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Solikante Solo Roman

9

16,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

10.03.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,6/13,5/2,7 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Mint / Tanne

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70089-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Der Autor versteht es, den Charakteren Tiefe und Widersprüchlichkeiten zu verleihen. ("Family")
Autor Björn Kern verschränkt das Schicksal eines Elternpaares mit den Verwerfungen, die seit einigen Jahren unser Land bestimmen. ("Ruppiner Anzeiger")
Da sind bewegende, einnehmende Passagen, in der die beiden Liebenden […] der kleinen Tochter ein Gefühl für das richtige Leben vermitteln – wo auch immer. ("Der Tagesspiegel")
Da sind bewegende, einnehmende Passagen, in der die beiden Liebenden […] der kleinen Tochter ein Gefühl für das richtige Leben vermitteln – wo auch immer. ("Der Tagesspiegel")
[...] beschreibt der im Oderbruch lebende Autor [...] mit Witz und Überzeichnungen in seinem jüngsten Roman „Solikante Solo“ über eine junge Familie zwischen Großstadt und Provinz. ("taz")
Mit faszinierender Leichtigkeit erzählt ("Bayern 5")
Liebe und Hass, Mut und Übermut liegen nahe beieinander in „Solikante Solo“. [...] Rasant. ("Frankfurter Neue Presse")
eine einzige Metapher unserer Gesellschaft ("Meine News")

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Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

10.03.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,6/13,5/2,7 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Mint / Tanne

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70089-9

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • https://lieslos.blog/

    5/5

    21.04.2021

    Buch (Paperback)

    Romantische Idylle und knallharte Realität.

    Der 1978 im Südschwarzwald geborene Björn Kern hat mit „Solikante Solo“ einen packenden und vielschichtigen Roman über das Kleine und das Große geschrieben: Über die Familie und über die Gesellschaft. Auf den ersten Blick ist „Solikante Solo“ eine tragikomische Beziehungsgeschichte. Beim genaueren Hinsehen bzw. Hinhören nimmt man daneben eine unaufdringliche, aber bedeutsame Hintergrundmusik wahr: gesellschaftspolitische Probleme und Phänomene. Ruth, eine Psychotherapeutin und Jann, ein Unternehmer, sind ein nicht mehr ganz junges und recht spezielles Elternpaar, dessen grundsätzliche Lebensvorstellungen ziemlich divergieren. Jann fühlt sich u. a. von der Luftverschmutzung bedroht und vermutet sein Glück auf dem Land. Ruth möchte mit der gemeinsamen Tochter lieber in Berlin bleiben. Entspannende Ruhe und idyllische Beschaulichkeit des Landlebens versus pulsierender Lebendigkeit und multikultureller Weitläufigkeit des Großstadtgetümmels. Tja. Wird ihre gegenseitige Liebe ausreichen, um diese grundsätzliche Gegensätzlichkeit zu überwinden? Werden die zunehmenden Streitereien die Beziehung gefährden oder gar zum Scheitern bringen? Sisal, deren Tochter ist mittendrin und zwischendrin. Sie ist letztlich die Leidtragende und kann sich der problematischen Familiendynamik und der gespannten Atmosphäre zwangsläufig nicht entziehen. Ich mochte den Schreibstil von Björn Kern. Er ist ein genauer Beobachter und zeichnet die Charaktere dieser beiden interessanten und extremen Persönlichkeiten Ruth und Jann ausdrucksstark, nachvollziehbar und authentisch. Dass manches etwas zugespitzt oder klischeehaft wirkt, empfand ich nicht als störend, sondern sah ich als Stilmittel, das die Thematik und Problematik unterstreicht und hervorhebt. Die sich ergebende Not der zwischen den Stühlen sitzenden Tochter Sisal vermittelt er dabei anschaulich und glaubhaft. Er beschreibt die Gefühle und Reaktionen des Mädchens, das zur Symtomträgerin des elterlichen Dilemmas wird, sehr einfühlsam. Die Konflikte des Paars hat Björn Kern gut ausgearbeitet und mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Geschehnissen und Problemen verknüpft. Die Gegensätze prallen hier lautstark aufeinander und lösen schwere Unruhen und tiefgreifende Konflikte aus. Ich empfehle „Solikante Solo“ von Björn Kern gerne weiter. Der Roman, gleichermaßen Familien- wie Gesellschaftsportrait, ist unterhaltsam, literarisch ansprechend und gibt Denkanstöße.

  • Bewertung

    aus Frankenthal

    5/5

    14.04.2021

    Buch (Paperback)

    Eine sehr gut geschriebene Beziehungsgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen!

