wird untersucht, was begrifflich gesehen Eigentum ist, welche Gegenstände und Objekte oder andere Entitäten als Eigentum betrachtet werden können und welche Rolle sie im Leben der Menschen spielen. So beschreibt bspw. Tsing (2019), wie das Pilzesammeln als Generierung von Eigentum verstanden werden kann und wie das Eigentum sich im kapitalistischen, globalen Markt verändert. Hierbei folgt sie der Theorie von Marx (2009) und erneuert seine Auffassung von Aneignung und Kapital. Währendem nämlich die Pilze auf den Allmenden noch als Trophäen einer freiheitsorientierten, epikapitalistischen Praxis angesehen werden, werden sie anschliessend in der globalen Lieferkette zu einer entfremdeten Ware, die sich nur anhand des Marktpreises definieren lässt. Der Status des Eigentums (hier der Pilze) verändert sich und damit nicht nur sein ökonomischer Wert sondern auch seine gesellschaftlich-kulturelle Bedeutung.
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