Fein vorbei an der Wahrheit Erzählungen, Monologe, Reportagen
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.04.2021
Verlag
SonderzahlSeitenzahl
180
Maße (L/B/H)
21/13,6/1,4 cm
Gewicht
249 g
Auflage
3
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-85449-571-0
Es sind Facetten dieser eigenen privaten und doch auch einer allgemeinen österreichischen Lebensgeschichte, die so erzählt werden. Deutlich zeigen sich darin die Grundzüge einer tief sitzenden Gut-und-Böse-Moral, die immer viel zu klar zu wissen glaubte, was jeweils richtig und wenige Jahre später womöglich wieder ganz falsch (gewesen) ist. Eine solche wird auch heute unverändert in patriarchalischen und autoritär strukturierten Gesellschaften propagiert und ist - sei es als Vorgeschichte unserer Gegenwart, sei es als Wurzel von realer gesellschaftlicher Spaltung - nicht nur in Österreich unausgesetzt wirksam.
Was helfen würde, sagt uns die Psychoanalyse, wäre, den Lebensgeschichten auf ihren Grund zu gehen, Prägungen und Traumatisierungen zu erforschen. Dabei sollte man bedenken, dass - wie Sigmund Freud überzeugt war - die »biographische Wahrheit« einer Person »nicht zu haben ist«. Aber angenommen, sagt Freud, man hätte sie dennoch gefunden,diese biografische Wahrheit eines Menschen, so »wäre sie nicht zu gebrauchen«. Anstelle von Wahrheit, bringt Freud den Begriff »Wahrhaftigkeit« ins Spiel, einer Art der Erkenntnis also, die womöglich fein an der Wahrheit vorbei zielt, dafür aber umso nützlicher sein könnte.
Der Band Fein vorbei an der Wahrheit nähert sich einer solchen Wahrhaftigkeit an und setzt die 2016 erschienene Prosa-Sammlung Der Weisheit letzter Schuss fort. Er umkreist das Schicksal des Großvaters, erzählt aus dem Theaterleben, bringt Monologe über Glück und Elend des Geldes, sowie Reportagen aus unterschiedlichen Regionen der großen kleinen Welt. Schauplätze wie Buenos Aires, Buffalo, London und zu guter Letzt Salzburg, wo Klemens Renoldner viele Jahre lebte und arbeitete, werden so zum Leben erweckt und zur Bühne wahrhaftiger Erzählungen.
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