Produktbild: Wer waren die Nationalsozialisten?

Wer waren die Nationalsozialisten?

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

22.02.2021

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

305 (Printausgabe)

Dateigröße

1167 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406769009

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PDF

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Erscheinungsdatum

22.02.2021

Verlag

C.H.Beck Digital

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305 (Printausgabe)

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1167 KB

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1. Auflage

Sprache

Deutsch

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9783406769009

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  • ws

    aus Markdorf

    5/5

    18.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Womit ist die allgemeine…

    Womit ist die allgemeine Zustimmung zur Diktatur des Dritten Reiches zu erklären? Das Buch beantwortet die Frage. Biografien über die führenden Nazis existieren sehr viele. Einige schlechte, viele sehr gute. Über Hitler, Himmler, Göring, Heydrich, Speer. Bonzen der obersten Führungsriege. Bücher über die militärischen Entwicklungen im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges gibt es viele. Der mit nichts zu verleugnende Holocaust, der nationalsozialistische Völkermord an 5,6 bis 6,3 Millionen europäischen Juden. wird in zahlreichen Büchern geschildert. Aus einer historischen Gesamtperspektive, aus der Sicht und mit Schilderungen der furchtbaren Erlebnissen Einzelner, die ihn überlebt haben. Die Frage, die trotz all der Literatur offen bleibt, lautet "Wer waren die Nationalsozialisten?" Ulrich Herbert, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Uni Freiburg, gelingt es, diese Frage schlüssig zu beantworten. Indem er beispielsweise die familiäre, ökonomische, soziale Situation des Gros der NSDAP-Wähler analysiert. Die geordnete hierarchisch gegliederte autoritäre Struktur des in Folge des Ersten Weltkrieges untergegangenen Deutschen Kaiserreichs, die Wirren der Weimarer Republik, die maßlose Frustration, die der Versailler Vertrag ausgelöst hat. Paul von Hindenburg als eine Art Kaiserersatz, 'Dolchstosslegende', Heilsversprechungen der Nazis, die oberflächlich betrachtet anfangs in Erfüllung zu gehen schienen. Der sich über viele Jahre sich immer weiter entwickelnde und weit verbreitete Neid auf die Erfolge der jüdischen Bevölkerung. "Die Juden galten als besonders erfolgreich in der Bewältigung der Herausforderungen, welche die neue Zeit mit sich brachte - und das nicht ohne Grund: Sie gehörten zu einem überproportionalen Teil dem Bürgertum an [im Gegensatz zum deutschen Arbeiter, Bauern und Arbeitslosen; Anmerkung WS], waren besonders bildungsbeflissen und - wie die meisten religiösen oder ethnischen Minderheiten - besonders aufstiegsorientiert. Im Jahr 1901 erreichten 7,3 Prozent der christlichen Kinder in Preußen einen höheren Schulabschluss als die Volksschule - aber 56,3 Prozent der jüdischen Kinder. [...] Das Durchschnittseinkommen der Juden war zu dieser Zeit etwa fünfmal so hoch wie das der christlichen Deutschen. [...] Die Juden in Deutschland waren vor dem Ersten Weltkrieg die sozial vermutlich erfolgreichste Minderheit in Europa." (Seite 62) "Erst mit der Weltwirtschaftskrise stieg die NSDAP zur Massenpartei auf und gewann auch der Antisemitismus unmittelbar politische Relevanz. [...] ..., weil sie sich von der Wahl der Nazis Verbesserungen für ihre soziale Lage, für das außenpolitische Ansehen des Reiches oder für andere Dinge erwarteten. [...] Und viele werden nicht die NSDAP gewählt haben, weil sie die Juden hassten, sondern sie hassten die Juden, weil sie die NSDAP wählten." (Seite 71). „Eine Gesamtbilanz der deutschen Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg ist nach wie vor nicht mit hinreichender Genauigkeit zu ziehen. Zu den 5,7 Millionen Juden und den mindestens 200 000 ermordeten Sinti und Roma sind etwa eine Million nicht-jüdische polnische Zivilisten hinzuzurechnen, etwa 2,8 Millionen sowjetische Kriegsgefangene, etwa 3,5 Millionen sowjetische Zivilpersonen sowie etwa 400 000 nichtjüdische Zivilisten in den anderen von Deutschland besetzten Ländern sowie in Deutschland selbst. Insgesamt ist also von einer Größenordnung von 12 bis 14 Millionen außerhalb von Kampfhandlungen im deutschen Machtbereich umgekommenen Menschen auszugehen.“ (S.224) Richard von Weizäcker in seiner am 08. Mai 1985 gehaltenen Rede anlässlich des 40sten Jahrestages der Kapitulation: „Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“ Dem lässt sich nur eine Hippokrates zugeschriebene Feststellung hinzufügen: „Erkläre die Vergangenheit, erkenne die Gegenwart, sage die Zukunft voraus.“

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