Wir sind nicht allein im Universum - das zeigt Harvard-Professor Avi Loeb in diesem Buch
Avi Loeb ist einer der renommiertesten Astronomen unserer Zeit. Und er ist sich sicher: Wir sind nicht allein im All. Denn Form und Eigenschaften des unbekannten Flugobjekts, das im Oktober 2017 durch unser inneres Sonnensystem schoss, ließen nur eine Erklärung zu: Oumuamua, wie man es nannte, war Alien-Technologie, von einer außerirdischen Zivilisation entwickelt und auf Erkundungsflug. Hier erzählt Loeb von der ersten Sichtung dieses 'interstellaren' (aus einem anderen Sternensystem kommenden) Besuchers, belegt die hohe Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens und stellt die Frage, welche Konsequenzen das für uns hat: für Wissenschaft und Religion, für die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde. Sein Buch ist eine Reise an die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Emmen
5/5
06.05.2021
eBook (ePUB)
Ausserirdische
Für mich ein wenig zu wissenschaftlich und zu viel Astrophisyk. Mehr auf den Laieen ausgerichtet wäre es sehr interessant..
Sonnenwind
aus Schwabenland
5/5
10.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Astrophysik hautnah Der Autor…
Astrophysik hautnah Der Autor hat sich meine Hochachtung verdient - nicht nur, weil er als Astrophysiker zur Crème de la crème gehört, sondern auch, weil er seine komplizierten mathematischen Gedanken so verpacken kann, daß auch ein einfacher Mensch ihnen folgen kann. Mit diesem Buch ist also mehr oder weniger bewiesen, daß es außerirdische Intelligenzen gibt; einfach weil ein Objekt besprochen wird, das nicht menschlichen Ursprungs ist. Was für ein spannendes Thema! Wir wissen so wenig, aber durch solche Geschehnisse werden wir aus unserer kleinkarierten Denkweise hinauskatapultiert in die Weite des Universums. Ich bin mal gespannt, wieviel davon ich selbst noch sehen werde!
Johannes Größel
aus Dresden
4/5
09.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Überstürzte These, wie sich zeigt.
»Astronomische Hygiene, Fehlanzeige!« Avi Loeb (Man kann ihn trotzdem mögen) stellt eine gewagte Hypothese auf. Das in 2017 entdeckte interstellare Objekt »1I/Oumuamua«, welches zu diesem Zeitpunkt schon wieder auf dem Weg aus unserem Sonnensystem heraus war, muss ein künstliches Objekt sein, ist Loeb davon überzeugt, schließlich würden die raren Daten darauf hindeuten. Loeb vermag durchaus die Menschen für die wissenschaftliche Methode zur Erforschung des Kosmos von seiner Begeisterung anzustecken. Ich denke an den legendären Carl Sagan, oder aus jüngerer Zeit an Neil deGrasse Tyson oder in Deutschland an Harald Lesch. Aber meine Meinung: Loeb polarisiert innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft dadurch, dass seine Konklusion zum Gegenstand »Oumuamua« lediglich schön klingt, wenn es um den Gedankengegenstand »außerirdisches u. künstliches Artefakt« geht. Außerdem verwischt er ein wenig die Fakten. Worauf stützt sich seine Überzeugung? Drei wichtige Punkte nennt Loeb: 1. Das Objekt beschleunigte wohlgemerkt, nachdem es seinen sonnennächsten Punkt passierte. 2. Das Objekt besitzt aufgrund der vorliegenden Helligkeitsdaten eine extrem exzentrische Form oder sei sehr flach (Zigarrenform bzw. eine Sonnensegelartigkeit » die es sei sehr ungewöhnlich«). 3. Trotz der Beschleunigung nach der Sonnenpassage sein keine Ausgasungen zu beobachten gewesen, wie es bei Kometen der Fall sein sollte. Hierzu sollte man anmerken, dass Loeb höchst unkritisch ist. Ich denke, er »spielte« genau wegen der schlechten Datenlage mit dem fiktionalen Gedanken des künstlichen Ursprungs. Aber bereits nach Veröffentlichung seiner »falschen« Hypothese, gab es weitere, stille Astronomiegruppen, die es skeptisch sahen. Gegenthesen: Dass keine Gasemissionen registriert worden waren, lag an der Beobachtungsmethode und fehlenden, genauen Technologien. Die Ausgasungen bei Oumuamua konnten sehr wohl stattgefunden haben, aber wären im Fall von gefrorenem und dann ausgegaasten Wasserstoff kaum zu entdecken gewesen. Es ist ein großer Unterschied, ob ein typischer Komet Wassereis vergast und man einen relativ dichten Schweif bemerkt oder ob ein Komet aus einem anderen Sonnensystem auf dem Millionen Jahre dauernden Weg zu uns durch interstellaren Raum hochenergetischen Strahlen ausgesetzt ist. Unter diesem Gesichtspunkt macht Oumuamua weit mehr Sinn als die Alienhypothese von Loeb. Wir wissen, wie porös und locker Kometen sind, das macht sie leicht, leicht bedeutet, kann schnell beschleunigt werden. Oumuamua ist ein interstellarer Komet und die kosmischen Strahlen haben sein Wassereis zu Wasserstoff gespalten, der dank der Ferne zu einer Wärmequelle (Stern) lange in dem hochporösen Körper bestehen konnte. Zweites Gegenargument; die außergewöhnliche Form des Objekts. Wir kennen Dutzende Radarbilder von Asteroiden innerhalb unseres Sonnensystems, welche flach oder zigarrenförmig sind. Heute (2025) haben sich innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft die Gegenargumente durchgesetzt. Zudem werden über die nächsten Jahrzehnte immer mehr interstallare Objekte katalogisiert werden, allein was den Bereich unseres Sonnensystems angeht, wo auch kleinere metergroße Obejkte erfasst werden, geht es, vage ausgedrückt, in Richtung lückenlose Dedektion der Objekte. Ich würde sogar so weit gehen, Loeb in die Kategorie von Irrtümern einzuordnen, wie den Mondschwindel von John Herschel oder die These UAP (»die neuen Ufos«) hätten einen außerirdischen intelligenten Ursprung. Weil ich gerade von den UAPs (Unidentified Anomalous Phenomena) spreche. Es gab in 2022 einen UAP-Report dreier ukrainischer Wissenschaftler/Studenten, wonach diese mehrere UAPs bei der Himmelsüberwachung aufnahmen. Ausgerechnet und zum Glück, Avi Loeb vernichtete diese »Studie« zum Leidwesen internationaler UFO-Freunde mit trigonomischen Mitteln und entlarvte die »Phantoms« wie sie in der Studie genannt wurden als Artilleriegeschosse! Er machte darin deutlich, wie absurd die These der drei Astronomen war. Loeb ist ein spannender Zeitgenosse. Sein Buch »Außerirdisch« ist interessant und verdeutlicht in Echtzeit, »dass etwas noch lange nicht richtig ist, nur weil es schön klingt« (Carl Sagan), oder, liest man Loebs Kritik der Kiewer UAP-Studie, etwas nicht wahr ist, bloß weil es wissenschaftlich ausgedrückt wird (»Scientificalism«). Was ich jedoch in »Außerirdisch« viel plausibler und spannender finde, ist Loebs angerissene Initiative »Breakthrough Starshot«. Er plädiert für die Entsendung von Sonden zu anderen Sternsystemen, durch den Antrieb von großen Sonnensegeln und extremer Leichtbauweise.
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