Produktbild: Heute beißen die Fische nicht

Heute beißen die Fische nicht

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.02.2021

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/3,2 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Henkien saari

Übersetzt von

Stefan Moster

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-645-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.02.2021

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/3,2 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Henkien saari

Übersetzt von

Stefan Moster

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-645-4

Herstelleradresse

Mare Verlag GmbH & Co. oHG
Pickhuben 2
20457 Hamburg
Deutschland
Email: mare@mare.de
Url: www.mare.de
Telephone: +49 40 3698590
Fax: +49 40 36985990

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  • Bewertung

    aus Leiblfing

    5/5

    11.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf den finnischen Schären

    Heute beißen die Fische nicht – Ina Westman Ein Sommer auf einer kleinen Insel auf den finnischen Schären. Schon auf der ersten Seite wird klar, dass bei der kleinen Familie, bestehend aus Emma, Joel und Fanni etwas ganz und gar nicht stimmt. Die drei haben sich zurückgezogen vor der Welt, weil Emma Ruhe braucht. Sie hat eine Narbe am Kopf, kann sich aber nicht mehr erinnern, was eigentlich passiert ist. Sie hat Schmerzen, ist erschöpft. Vor allen Dingen hat sie Halluzinationen. Sie sieht Menschen, die mit ihrem früheren Leben zu tun haben. Bald verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit und Wahn. Die Vergangenheit liegt im Nebel, nichts ist mehr gewiss. Joel ist verzweifelt, bemüht sich um Geduld und gibt die Hoffnung nicht auf. Und Fanni ist erst fünf und braucht ihre Eltern. Sie versteht noch nicht wirklich, was hier geschieht. Aber das versteht selbst Emma nicht. Ein toller Roman, der mitreißend erzählt ist. Gerade anfangs geht es viel um die Vergangenheit. Man lernt die frühere Emma kennen, eine mutige, starke und selbstbestimmte Frau, die heute nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Der Leser erfährt vom Kennenlernen und der Anfangsphase der Beziehung zu Joel. Emmas Gesundheitszustand wird zwar von Anfang an thematisiert, erst nach und nach wird aber erst das wahre Ausmaß offenbar. Sehr lange tappt man auch darüber im Dunkeln, was eigentlich genau passiert ist. Nur soviel: es wird alles aufgelöst. Dafür war ich sehr dankbar. In der Gegenwart passiert eigentlich nicht so sehr viel. Es ist ein Sommer, in dem die kleine Familie monatelang abwartet und darauf hofft, dass sich Emmas Zustand bessert. Es sind vielmehr die Rückblicke in die Vergangenheit, die sehr viel Licht ins Dunkel bringen und den Figuren die nötige Tiefe verleihen. Diese Geschichte ist absolut fesselnd erzählt, ab der ersten Seite war ich voll und ganz in der Handlung und wollte wissen, was es mit dieser Narbe auf sich hat. Gerade im psychologischen Bereich ist dieser Roman sehr stark. Er beleuchtet schonungslos die Gefühle und Gedanken der einzelnen Figuren und deren Entwicklung durch die extrem veränderte Situation. Erleichtert wird das, indem jeder Charakter aus der eigenen Sicht erzählt. Teilweise sogar die gleichen Begebenheiten. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich manches wahrgenommen wird, auch wenn alle Beteiligten sich bemühen. Eine weitere große Rolle spielt der Klimawandel. Beide, Emma und Joel, haben es sich einmal zur Lebensaufgabe gemacht, die Welt zu retten. Joel hält sehr stark an seinen Idealen und selbst vorgegebenen festen Regeln fest, während Emma dies aufgegeben zu haben scheint. Ein ständiges Streitthema. Ein wunderbares Buch, mit toller Sprache und einer immer aktuellen Handlung mit psychologischem Tiefgang vor einer beeindruckenden Naturkulisse. 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

  • Dajobama

    5/5

    11.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Heute beißen die Fische nicht…

