Band 1: Schwert und Krone - Meister der Täuschung
Dezember 1137, vor einer erbärmlichen Hütte in einem Dorf in Tirol: Kaiser Lothar ist tot. Auf dem Rückzug aus Italien durch Krankheit dahingerafft. Reihe um Reihe der edelsten seiner Ritter kniet nieder, die Schwerter in den Schnee gerammt, die Köpfe gesenkt, schweigend im Gebet. Auf ihren Gesichtern zeichnen sich Entsetzen, Trauer und Verbitterung ab. Und besonders eine Frage drängt sich in ihre Gedanken: Wer wird Lothars Nachfolger? Dies ist der Auftakt für ein raffiniertes Intrigenspiel um den Thron, in dem Welfen, Askanier und Wettiner mitmischen und keine Skrupel haben, von ihren Schwertern Gebrauch zu machen. Und nicht nur Fürsten und Geistliche ringen erbittert um die Macht im Reich, sondern auch so manche Frau - mit ganz anderen Mitteln.
Band 2: Schwert und Krone - Der junge Falke
Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem "Wendenkreuzzug" slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Fast alle Männer ziehen in den Krieg - und die Frauen müssen allein mit Missernten und Angriffen fertig werden. Der junge Friedrich von Staufen, später als Barbarossa bekannt, macht sich als Ritter im Kreuzzug seines Onkels, König Konrad von Staufen, einen Namen. Doch der Kreuzzug scheitert katastrophal, und König Konrad kehrt schwer erkrankt zurück. Die Machtkämpfe im Reich entflammen von Neuem - und Friedrich greift entschlossen nach der Krone.
Band 3: Schwert und Krone - Zeit des Verrats
März 1152: Gerade wurde Friedrich von Staufen zum König gekrönt, und nun will er das von Kriegen zerrüttete Land erneuern. Verbündete gewinnt er, indem er ihnen Ländereien und Titel zuspricht, gegen Feinde geht er mit eiserner Hand vor. Doch vom ersten Tag an hat Friedrich eine starke Fürstenopposition gegen sich, der missfällt, dass auf einmal die welfische Partei von dem neuen König bevorzugt wird. Zudem sammelt er junge Verbündete wie den skrupellosen Rainald von Dassel um sich. Die alten Markgrafen fürchten um ihre Macht. Sie riskieren alles und verlieren viel. Und inmitten der Auseinandersetzungen steht die schöne Beatrix von Burgund, der Friedrich mit Haut und Haaren verfällt ...
Gabriele Blum ist eine begnadete Hörbuchinterpretin und inszeniert mit ihrer warmen, vollen Stimme in den ersten drei Bänden die Ränkespiele bei Hofe sowie das Kräftemessen auf den Schlachtfeldern eindrucksvoll.
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Rezension: Dieses Buch lag…
http://www.literaturlounge.eu aus Gießen am 03.12.2021
Bewertungsnummer: 2997967
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Rezension: Dieses Buch lag nun etliche Wochen bei mir in meinem SUB, völlig zu Unrecht wie ich ja sagen muss und dies schon gleich zum Anfang. Aber bei Historischen Romanen da tue ich mir immer etwas schwer. Nicht wegen des Themas. Es ist vielmehr der zusätzliche Zeitaufwand durch meine Neugier. Ich setze mich hin, recherchiere noch ein wenig über die Personen, Burgen oder Liedern. Und will einfach noch mehr wissen. Eigentlich sehr positiv. Wenn das beim Geschichtsunterricht auch so wäre… So auch diesmal. Da sitze ich also und lese ein Buch über Barbarossa, einem der berühmtesten Deutschen Kaiser und was mache ich? Ich lese noch mehr über diese Zeit. Und dabei schreibt Frau Ebert schon über fasst alles Erdenkliche. Sie beschreibt die Zeit immer wieder aus dem Blickwinkel der verschiedenen Personen. Man lernt vieles über die Winkelzüge der einzelnen Grafen im Kampf um die Macht. Man erfährt, dass es völlig normal war, Kinder einfach an andere Höfe zu geben, wie z.B. bei Adela von Vohburg, die immer wieder im Buch in Erscheinung tritt. Ich muss sagen, sie war mir vorher nicht auch nur im Geringsten bekannt. Nun weiß ich, dass sie die Erbin des Egerlandes war, die erste Frau von Kaiser Friedrich, genannt Barbarossa, und noch einiges mehr. Oder Kunigunde von Bayern, die den Grafen Bernhard von Plötzkau geheiratet hat, die obwohl sie erst 12 oder 13 Jahre alt war, Verantwortung für eine komplette Grafschaft übernommen hat. Einfach beeindruckend! Oder wie sich die Kaiserinwitwe Richenza für ihren Schwiegersohn eingesetzt hat. Es wurden auch einige Familien genannt, die ich vorher nicht kannte und wo ich dann doch erstmal die Suchmaschine befragen musste, um etwas über diese Familien zu lernen. Sprich, Frau Ebert schafft es, mir die deutsche Geschichte etwas näher zu bringen. Und zwar eine Zeit, über die ich irgendwie nur wenig in der Schule gelernt habe. Klar kenne ich die Kaiserpfalzen und andere wichtige Burgen, aber irgendwie die Personen und wie die miteinander Verwandt waren, dies war mir nie so bekannt. Mein Fazit ist eigentlich eines, Geschichte kann wirklich richtig interessant sein. Frau Ebert hat das Talent einem die Geschichte näherzubringen. Auch wenn das Buch in Romanform daherkommt, ist doch einiges darin enthalten, was sich eng an der realen Geschichte bewegt, wenn man dies überhaupt so sagen kann. Denn was kann man einige Jahrhunderte später noch mit Bestimmtheit sagen? Man kann nicht wissen, was bestimmte Fürsten gedacht haben, noch nicht einmal das Getane ist sicher! Die Chroniken wurden doch immer von den Siegern geschrieben, also für die Herrscher und wurden von diesen abgenickt. Selber schreiben und lesen konnten viele ja nicht mal. Toll war auch, dass noch einmal darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bestimmte Konflikte, wie mit den Juden und Moslems, schon ewig zu unserer Geschichte gehören, und dass es eigentlich am besten funktioniert, wenn wir von anderen Kulturen lernen, anstatt anderen Kulturen den Kopf einzuschlagen und sie nicht hineinzulassen. Und was die katholische Kirche betrifft, die war schon immer Meister der Täuschung und hatte schon immer alles so gedreht, wie es für sie sein musste. Aber dies steht auf einem anderen Blatt. Ich bin total gespannt, wie es weitergeht, zumal ich gerne mehr über Barbarossa, Kunigunde von Bayern und Adela von Vohburg erfahren möchte. Für mich ist es ein gelungener und wichtiger Auftakt zu einer Reihe, der ebenso zeigt, dass auch Frauen für unsere Geschichte wichtig waren. Gerne möchte ich darüber noch einiges lesen und lernen.
Bewertung am 06.10.2021
Bewertungsnummer: 1582482
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Wer denkt, mittelalterliche deutsche Geschichte sei verstaubt und trocken, der wird durch Sabine Eberts neuen Roman eines Besseren belehrt. In bester Game of Thrones-Manie legt sie die 1173 nach Kaiser Lothars Tod entstandenen Thronfolgestreitigkeiten zwischen Welfen und Staufern dar. Der packende Auftakt einer Mittelalter-Reihe, dessen erster Teil sehnsüchtig die Fortsetzung erwarten lässt.
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