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Große Fuge

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.05.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

53

Maße (L/B/H)

24/16,9/0,8 cm

Gewicht

161 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43021-7

Beschreibung

Rezension

»Mich hat die Stimmung im schmalen Band mit der Grossen Fuge eines im Jahr des Stillstands spürbar ermüdeten Kämpfers berührt.« ("P.S. Zeitung, Zürich")
»Braun macht in seinen Gedichten das scheinbar Nichtbegreifbare hinter den Erscheinungen sichtbar und seziert es messerscharf, ist dabei pointiert-witzig und ungeheuer ›leichtfüßig‹.« ("schattenblick.de")
»Volker Braun gelingen in der Großen Fuge großartige poetische Denkbilder zu einem europäischen ›Abendland‹.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Braun erweist sich abermals als meisterhafter Komponist mehrstimmiger Texte.« ("Dresdner Neueste Nachirchten")
»Seine Worte, zu Sätzen zusammenfindend, sind Bollwerke gegen die Zeit. Einer Zeit jedoch, aus der diese Dichtung wiederum selbst gemacht ist – aber als ihr intimer Widerpart. Volker Braun: Dialektiker auch im Gedicht.« ("neues deutschland")
»Braun, dialektisch geschult, meistert souverän die mehrstimmige Form der Fuge.« ("Sächsische Zeitung")
»Volker Braun stellt Kontexte her, gleichsam Verunsicherung beim Leser. Ein Mix, der Augen öffnet und Denken entprovinzialisiert.« ("Nordkurier")
»Eine Weltvermessung ist es, die der aus Dresden stammende Büchnerpreisträger unternimmt, ein Bruch, eine Fuge, in dem es ums Ganze geht ...« ("Frizz")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.05.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

53

Maße (L/B/H)

24/16,9/0,8 cm

Gewicht

161 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43021-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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Eine Pandemie prägt seit…

MaWiOr aus Halle am 16.05.2021

Bewertungsnummer: 2744162

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Pandemie prägt seit Monaten unseren Alltag. Corona hat vieles verändert, im Großen wie im Kleinen. Doch es darf uns nicht die Sprache verschlagen. Eine Möglichkeit ist: mit Lyrik der Corona-Krise entgegentreten. Und so findet man im Internet zahlreiche Gedichte, die sich mit dieser Situation auseinandersetzen. Nun hat sich auch der Altmeister Volker Braun mit einem schmalen Gedichtband zu die-sem Thema geäußert. Der Band enthält Texte, die unter den ständigen Veränderungen der Pandemie entstanden sind und die – wie immer bei Braun – keine Rücksicht auf die Anstandsregeln der politischen Korrektheit nehmen. In dem einführenden Prosatext „Wachtraum“ stellt sich ein Traum von einer Sache ein, „die nicht in der Welt ist … und die nicht seine Sache ist“. Mit seinen Gedichten ist Braun nah dran an den Geschehnissen der letzten Monate und beklagt vor allem die fehlenden Möglichkeiten der Kunst: EIN JAHR OHNE Kunst. Deutlich spricht er die staatlichen Maßnahmen an, die er in Berlin erlebte: „Die Stadt ist ruhiggestellt … der Senat schließt die Kneipen … die Kanzlerin rät von sozialen Kontakten ab / Streifenwagen schaun nach, ob noch Leben ist“. Ein Gedicht heißt "Windbürger" („Windige Leute, gierig nach Luft in den Lungen“). Der ungarische Schriftsteller Imre Kertesz, der mit 14 Jahren ins KZ verschleppt wurde, wird als Zeuge aufgerufen: „Es ist empörend, es ist das Leben.“ Das letzte Gedicht „Geisterstunde“ geht auf einen Nachtspaziergang auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof zurück, der allerdings schon 2017 stattfand – vorbei an den Gräbern von Seghers, Tragelehn, Mickel, Hacks, Brecht und anderen. „Wunder! Schrecken, das hätten wir alle nicht überlebt und freiwillig …“.

Eine Pandemie prägt seit…

MaWiOr aus Halle am 16.05.2021
Bewertungsnummer: 2744162
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Pandemie prägt seit Monaten unseren Alltag. Corona hat vieles verändert, im Großen wie im Kleinen. Doch es darf uns nicht die Sprache verschlagen. Eine Möglichkeit ist: mit Lyrik der Corona-Krise entgegentreten. Und so findet man im Internet zahlreiche Gedichte, die sich mit dieser Situation auseinandersetzen. Nun hat sich auch der Altmeister Volker Braun mit einem schmalen Gedichtband zu die-sem Thema geäußert. Der Band enthält Texte, die unter den ständigen Veränderungen der Pandemie entstanden sind und die – wie immer bei Braun – keine Rücksicht auf die Anstandsregeln der politischen Korrektheit nehmen. In dem einführenden Prosatext „Wachtraum“ stellt sich ein Traum von einer Sache ein, „die nicht in der Welt ist … und die nicht seine Sache ist“. Mit seinen Gedichten ist Braun nah dran an den Geschehnissen der letzten Monate und beklagt vor allem die fehlenden Möglichkeiten der Kunst: EIN JAHR OHNE Kunst. Deutlich spricht er die staatlichen Maßnahmen an, die er in Berlin erlebte: „Die Stadt ist ruhiggestellt … der Senat schließt die Kneipen … die Kanzlerin rät von sozialen Kontakten ab / Streifenwagen schaun nach, ob noch Leben ist“. Ein Gedicht heißt "Windbürger" („Windige Leute, gierig nach Luft in den Lungen“). Der ungarische Schriftsteller Imre Kertesz, der mit 14 Jahren ins KZ verschleppt wurde, wird als Zeuge aufgerufen: „Es ist empörend, es ist das Leben.“ Das letzte Gedicht „Geisterstunde“ geht auf einen Nachtspaziergang auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof zurück, der allerdings schon 2017 stattfand – vorbei an den Gräbern von Seghers, Tragelehn, Mickel, Hacks, Brecht und anderen. „Wunder! Schrecken, das hätten wir alle nicht überlebt und freiwillig …“.

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    Anmerkungen