    Heute beißen die Fische nicht – Ina Westman Ein Sommer auf einer kleinen Insel auf den finnischen Schären. Schon auf der ersten Seite wird klar, dass bei der kleinen Familie, bestehend aus Emma, Joel und Fanni etwas ganz und gar nicht stimmt. Die drei haben sich zurückgezogen vor der Welt, weil Emma Ruhe braucht. Sie hat eine Narbe am Kopf, kann sich aber nicht mehr erinnern, was eigentlich passiert ist. Sie hat Schmerzen, ist erschöpft. Vor allen Dingen hat sie Halluzinationen. Sie sieht Menschen, die mit ihrem früheren Leben zu tun haben. Bald verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit und Wahn. Die Vergangenheit liegt im Nebel, nichts ist mehr gewiss. Joel ist verzweifelt, bemüht sich um Geduld und gibt die Hoffnung nicht auf. Und Fanni ist erst fünf und braucht ihre Eltern. Sie versteht noch nicht wirklich, was hier geschieht. Aber das versteht selbst Emma nicht. Ein toller Roman, der mitreißend erzählt ist. Gerade anfangs geht es viel um die Vergangenheit. Man lernt die frühere Emma kennen, eine mutige, starke und selbstbestimmte Frau, die heute nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Der Leser erfährt vom Kennenlernen und der Anfangsphase der Beziehung zu Joel. Emmas Gesundheitszustand wird zwar von Anfang an thematisiert, erst nach und nach wird aber erst das wahre Ausmaß offenbar. Sehr lange tappt man auch darüber im Dunkeln, was eigentlich genau passiert ist. Nur soviel: es wird alles aufgelöst. Dafür war ich sehr dankbar. In der Gegenwart passiert eigentlich nicht so sehr viel. Es ist ein Sommer, in dem die kleine Familie monatelang abwartet und darauf hofft, dass sich Emmas Zustand bessert. Es sind vielmehr die Rückblicke in die Vergangenheit, die sehr viel Licht ins Dunkel bringen und den Figuren die nötige Tiefe verleihen. Diese Geschichte ist absolut fesselnd erzählt, ab der ersten Seite war ich voll und ganz in der Handlung und wollte wissen, was es mit dieser Narbe auf sich hat. Gerade im psychologischen Bereich ist dieser Roman sehr stark. Er beleuchtet schonungslos die Gefühle und Gedanken der einzelnen Figuren und deren Entwicklung durch die extrem veränderte Situation. Erleichtert wird das, indem jeder Charakter aus der eigenen Sicht erzählt. Teilweise sogar die gleichen Begebenheiten. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich manches wahrgenommen wird, auch wenn alle Beteiligten sich bemühen. Eine weitere große Rolle spielt der Klimawandel. Beide, Emma und Joel, haben es sich einmal zur Lebensaufgabe gemacht, die Welt zu retten. Joel hält sehr stark an seinen Idealen und selbst vorgegebenen festen Regeln fest, während Emma dies aufgegeben zu haben scheint. Ein ständiges Streitthema. Ein wunderbares Buch, mit toller Sprache und einer immer aktuellen Handlung mit psychologischem Tiefgang vor einer beeindruckenden Naturkulisse. 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

  • TochterAlice

    aus Köln

    5/5

    04.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wieder in die Spur kommen Das…

    Wieder in die Spur kommen Das will Emma, die als Fotojournalistin viele, viele Tage, ja Wochen und Monate im Jahr unterwegs ist - vor allem in den Krisengebieten der Welt. Das zehrt an ihr, körperlich und vor allem seelisch. Nun verbringt sie den Sommerurlaub gemeinsam mit ihrem Mann Joel und Tochter Fanni sowie dem Schwiegervater auf einer winzig kleinen Insel, die Joels Familie gehört. Hier hofft sie, zur Ruhe kommen, muss aber auch mit Joels Vorwürfen zurecht kommen, der sich von ihr allein gelassen fühlt. Sie fühlt sich umgekehrt von ihm bedrängt. Und sie beobachtet ihre Tochter Fanni - vielmehr beobachtet sie das Verhalten, das die Umwelt Fanni entgegen bringt. Denn Fanni ist schwarz. Richtig, richtig dunkel. Emma und Joel haben das Waisenkind adoptiert und Emma leidet an der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit, dem Rassismus, der auch in Finnland wahrzunehmen ist. Sie leidet sozusagen an Fannis Stelle. Ihre Reflexionen über ihr Leben und das ihrer Familie vermengen sich mit Visionen. Ich war während der Lektüre ganz nahe bei Emma, konnte ihre Empfindungen, ja, ihr Leid, nur zu gut nachvollziehen. Ein eindringliches Buch, das trotz Emmas Leid, ihrer zeitweilig vorherrschenden und sich steigernden Ausweglosigkeit nicht nur trübsinnig und trist ist. Auch die Natur ist ein Teil des Romans, der seinen Teil dazu beiträgt. Und der - gerade die finnische Schärenlandschaft - strahlt eine ganz eigene Kraft aus.

