Produktbild: Steinerne Bibel

Steinerne Bibel Kirchenportale mit biblischen Bildern am Jakobsweg ab den Pyrenäen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Abbildungen

zahlreiche Abbildungen

Verlag

Schnell & Steiner

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

20,6/14,4/2 cm

Gewicht

445 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7954-3526-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Abbildungen

zahlreiche Abbildungen

Verlag

Schnell & Steiner

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

20,6/14,4/2 cm

Gewicht

445 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7954-3526-4

Herstelleradresse

Schnell & Steiner GmbH
Leibnizstr. 13
93055 Regensburg
DE

Email: vertrieb@schnell-und-steiner.de

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  • VolkerM

    3/5

    26.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Schwerpunkt Theologie und Glaubensbotschaften

    Kirchenportale sind seit dem Altertum genutzt worden, um Bildwelten der Bibel darzustellen und den des Lesens unkundigen Pilgern theologische Inhalte nahezubringen. Diese „steinernen Bibeln“ beschränken sich nicht auf den Jakobsweg, sondern finden sich in ganz Europa. Insofern lässt sich das, was Klaus Schäfer in seinem Buch für den Jakobsweg dokumentiert hat, beliebig übertragen. Der Autor erklärt zunächst die architektonische Nomenklatur und bringt die Leser auf einen gemeinsamen Stand, um sich dann den Elementen der kirchlichen Ikonografie zu widmen. Die Zuweisung von Attributen an bestimmte Heilige und die christliche Symbolik folgt bestimmten Regeln, die historischen Pilgern noch bekannt waren, die wir aber erst wieder lernen müssen. Andere Szenen sind direkt aus den Geschichten des Alten und Neuen Testaments entnommen oder illustrieren Aberglauben und Alltägliches, das die Steinmetze teilweise sehr ungezwungen in ihre Darstellungen einfließen ließen. Der zweite Teil des Buches ist geografisch strukturiert, beginnend mit der französischen Seite des Camino, um dann auf die spanische zu wechseln. Die Orientierung ist dabei nicht leicht, da der Autor auf eine Karte verzichtet hat und alle vier Hauptwege des Camino inhaltlich mischt. Man muss sich schon auskennen, wenn man den Weg in Gedanken nachvollziehen möchte. Die Kapitel behandeln jeweils einen Ort mit seinen Kirchen, illustriert durch Übersichts- und Detailfotos und ergänzt durch einen Text, der sich sehr stark auf die Bibelinhalte stützt. Im Fokus stehen die den jeweiligen Darstellungen zugehörigen Bibelstellen, die etwa 3/4 des Textes ausmachen. Der Autor beleuchtet die kunstgeschichtlichen Aspekte der Bildwerke höchstens am Rande, oft auch gar nicht, was bei mir ein Gefühl der Enttäuschung zurückließ, denn die teilweise sehr qualitätsvollen Steinmetzarbeiten bieten weitaus mehr, als nur salbungsvoll theologische Erbauungsfragen daraus abzuleiten. Man hätte z. B. die Lebenswelt mittelalterlicher Pilger und ihre Weltbilder untersuchen, die Stileinflüsse aus Arabien, Irland und Frankreich aufschlüsseln, Steinmetztechniken oder auch die Organisation der Bauhütten erklären können, oder ganz einfach den aktuellen Stand zur Datierung der jeweiligen Bildwerke, aber auf mich wirkte der Text stattdessen eher wie eine etwas zu trocken geratene Predigt. Zugutehalten muss man dem Autor, dass er sich der Mängel offenbar bewusst war und die renommierte Archäologin Jutta Desken-Weiland um eine größere Überarbeitung gebeten hat (der Band erschien mit einigen Jahren Verzögerung), aber auch sie konnte offenbar nicht viel retten, ohne das Buch gleich selber zu schreiben. Inhaltlich ist „Steinerne Bibel“ leider zu eindimensional auf Theologie und Glaubensinhalte reduziert, um mich als Sachbuch zu überzeugen. In dem Thema steckte definitiv mehr drin.

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