Kaiser Franz Joseph "Ich bin mit meiner Arbeit nicht fertig geworden"
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- Hardcover
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
05.09.2021
Abbildungen
zahlreiche farbige Abbildungen
Verlag
KRALSeitenzahl
144
Maße (L/B)
21/14,8 cm
Gewicht
298 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99024-974-1
Ich bin mit meiner Arbeit nicht fertig geworden
Kaiser Franz Joseph (18301916) begegnet uns noch heute auf Tritt und Schritt. Selbst wer von Tafelspitz oder Kaiserschmarren schwärmt, wird von der Erinnerung an seine Leibspeisen eingeholt. Dabei haben wir freilich immer den greisen Regenten mit seinem legendären Backenbart vor Augen: Der zum Mythos erstarrte "gute alte Kaiser" unterscheidet sich aber erheblich vom Jungmonarchen, der in den Wirren der Revolution von 1848 auf den Thron gelangt, mit Gewalt die Revolten niederschlagen und ihre Anführer hinrichten lässt. Zudem sind die ersten Jahrzehnte seiner Regentschaft überschattet von entmutigenden militärischen Niederlagen wie jener 1859 in Solferino und 1866 in Königgrätz, die stets den Verlust von Ländereien zur Folge haben.
Mir bleibt doch gar nichts erspart auf dieser Welt! so sein Seufzer, als ihn 1898 aus Genf die Nachricht von der Ermordung seiner Gattin Elisabeth erreicht. Nur seine Selbstdisziplin und sein unerschütterliches Gottvertrauen lassen ihn auch den Selbstmord seines Sohnes Rudolf in Mayerling (1889) und das tödliche Attentat auf seinen Neffen Franz Ferdinand und dessen Gattin Sophie im Juni 1914 in Sarajewo ertragen. Und so wird dieser Kaiser erst als leidgeprüfter Landesvater wie auch gütiger Schirmherr von Kunst und Kultur, Wissenschaft und Unternehmertum, die vor allem in Wien eine noch nie dagewesene Blüte bescheren, erst jetzt wirklich populär. Hätte er uns mit der Verweigerung seiner Unterschrift unter die Kriegserklärung vom Juli 1914 nicht auch den Ersten Weltkrieg ersparen können? Ob seines fehlgeleiteten Ehrbegriffs und der Fehleinschätzung der militärischen Lage zwischen 1914 und 1918 sollten dann Millionen Menschen den Tod finden. Das kann auch Operetten-Nostalgie nicht vergessen machen ...
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