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Produktbild: Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen

Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen Über das Private

2

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.02.2021

Verlag

Schöffling & Co.

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1134 KB

Auflage

2

Sprache

Deutsch

EAN

9783731761914

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Erscheinungsdatum

02.02.2021

Verlag

Schöffling & Co.

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1134 KB

Auflage

2

Sprache

Deutsch

EAN

9783731761914

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  • Daggy

    5/5

    05.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kindheit in den 1960er Jahren

    Das Cover zeigt einen kolorierten Ausschnitt aus einem alten Schwarz-weiß-Foto und es zeigt ein Mädchen mit einem Leserschultornister. Die Ponyfrisur trug ich damals auch und so erinnert mich da Bild an meine Kindheit. So unterschiedlich die Städte unserer Kindheit auch waren, so ähnlich sie sich doch sehr. Die Werkssiedlung in der Margit aufwuchs, die kleinen Wohnungen und das Spiel mit den Gleichaltrigen, alles ähnlich. Sechziger Jahre halt. Margit Schreiner erzählt in diesem Buch sehr offen von ihrer Kindheit in Linz. Von den Freuden im Hinterhof, von der Schule, von ihren Eltern und ihren Gedanken und Gefühlen. Damals bekamen die Kinder keine Antworten auf ihre Fragen, das war nichts für Kinder. Natürlich wurde man auch nicht aufgeklärt. Manche Freundinnen, wie Edda, wussten mehr, da fielen Begriffe wie „Coitus Interruptus“, zu denen man sich selbst einen Reim machen musste. Aber auch über ihr Altern und ihren Mann Bruno gibt es Informationen, die mir nicht ganz fremd vorkommen. Das Buch hat weder Kapitel noch Absätze, es geht in einem durch und deshalb hatte ich den Eindruck, als erzähle Margit Schreiner mir ganz im Vertrauen aus ihrem Leben. Ganz ehrlich und ohne Scham. So wurde das Wettpinkeln genaustens beschrieben, einschließlich der kleinen Unglücke und der Blicke auf die Genitalien der Jungs. Aber auch die nackten Hintern der Mädchen wurden genau beschrieben. Ich muss zugeben, besonders das Wort „Kriegserklärung“ hatte ich etwas irritiert, ich sehe aber ein, dass das Wort durchaus seine Berechtigung hat. Aber ich freue mich auch, dass die Autorin im Waldviertel einen schönen letzten Lebensabschnitt genießt, wenn Autoren auch nicht in Pension gehen. Deshalb freue ich mich auf weitere Bücher, irgendwie ist sie mir ein wenig zur, wenn auch schwierigen, Freundin geworden.

  • Marie

    aus Falkensee

    4/5

    05.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesenswert!

    Ein kleines, persönliches Stück Erinnerungsliteratur der Autorin über das Aufwachsen in den 1960er-Jahren, dem unterschätzten siebten Lebensjahr als Schwellenjahr zur beginnenden Jugend und den ersten Begegnungen mit dem Ernst des Lebens. Der Roman ist ein Blick in das Private, ein autofiktionaler Text der Linzer Schriftstellerin Margit Schreiber, die sich im Alter literarisch mit ihrer Kindheit auseinandersetzt. Mit der Einschulung beginnt eine neue Ära im Lebenslauf der Protagonistin: ein fantasievolles Kind trifft zwischen Kindheit und Jugend auf die ersten Probleme des Lebens. Der spannende Aspekt im Buch ist ein steter Perpektivwechsel zwischen Alter und Kindheit, ein erwachsener Rückblick auf die jungen Jahre, die kindliche Verspieltheit und die unbeschwerte Naivität. Das siebte Lebensjahrzehnt gegen das siebte Lebensjahr, ab dem das Leben zum Krieg aufgebauscht wird. Beginnend mit den manchmal unverständnisvollen Eltern, dem strengen Nachbarn, unfairen Lehrern und der gemeinen Kassiererin. Das Buch behandelt rückwirkend eine bunte Palette an Erfahrungen und Empfindungen, die Kinder manchmal zu hoch einschätzen, manchmal nicht verstehen und zunehmend hinterfragen. Erste Körperlichkeiten, das erste Mal Alleinsein, die ersten merkbaren Abweichungen vom Alltäglichen. Und doch geht es im Roman nicht um eine radikale Art von Kriegserklärungen, denn diese klingen hier nur im Beisein an. Das Buch ist keine Abrechnung mit dem Familiärem, wie der Titel vermuten lässt, sondern schildert Schritt für Schritt klein wirkende, doch prägende Konflikte der Kindheit, rund 70 Jahre später aus der Retrospektive betrachtet. Ein besonderes Stück Literatur, das ich gern gelesen habe.

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