  • Bewertung

    4/5

    03.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Auszeit in den Schären

    Ein Unfall in der Vergangenheit, der die Zukunft nachhaltig verändert. Die Umstände bleiben vorerst unbekannt. Lange hat Emma Schwierigkeiten sich in ihrem Leben erneut einzufinden. Das bekommen auch ihr Mann und die gemeinsame Tochter zu spüren. Mit viel Gefühl und einem Gespür für das Ungesagte nimmt uns Ina Westmann mit in die finnischen Schären zu einer kleinen Auszeit vom Alltag. Ein Roman zum mitfühlen. Sehr zu Empfehlen.

  • Lia48

    4/5

    27.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düster & trostlos mit einigen interessanten Themen & schönem Schreibstil

    „Manchmal fällt es leichter, mit den Toten als den Lebenden zu sprechen.“ INHALT: Emma, ihr Mann Joel und ihre Adoptiv-Tochter Fanni, verbringen gemeinsam ihren Sommerurlaub in Finnland auf einer kleinen Insel in ihrer Fischerhütte. Emma soll sich von ihren Strapazen erholen. Sie hat diesen „Reißverschluss“ am Kopf, der spannt und schmerzt. Ihre Kopfschmerzen sind qualvoll und ihre Halluzinationen jagen ihr und ihrer Familie Angst ein. „(...) ich weiß, dass ich nicht anders kann, die reglose Gestalt des Bootes ist wie ein Magnet, es kommt mir vor, als würde sie mir befehlen, hinzugehen, obwohl ich es nicht will. Oder will ich es?“ Emma weiß, dass sie operiert wurde, aber was davor geschah, hat sie verdrängt. Ob sie ihre Erinnerung je wiedererlangen wird? Normalerweise unternehmen sie im Urlaub mehr, Joel sehnt sich nach Abwechslung, doch Emma kann und will nirgendwohin. Die Spannungen werden größer und Emma geht es immer schlechter… MEINUNG: Halluzinationen bringen manchmal etwas Mystisches in Geschichten, zumindest habe ich das bei diesem Roman so empfunden. Dazu passte neben Emmas Kopfschmerzen hervorragend auch das zum Teil nasse, kalte und neblige Wetter. Als Leser*in rätselt man, was Emma erlebt haben könnte, was sie verdrängt hat und was es mit ihrem schlechten Gesundheitszustand auf sich hat. Dazu spielen vor allem Beziehungsprobleme und fehlende Kommunikation eine große Rolle im Buch. „Wir dachten auf die gleiche Art, wir glaubten an die gleichen Dinge. Ab welchem Punkt bewegten wir uns in verschiedene Richtungen, ab wann hörten wir nicht mehr auf die Stimme des anderen, hörten wir nicht mehr zu?“ Dies alles lässt die Lektüre äußerst düster und trostlos erscheinen, wodurch ich es manchmal schwierig fand, weiterzulesen. Vielleicht habe ich auch einfach im falschen Moment zu diesem Buch gegriffen. Trotzdem wollte ich wissen, was es mit Emmas Vergangenheit auf sich hat und konnte daher der Handlung dennoch weiterhin folgen. Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen, die Autorin hat einige sehr eindrückliche und zum Nachdenken anregende Sätze gefunden, die ich mir unbedingt herausschreiben musste. Insgesamt greift das Buch mehrere interessante Themen auf. Besonders berührt haben mich die Stellen, als Fanni ihrem Opa Fragen zum Sterben, dem Tod und dem Danach stellt. Der Großvater macht sich Gedanken, wie seine kleine Enkelin mit ihrer Empfindsamkeit in der Welt zurechtkommen soll. Fanni mochte ich sehr gerne. Als schwarzes, adoptiertes Kind weißer Eltern, hat sie es im Alltag nicht immer einfach. Die Erfahrungen, welche die Familie dadurch mit Rassismus erlebt, stimmen traurig und wütend. FAZIT: Ein ziemlich düsteres und trostloses Buch, das jedoch einige interessante Themen aufgreift. Die Beziehungsprobleme standen mir etwas zu sehr im Fokus, aber vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für die Lektüre. Dennoch gab es immer wieder sehr lesenswerte Stellen und auch der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. 4/5 Sterne!

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