Auch wenn Gevatter Tod in einem Seniorenheim kein seltener Gast ist, sind Cäcilie und Käthe sich sicher: Ihr Mitbewohner Heribert ist keines natürlichen Todes gestorben, zumal er vor seinem Ableben auch noch beraubt wurde. Um der Sache auf den Grund zu gehen, schleusen sie ihre Freundin Loretta als Kaltmamsell in die Küche der Residenz „Herbstglück“ ein. Dort schnippelt sie nicht nur Gemüse, sondern stolpert – wie sollte es anders sein? – bald auch höchstselbst über ein weiteres Mordopfer …
Spannend, mit tollen Charakteren und voller Ruhrpott-Humor
Loretta Luchs und ihr Hang tote Menschen zu finden und deren Ermordung aufzuklären reißt nicht ab. Dabei kann die Ruhrpottlerin nun wirklich nichts dafür, zumal sie diesmal nur den Diebstahl von Wertsachen in einem Altenheim aufdecken wollte. Doch es kam natürlich ganz anders als gedacht und offenbarte dabei ungeahnte Abgründe.
Wer allerdings hofft, mittlerweile einfach in die Reihe starten zu können, den muss ich leider enttäuschen, da es einfach zu viele Anspielungen auf vorherige Bände gibt und auch Charaktere aus Vorgängern oftmals eine große Rolle spielen. Wer es trotzdem einmal versuchen möchte, darf dies sehr gerne machen. Ob er aber denselben Lesespaß haben wird wie ich, ist eine andere Frage.
Nach der kleinen Vorwarnung, kann es jetzt endlich mit den schönen Sachen des Buches weitergehen, denn davon gab es reichlich. Zuallererst wäre da natürlich wieder das wunderschöne Cover von Ommo Wille. Ihn und seine Illustrationen schätzte ich immer sehr, da es sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite immer etwas zu entdecken gibt. Wie eben hier, wo auf der Rückseite eben 2 Kaninchen fröhlich im Dunkeln rammeln. Ein bisschen Spaß muss eben auch sein.
Wenn wir schon bei Spaß sind, kann ich auch gleich zur Story kommen, welche diesmal wieder den Humor hatte, den ich im Vorgänger schmerzlich vermisste. Herrliche Sprüche und Bezeichnungen wie Heiopei waren wieder allgegenwärtig und sorgten dafür das ausreichend Ruhrpott-Charme anwesend war. Doch da wir es ja hier auch wieder mit einer Krimödie zutun hatte, fehlte es natürlich auch nicht an kriminellen Energien. Denn wie oben bereits beschrieben ging es diesmal um Diebstahl und natürlich auch Mord.
Auch das Thema Seniorenheim und natürlich die Sache mit dem Alter war ein großes Thema, welches ich wohl noch nie so schön präsentiert bekommen habe. Hier gab es eben ältere Personen die ihre Handys beherrschten, genau wie es welche gab, die sich gegen alles auflehnten, was sie eben nicht kannten. Das Stichwort war hier wirklich „Diversität“, denn egal, ob bei den älteren Herrschaften, dem Pflegepersonal oder auch bei Loretta und ihren Freunden, die Meinungen und Fähigkeiten aller Personen waren enorm unterschiedlich. Ich liebe das sehr, zumal eben auch sehr negativ behaftete Eigenschaften behandelt werden.
Von daher war ich diesmal wieder sehr happy, auch wenn ich mich noch immer an Lorettas neue Partnerschaft gewöhnen muss und mich immer ein wenig über sie ärgere, wenn sie gefährliche Alleingänge macht. Zudem würde ich gerne sie gerne wieder öfter im Callcenter sehen, denn das ließ sie diesmal ganz schön schleifen.
Die Zahl 13 steht ja eigentlich eher für das Unglück, aber wer den 13. Band mit Loretta Luchs liest, dürfte eigentlich nichts anderes als pure Freude empfinden. Ihr neuster Fall war nicht nur urkomisch, sondern bot neben viel Spannung, auch ernstere Themen, die man wirklich gut verpackt hatte. Allerdings finde ich die Fälle langsam etwas zu gefährlich für Hornbrillen-Girl.
Bewertung
aus Essen
5/5
01.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilige und amüsante Ruhrpottkrimödie
Ein neuer Fall für Loretta. Eingeschleust in eine Altersresidenz ermittelt sie zunächst wegen Diebstahl. Was als Freundschaftsdienst für zwei betagte Freundinnen anfängt, endet im Mordfall. Loretta undercover mittendrin. Ein Pott-Original an jeder Ecke und in der Residenz ne Menge skurriler Persönlichkeiten. Macht Spaß zu lesen und sich dieses Heim mit allem drum und dran vorzustellen.
Auch ohne die anderen Fälle zu kennen sehr lesenswer, aber wer guten Lesestoff aus den Ruhrpott sucht ist bei Loretta und ihren Kumpanen genau richtig und sollte auch die Vorgänger lesen.
Sina
5/5
17.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Herrlich unterhaltsam und spannend
Lotte Mink nimmt uns wieder, an der Seite von Loretta, mit auf eine sehr unterhaltsame und spannende Reise ins Ruhrgebiet.
Dieses Mal ermittelt Loretta „andakawwa“ in einer noblen Seniorenresidenz. Ihre neuen Freundinnen Cäcile und Käthe vermuten, dass dort ein Dieb sein Unwesen treibt, der evtl. auch für den Tod eines Bewohners verantwortlich ist.
Mit ihrer sympathischen und unkonventionellen Art nimmt sich Loretta den Fall. Sie wird als Küchenhilfe eingeschleust und kann so die Geschehnisse und möglichen Verdächtigen beobachten.
Es war wieder ein Vergnügen die Freunde zu begleiten, wie sie auf humorvolle und spannende Weise den Fall mit viel Charme lösen.
Die spritzigen und lockeren Dialoge sowie der flüssige und spannende Schreibstil der Autorin lassen diese Krimikomödie zu einem großen Lesevergnügen werden.
Auch wenn man die vorherigen Fälle nicht kennt, kann man diesen Band sehr gut lesen und bekommt bestimmt Lust darauf auch die anderen Fälle mit Loretta zu lösen.
Jessi
5/5
17.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Humorvoll, unterhaltsam, trickreich: Loretta Luchs andakawwa im Seniorenstift!
Ruhrpott-Krimödie on point!! Wenn man nach weniger als fünf Sätzen voll in der Geschichte drin ist, ist es ein neues Lotte Minck Buch! Es gibt viel zu lachen, viel zu staunen, viel Ruhrpottslang, Überraschungen und ab und an musste ich auch mal kurz den Atem anhalten. Es ist eine tolle Unterhaltung, die ich ruckzuck weggelesen habe. Denn: einmal angefangen, will ich einfach nur noch weiterlesen!
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