Ein neuer Fall für die angehenden Vampirjäger Alan und Daryll. Ein paar Monate nach den schrecklichen Ereignissen in Santa Cruz droht der Welt eine neue, noch größere Gefahr. Das Buch der gefallenen Engel, genannt das Dämonikalum, ist in der Stadt Los Angeles aufgetaucht und hält die Einwohner in Atem. Ein unsagbares Grauen hat sich auf die Suche nach dem Buch begeben und hinterlässt eine Spur aus Blut und Schmerz.
Dieses Abenteuer lässt die beiden Jäger und den Zauberer Merlin beinahe an ihre Grenzen stoßen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Buecherseele79
5/5
20.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Vampirjäger in Ausbildung
Merlin nimmt Alan und Daryll in die Lehre zu Vampirjägern. Also eigentlich ist es so geplant und in der zauberhaften Welt von Aibon sollen beide ihre Prüfung ablegen. Doch die Vergangenheit und Geheimnisse stehen beiden im Weg und Streit sowie Eifersucht sind vorprogrammiert. Doch dann müssen Alan und Daryll sich beweisen denn böse Kreaturen suchen nach dem Dämonikalum um die Welt der Menschen zu zerstören.....
"Die Menschen haben von jeher eine andere Sichtweise zu Vampiren. Die meisten glauben nicht an diese Geschöpfe. Bei dir ist es ein klein wenig anders, du hättest bereits Kontakt mit den Blutsaugern und weißt, wie schrecklich sie sein können. Glaube mir aber, das war nur der Anfang. Ein Vampir ist durch und durch falsch und böse." (Seite 110)
Band 2 schliesst sofort an Band 1 an. Selbst wenn man schon eine gewisse Zeit Band 1 gelesen hat findet man sich sofort wieder zurecht. Auch wenn man Band 2 so lesen kann da es Rückblenden gibt, für das Gefühl der Protagonisten würde ich beide Bücher empfehlen.
Der Schreibstil war in Band 1 schon gut, hier liest es sich jedoch noch flüssiger und der Spannungsbogen packt sofort. Man fliegt nur durch die Seiten und kann sich den Geschehnissen nicht mehr entziehen.
Alan und Daryll haben in Santa Cruz schon einiges erleben müssen mit Vampiren und sind erwachsener geworden. In Band 1 war mir Daryll noch zu flapsig und nervte irgendwann nur noch. Natürlich ist er in Band 2 auch weiterhin schlagfertig aber ich habe es gefeiert denn es lockerte die Stimmung oft auf. Alan wird zurückhaltender und nimmt die Ausbildung ernst, fast zu ernst. Er weiss dass er Geheimnisse in sich trägt die ihm keiner verraten möchte.
Wir erleben beide an zwei Orten - natürlich ist Merlin mit dabei! Einmal Aibon und Los Angeles. Aibon liest sich erstmal herrlich kitschig und bildet einen starken Kontrast zu der restlichen Geschichte. Aber auch hier lauert das Böse und alte Wunden. Trotzdem fühlte es sich oft wie Urlaub an.
Mit Los Angeles hat die Autorin und Schwarze getroffen. Da hier das Dämonikalum versteckt ist passt es perfekt zur Stadt, ihrer Bedeutung und dem was da noch kommt.
Dieser Band ist brutaler, blutiger, gruseliger und düsterer. Man merkt - es geht ans Eingemachte. Aber es passt, es liest sich super. Und Alan sowie Daryll wollen ihre Liebe erhalten....ob und wie....das sollte jeder selbst lesen.
Wer einfach eine geniale, unkitschige Vampirstory sucht mit 2 verliebten Jungs und verdammt viel zwischen Hölle und Himmel - der hat hier seine helle Freude. Klare Leseempfehlung!
Buecherseele79
4/5
04.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Was geht vor in Santa Cruz?
Alan Beckster kehrt mit seiner Mutter zurück nach Santa Cruz, zurück zum Großvater, einen Mann den Alan eigentlich gar nicht wirklich kennt.
Und dann noch in ein kleines Dorf wo eh kaum was los ist... wie soll Alan sich dort einleben?
Was ihm allerdings sofort bei seiner Ankunft auffällt – es werden Menschen in Mengen gesucht, alle sind verschwunden, von Alte über Junge, von Frau über Mann über Kind.
Und es gibt keinerlei Anhaltspunkte... bis Alan auf den Comicverkäufer Daryll White trifft und in unglaubliche Geheimnisse von Santa Cruz eingeweiht wird...und Alan hat sich dummerweise noch in Daryll verliebt...
Okay, wie vielleicht schon bekannt ist bin ich bei Vampiren und Co sehr vorsichtig was Bücher angehen.
