»Good vibes only! Mach das Beste draus! Sieh's doch mal positiv!« Auf Instagram und Co. wird Optimismus bis zum Umfallen gepredigt. Aber lassen sich negative Gefühle wirklich einfach wegmeditieren? Können wir uns allen Ärger und Frust beim Yoga von der Seele atmen? Und ist tatsächlich etwas dran an dem viel zitierten »Law of Attraction«, das unser Schicksal ganz allein in unsere Hände legt, frei nach dem Motto »Wer positiv denkt, dem widerfährt Gutes«?
Anna Maas ist sich sicher: Nein! Denn durch die allgegenwärtige Glückssuche entsteht Druck: Jede*r muss immer positiv denken, für negative Emotionen ist kein Platz. Wer es nicht »schafft«, optimistisch zu bleiben, hat versagt. Dieses Phänomen hat einen Namen: »Toxic Positivity«.
In ihrem Buch untersucht die Journalistin, was wirklich dran ist an dem Zwang zum Glücklichsein. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen und der Meinungen zahlreicher Expert*innen erklärt sie, warum eine positive Lebenseinstellung um jeden Preis oft nicht nur wenig hilfreich ist - sondern uns sogar schaden kann.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Yara
5/5
23.10.2023
Buch (Taschenbuch)
viele wertvolle Impulse
Vor einer Weile las ich ein anderes Eden-Books Buch, und hinten drin fand ich die Empfehlung für dieses hier. Ich merkte mir den Titel, beschäftigte mich aber nicht weiter damit. Doch seitdem tauchte bei mir immer wieder der Gedanke an Toxik-Positivity auf. Er überkam mich in den unterschiedlichsten Momenten, und ich merkte, wie auch ich davon betroffen war. Kurzerhand bestellte ich mir das Buch und las es.
Beim Lesen wurde ich in die verschiedenen Bereiche von Toxic Positivity mitgenommen und wie es im Alltag auftauchen kann und tatsächlich auftaucht. Mein Blick öffnete sich auch für mein eigenes Leben, und ich wurde aufmerksam auf den Schaden, den ich wahrscheinlich durch manche meiner Aussagen verursacht habe. Mir war nicht klar, wie breit gefächert Toxic Positivity ist, und ich bin dankbar, dass ich jetzt einen anderen Blick auf diese Dinge habe.
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Taschenbuch)
„Positiv und Glücklich sein“ ist aktuell ja ein großes Thema. Doch ist diese teilweise extreme Art des positiven Denkens etwas für jeden, bzw. kann sie auch über schwere Zeiten hinweg helfen? Anna Maas beleuchtet, anhand ihrer eigenen Erfahrungen, verschiedene Aspekte in denen Toxic Positivity eine Rolle spielen kann, wie Social Media, Mutterschaft, soziale Ungerechtigkeit, Krankheit. Dank ihr habe ich einiges gelernt, und hoffe nun, ich kann in manchen Situationen besser einschätzen was Freunden, Verwandten oder mir selbst vielleicht gerade am besten hilft! Ich hoffe ihr greift zu diesem Buch und nehmt genauso viel mit wie ich!
Bewertung
aus Berlin
5/5
12.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Klare Leseempfehlung
Ich habe schon einige Ratgeber für Erfolg, Glück usw. gelesen und kenne daher das Gefühl, jetzt einfach nur noch positiv denken zu müssen und dann werden alle meine Wünsche wahr. Leider ist das 1000 Mal einfacher gesagt als getan und spoiler, hat es eigentlich nie geklappt.
Genau diese Erkenntnis hat sich in den letzten Monaten bereits bei mir breit gemacht, aber zu sagen, dass positives Denken toxisch werden kann, erschien mir dann doch etwas zu viel. Gerade das hat mich so neugierig auf das Buch gemacht und ich wollte sehen, ob ich mit der Autorin am Ende übereinstimme oder nicht.
In dem Buch streift Anna Maas dabei verschiedene Themen an, von der Coronakriese, sozialen Medien, bis hin zu toxischer Positivität bei Schwangerschaften oder Verlusten. Ich persönlich fand jedes einzelne Kapitel sehr spannend und teilweise erschreckend, in wie vielen Bereichen eine krampfhafte Positivität gelebt wird. Für manche sind die Kapitel über Schwangerschaft oder Krankheiten vielleicht nicht direkt persönlich relevant, ich empfehle sie aber dennoch. Denn so kann man seine eigenen gegebenenfalls toxischen Aussagen, die erstmal harmlos scheinen, überdenken und im Umgang mit anderen besser kommunizieren.
Besonders gefallen hat mir, dass das Buch trotz dessen positives Denken nicht verteufelt. Es zeigt aber, dass es eben nicht jedem/r in jeder Situation helfen kann. Manchen reichen ein paar inspirierende Zitate auf Pinterest und Co. Das ist gut so. Jeder sollte das tun, was ihm/ihr gut tut.
Jedoch, und das ist für mich die größte Erkenntnis, die ich aus dem Buch mitnehme, sollte diese Positivität nicht zwanghaft werden. Negative Gefühle sind wichtig, denn aus ihnen können wir lernen. Sie machen uns menschlich. Aber unsere Gesellschaft versucht negative Gefühle immer mehr zu unterdrücken. Allen soll es immer nur gut gehen. Schlechte Laune, Wut oder Trauer – da sollte man schnell von weg kommen. Das mag niemand mehr sehen.
Mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Er ist flüssig, teils witzig und dabei immer vollkommen nahbar und authentisch. Ich konnte mich in sehr vielen Situationen selbst wiedererkennen. Man könnte vermutlich zu jedem einzelnen Thema ein Buch schreiben, aber ich finde die Autorin hat das sehr gut in den Kapiteln zusammengefasst. Es ist nicht anklagend aber bietet genug Raum, dass man seine eigene Perspektive mal überdenken könnte.
Wie oft mir schon gesagt wurde, >>Lach doch mal<< kann ich schon gar nicht mehr zählen. Und sobald es jemand sagt, bewirkt es genau das Gegenteil: ich werde genervt oder richtig sauer. Ich lache, wenn es etwas zu lachen gibt. Die ganze Zeit mit einem Grinsen im Gesicht rumzulaufen ist unrealistisch. Viele denken vor so einer Aussage aber gar nicht darüber nach. Vielleicht wäre es zielführender mal eher zu fragen, ob alles okay ist, anstatt direkt einen der schönen Positivity Sprüchen zu drücken.
Für mich persönlich hat das Buch gezeigt, dass es okay ist, dass ich einigen Influencer*innen und Bloggern in den sozialen Medien entfolgt bin, da ich auf Dauer ein schlechtes Gewissen bekam. Schließlich sei es ja so einfach, erfolgreich und glücklich zu sein – man müsse nur positiv denken. Das baute bei mir jedoch gehörigen Druck auf. Das jetzt auch genau so sehen zu können, verdanke ich Anna Maas und ihrem Buch.
Für Gedanken und Gefühle, die ich zwar bereits verspüre und die mir vage bewusst sind, ich aber nicht in Worte fassen kann, liebe ich Bücher. Und dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung!
Bewertung
4/5
30.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Sei offen für Gefühle
Die Happiness Lüge behandelt ein hochaktuelles und brisantes Thema. Maas steigt direkt am Anfang der Pandemie ein zu berichten. Trotz des Themas schreibt sie flüssig und ihr Werk ist leicht zu lesen.
Ich konnte Vieles nachvollziehen, nur ein Punkt hat mich voll in Rage gebracht, aber da hatte sie am Ende ihren Fehler eingesehen und sich quasi entschuldigt. Was mich jedoch etwas irritiert hat, war, dass sie mir zu viel Privates berichtet hat.
Jedoch gibt es für all die qualitativ hochwertigen Aussagen in dem Buch stets Angaben zum Verfasser, sodass man den Psychologen XY und co. weiter recherchieren kann, falls einem seine Meinung imponiert hat und man mehr über ihn und seine Ideen erfahren will.
Fazit: Zusammenfassend kritisiert sie nicht nur Instagram, sondern auch alle, die neben Instagram noch auf anderen Portalen Werbung für ein immer positives Mindset machen. Man sollte möglichst auf all die Influencer verzichten, da man durch sie meist nur auf all die eigenen Makel im Leben aufmerksam gemacht wird, was zu negativen Gefühlen und Depressionen führen kann und stattdessen einfach die Zeit für aktive me-time nutzen.
Wer damit Probleme hat und das bisher nicht wusste, der sollte zum Buch greifen.
Empfehlenswert für alle, die nicht gut mit schlechten Tagen umgehen können und zu sehr in der Scheinwelt von Instagram und co. versunken sind. Man lernt kritisch zu denken, zu hinterfragen, loszulassen und zu akzeptieren, dass das nicht alles ist und sich von starren "perfect-Instagram-Weltbildern" zu lösen.
Jazz
4/5
29.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Happiness Lüge behandelt…
Die Happiness Lüge behandelt ein hochaktuelles und brisantes Thema. Maas steigt direkt am Anfang der Pandemie ein zu berichten. Trotz des Themas schreibt sie flüssig und ihr Werk ist leicht zu lesen. Ich konnte Vieles nachvollziehen, nur ein Punkt hat mich voll in Rage gebracht, aber da hatte sie am Ende ihren Fehler eingesehen und sich quasi entschuldigt. Was mich jedoch etwas irritiert hat, war, dass sie mir zu viel Privates berichtet hat. Jedoch gibt es für all die qualitativ hochwertigen Aussagen in dem Buch stets Angaben zum Verfasser, sodass man den Psychologen XY und co. weiter recherchieren kann, falls einem seine Meinung imponiert hat und man mehr über ihn und seine Ideen erfahren will. Fazit: Zusammenfassend kritisiert sie nicht nur Instagram, sondern auch alle, die neben Instagram noch auf anderen Portalen Werbung für ein immer positives Mindset machen. Man sollte möglichst auf all die Influencer verzichten, da man durch sie meist nur auf all die eigenen Makel im Leben aufmerksam gemacht wird, was zu negativen Gefühlen und Depressionen führen kann und stattdessen einfach die Zeit für aktive me-time nutzen. Wer damit Probleme hat und das bisher nicht wusste, der sollte zum Buch greifen. Empfehlenswert für alle, die nicht gut mit schlechten Tagen umgehen können und zu sehr in der Scheinwelt von Instagram und co. versunken sind. Man lernt kritisch zu denken, zu hinterfragen, loszulassen und zu akzeptieren, dass das nicht alles ist und sich von starren "perfect-Instagram-Weltbildern" zu lösen.
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