Er will ihr nah sein, noch näher, immer noch näher. Bis es irgendwann nicht näher geht.
London, Fundbüro des öffentlichen Nahverkehrs. Lester Sharp kümmert sich um herrenlose Fundsachen: Handys, Schlüssel, Portemonnaies - besonders gern um Kleidungsstücke und medizinische Gerätschaften. Er ist auch privat ein Sammler und Sonderling, der sich schwertut mit Frauen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Als er der jungen Erin begegnet, weiß er zunächst nicht, wie er sich verhalten soll - findet aber schon bald eine Möglichkeit, ihr nah zu sein. Näher, als es ihr lieb sein kann...
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Psychothriller vom Feinsten
BücherwurmNZ am 06.06.2021
Bewertungsnummer: 1504573
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Zum einen aus der von Erin, die andere aus Sicht von Lester Sharp. Letztere überwiegt und ist für mich sie spannendere, aber auch schockierendere Perspektive. Man erfährt ungefiltert seine Gedanken und was er bezüglich Erin anstellt. Zudem tauchen die Worte seiner früheren Psychotherapeutin in seinen Gedanken auf, was bei mir immer die Alarmglocken schrillen ließ. Einige Kapitel erzählen die Geschichte von Lester und seiner früheren Freundin, welche für sie nicht gut ausging, und den Leser noch tiefer in Lesters Psyche eindringen lässt.
Die Geschichte ist überaus spannend, oft musste ich den Kopfschütteln, mir ist es eiskalt den Rücken runter gelaufen, bei dem, was Lester tat und wie tief er in die Privatsphäre von Erin eingedrungen ist. Ich wollte sie ständig warnen. Die hohe Spannung und die kurzen Kapitel ließen mich schnell durch das Buch kommen. Ich wusste nie, was als nächstes passieren wird, da die Autorin einige Überraschungen parat hält. Bis zum Schluss habe ich mit Erin mitgefiebert.
Fazit:
Ein Psychothriller vom Feinsten mit einer tiefgehenden und schockierenden Story sowie viel Spannung, einigen Überraschungen und vielen Gänsehautmomenten.
Latente Spannung, eine abstoßende Figur & bedrohliche Atmosphäre
NiWa am 25.07.2021
Bewertungsnummer: 1539080
Bewertet: eBook (ePUB)
Lester Sharp arbeitet im Fundbüro und ist außerdem sonderbar. Als er seinen neuen Nachbarin Erin begegnet, weiß er, dass es Schicksal ist. Er will ihr nah sein. Näher als es gut für Erin ist.
„Ich will dir nah sein“ ist ein feiner Psychothriller, der äußerst geschickt mit den Elementen des Genres spielt.
Lester arbeitet im Fundbüro und liebt seinen Job. Hier katalogisiert er verlorene Gegenstände und ist von ihnen fasziniert. Egal ob es Schlüssel, Handys oder medizinische Gerätschaften sind, er entwickelt eine eigenartige Beziehung dazu, und er ist eindeutig ein Sonderling. Darüber hinaus ist Lester nicht nur in der Arbeit sonderbar, sondern er tut sich schwer, zwischenmenschliche Beziehungen richtig zu interpretieren. Ein freundliches Lächeln da, ermutigt ihn, und ein verzweifelt ausgestoßenes „Nein“ spornt ihn mehr an. Erst recht, wenn er denkt, dass es - wie bei der neuen Nachbarin Erin - Schicksal ist.
Bei dem Buch hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Mein erster Gedanke war, dass es nach einem guten Thriller klingt und dieses Versprechen hat der Roman gehalten.
Als Leser taucht man in Lesters gestörte Wahrnehmung ein. Viele Passagen werden aus seiner Perspektive erzählt und dementsprechend ist man bei diesen verkehrten Gedankengängen live dabei.
Anfangs ist es unschuldig. Lester wirkt wie ein merkwürdiger Kauz, der sich zu intensiv für die verlorenen Gegenstände in seinem Job interessiert. Doch je länger man ihn begleitet, desto tiefer taucht man in die wirren Überlegungen ein, und ahnt, dass es erst die Spitze des Eisbergs ist.
Lester hat mich total abgestoßen. Ich habe ihn als extrem widerliche Person empfunden, bei dessen räumlicher Nähe man körperlich auf den Ekel reagiert. Seine Wahrnehmung ist absolut verdreht, er interpretiert kleinste Gesten falsch und wird dadurch zu einer Bedrohung, der man nicht im Treppenhaus begegnen will.
Gleichzeitig hatte ich Mitleid mit ihm, weil in seiner Illusion alles seine Richtigkeit hat. Er handelt so, wie er denkt, dass es angebracht ist, und begreift nur am Rande, dass er regelmäßig Grenzen übertritt.
Die neue Nachbarin Erin hat es ihm angetan. Nach ihrem Einzug erlebt man Lester voll befremdlichen Elan und manche Szenen haben etwas Beängstigendes. Ich bin mir relativ sicher, dass es solche Menschen wie ihn wirklich gibt, was mir schon arg zu denken gibt.
Zudem erhält man Einblick in Erins Leben, was die Handlung zusätzlich aufpeppt und ihr zum Ende hin eine bizarre Wendung verleiht.
Ich habe den Thriller gebannt gelesen, weil Lesters Ekelfaktor und seine abnormalen Gedankengänge fesselnd sind. Vom merkwürdigen Sonderling wandelt er sich zur - meiner Ansicht nach - realistischen Bedrohung, was dem Thriller ordentlich Spannung verleiht.
Der Handlungsaufbau ist einem Psychothriller entsprechend. Es ist eher ruhig und die Spannung baut sich unterschwellig auf. Erins Leben liegt in Lesters Hand, obwohl die Nachbarin nicht ahnt, welcher unscheinbaren Bedrohung sie ausgesetzt ist. Zum Schluss wartet die Autorin mit einem gut konstruierten, überraschenden Ende auf, das mir gefallen hat.
„Ich will dir nah sein“ ist ein fesselnder Psychothriller, der meiner Meinung nach mit latenter Spannung, einer abstoßenden Figur und bedrohlicher Atmosphäre an die Seiten bannt.
Meinung aus der Buchhandlung
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So muss ein Psychothriller sein, packend von der ersten Seite bis zu einem großen Finale, das man so überhaupt nicht erahnt. Dieses Buch kann man einfach nicht zur Seite legen!
Nervenzerreißend spannend, für Fans von Melanie Raabe.
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Stell dir vor du wirst von jemandem beobachtet u. auf Schritt & tritt verfolgt. Es stellt sich heraus es ist dein Nachbar, der besessen ist von dir u. sogar in deine Wohnung einbricht - sehr gruselig und beängstigend dieser Gedanke! Leider gibts viel zu viele Stalker da draußen!
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