Mir wurde damals die „Twilight“ - Reihe empfohlen und die fand ich persönlich ziemlich daneben und nehme seitdem auch Abstand zu solchen Büchern.
Hier jedoch hat mich das Cover sowie Klappentext sehr angesprochen und neugierig gemacht und ich kann im Großen und Ganzen sagen – es ist das Debüt der Autorin Nicole Meißner und es ist überhaupt nicht so übel wie manche vielleicht denken mögen.
Ich mag dass die Geschichte in Santa Cruz spielt. Ich habe schon ein paar Bücher gelesen und keine Ahnung warum, aber Santa Cruz ist bei solchen Stories immer der Mittelpunkt für Durchgeknallte, Vampire, Zombies, Werwölfe und Co, also auch in diesem Buch, was ich aber schon mal super finde.
Die Autorin besitzt eine sehr große Gabe der bildlichen Beschreibung, ich konnte mir Santa Cruz sehr gut vorstellen, die Höhlen, die Umgebung, die Menschen, die Unwesen, das ganze Geschehen.
Auch fehlt es hier nicht am Spannungsbogen der sehr gekonnt und sehr gut aufgebaut wird, ich hatte recht schnell große Mühe das Buch aus den Händen zu legen.
Mit den Protagonisten bin ich, weitgehend, auch sehr gut zu Recht gekommen, mein heimlicher Favorit ist auf jeden Fall Merlin.
Er ist herrlich ironisch und mit einer Menge Sarkasmus gesegnet, also genau nach meinem Geschmack und hat somit das Schmunzeln und Lacher auf seiner Seite.
Auch mit Daryll und Alan konnte ich mich, weitgehend, anfreunden.
Wie weit die Intrige, das Vertuschen und die düsteren Geheimnisse gehen, das erfährt der Leser immer Scheibchenweise und hier und da ist es als ordentliche Überraschung getarnt.
Hier und da war ich doch recht fassungslos, auf der anderen Seite sind die Versprechungen von einem Vampirfürsten und seinem Gefolge nicht zu verachten und die Geschichte zeigt sehr gekonnt auf was manch Mensch eben am Wichtigsten ist.
Familie und Freundschaft gehören nicht immer dazu, soviel dazu.
So, meine Minuspunkte.
Erstmal der Schreibstil – zu Beginn etwas holprig, umständliche Satzstellungen und manchmal musste ich einen Satz 2x lesen damit er Sinn ergab.
Entwarnung möchte ich hier trotzdem geben – es ändert und bessert sich umso mehr die Geschichte voranschreitet.
Daryll und Alan – zu Beginn waren mir die zwei angehenden Erwachsenen sehr sympathisch und ja, für die ganze Situation sehr kühl, gut orientiert, überzeugt und voller Mut und Leidenschaft für den Kampf für Santa Cruz.
Dies ändert sich jedoch mit dem Laufe der Geschichte und gerade Daryll, der mir sehr vernünftig und sehr kompetent erschien wird zu einem, sorry, Motzaffen und sowas von kindisch und fing irgendwann an mich zu nerven.
Dafür dass er sich in Santa Cruz auskennt, durch seine Familie viel erlebt hat und über das Verschwinden Bescheid weiß, den Kampf aufnehmen wollte, im Notfall alleine... mit der weiteren Einstellung wäre er komplett auf die Nase gefallen.
Natürlich kann man nicht immer cool sein und ein Protagonist der immer alle im Griff hat, immer bereit, immer stark und würdevoll – nein danke.
Aber die Wandlung war für mich dann doch nervend.
Ich würde mir ein bisschen Arbeit an den Protagonisten wünschen, aber die Möglichkeiten bestehen ja da die Autorin eine gut geplante Reihe starten möchte und auch dass die Protagonisten mehr Tiefe und Gefühl für sich und die Situationen bekommen.
Am Schreibstil kann man hier und da sicherlich noch etwas ändern, aber das wäre jetzt wieder Motzen auf hohem Niveau, ich persönlich könnte es nicht mal Ansatzweise besser machen.
Trotzdem bin ich mir sicher dass viele Vampirfreunde und Leser die neugierig auf solche Geschichten sind hier auf ihre Kosten kommen werden.
Auch wenn ich hier und da Kritikpunkte habe, die keinesfalls böse gemeint sind, würde und möchte ich diese Reihe auf jeden Fall empfehlen und freue mich auf weitere Bücher, alleine wegen dem Cliffhanger am Ende.
PS: Das ist eine Vampirstory mit Gay - Roman – Faktor, wer das nicht mag – lasst die Finger davon!
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