    Inhalt: Ein Paar, so gegensätzlich wie Stadt und Land. Während er in Solikante nach einem abgeschiedenen Zufluchtsort sucht, sehnt sie sich nach Lebensfreude und der Weltläufigkeit des multikulturellen Lebens in Berlin: Dorfkrugtresen versus Großstadtnacht. Das Ende der Beziehung scheint besiegelt. Doch dann zeigt sich, dass das Leben als Singles alles noch schlimmer macht. Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Es ist natürlich kein Thriller oder etwas ähnlich Spannendes, aber der Schreibstil überzeugte mich sofort, so dass sich das Buch sehr gut lesen ließ und ich es ungern aus der Hand gelegt habe. Mit Jann und Ruth hat Björn Kern zwei interessante Charaktere geschaffen, deren Beweggründe, zumindest zu Beginn, immer gut nachvollziehbar waren. Jann der Landmensch möchte dass seine Familie idyllisch in der Natur lebt und Ruth der Stadtmensch braucht das Leben und die Abwechslung der Großstadt. Und wenn zwei so extreme Lebensvorstellungen, gepaart mit Unverständnis dem anderen gegenüber, aufeinander treffen, führt das zwangsläufig zu Konflikten und Trennung. Diese Konflikte hat Björn Kern wirklich gut ausgearbeitet und mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Geschehnissen und Problemen verknüpft. Das brachte mich als Leser oft zum Nachdenken „was würde ich tun?“ oder „wie würde ich reagieren?“ und das mag ich gerne an Büchern - dass sie mich nicht nur unterhalten, sondern mich anregen über die Handlung und mich selbst nachzudenken. Überhaupt finde ich dass Björn Kern eine sehr gute Beobachtungsgabe hat, was besonders bei den Beschreibungen der kleinen Tochter deutlich wurde. Es hat mich teils sehr berührt wenn er über ihre Gefühle und Reaktionen geschrieben hat, denn genau so verhalten, reden und reagieren Kinder in diesem Alter! Sie war für mich das absolute Highlight des Romans! Auch die Beschreibungen des Landlebens und Großstadtlebens waren durch den Reichtum an Details sehr gelungen und absolut auf den Punkt gebracht. Ich fand auch die Auswahl der Nebencharaktere richtig gut, besonders die Wirtin in Solikante, mit ihrem trockenen Humor und den in Dialekt geschriebenen Sätzen, hat mir gut gefallen! Außerdem möchte ich unbedingt noch anmerken dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen durfte und hierbei auch den Autor, Björn Kern, als sehr sympathischen, interessanten und netten Gesprächspartner kennen lernen durfte! „Solikante Solo“ war mein erstes Buch von ihm, aber sicher nicht mein Letztes! Ich kann den Roman auf Grund seiner Sprache und Vielschichtigkeit sehr empfehlen. Es ist auf jeden Fall ein Buch für Leser die eine interessante Beziehungsgeschichte mit allen Höhen und Tiefen lesen möchten, in der aber niemals die Hoffnung auf ein gutes Ende verloren geht!

  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    30.03.2021

    Buch (Paperback)

    Eine zerrissene Familie in einer zerrissenen Gesellschaft

    Ein Buch, das eine einzige Metapher unserer Gesellschaft ist. Der Über-Konsum und die Schnelllebigkeit. Die gefühlte und tatsächliche Diskrepanz zwischen Stadt und Land, global und regional. Die Sucht nach Akzeptanz und die Suche nach Liebe. Es geht um eine kleine Familie aus Berlin, die mit Problemen kämpft, mit denen einige kleine Familien kämpfen. Die eigenen vier Wände werden zu eng und die Zweisamkeit verschwindet. Außerdem tauchen auf einmal unterschiedliche Meinungen zu wichtigen Themen auf. Feinstaubbelastung in der Stadt.. Rückständige Weltanschauungen auf dem Land.. Da ist die kleine Sisal schnell das Einzige, was Ruth und Jann noch verbindet. Dazu steht hier noch ein Schloss im Mittelpunkt. Eben jenes befindet sich in der brandenburgischen Pampa, in Solikante. Janns fixe Idee das Teil zu renovieren sorgt schnell für Streit. Das Buch bedient sich diverser Zeitsprünge und zeigt so Jann und Ruth als Paar aber auch als getrennt lebend. Wo die Reise letztendlich hingeht, verrate ich natürlich nicht. Die für mich dominanten Themen in diesem Buch sind die innere Zerrissenheit der Protagonisten sowie die allgegenwärtigen Ängste. Was ist noch konstant in dieser Welt und wenn immer alles im Fluss ist, ist Konstanz dann vielleicht sogar schlecht? Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken animiert und ich konnte sowohl Janns als auch Ruths Verhalten sehr gut nachvollziehen. Gerade die Beziehung der beiden zu Sisal, die sehr unterschiedlich ausfällt, hat mich an diverse Momente in meiner eigenen Vaterrolle erinnert. Björn Kern präsentiert außerdem seine neue Heimat, das Oderland. Land und Leute sind dadurch sehr authentisch. Das Buch selbst ist ein bisschen weniger traurig, aber genauso wertvoll wie der geniale Roman KURT von Sarah Kuttner. Ein Porträt einer Gesellschaft, die immer mehr polarisiert und sich selbst sucht.

  • Bewertung

    aus Rösrath

    5/5

    20.03.2021

    Buch (Paperback)

    Unbedingte Leseempfehlung!!!

    Björn Kerns 'Solikante Solo' hat mich ab den ersten 10 Minuten gepackt. Es war eines von mehreren Büchern auf meinem 'Lesestapel'... und schon nach den ersten Zeilen war mir klar, dass dies mein aktuelles Buch werden würde. Und nach einem Urlaub in der Uckermark vor einigen Jahren und vielen Berlinaufenthalten war mein Interesse sofort da! Ich fand schon im ersten Teil die Figuren gut gezeichnet, die Konfliktlinie, an der sich die Protagonist*innen abarbeiten würden bestens ausgeleuchtet und fand die jeweiligen Gedankenwelten sehr nachvollziehbar. Ich dachte noch, dass es heute tatsächlich eine beachtliche Herausforderung ist, als Paar mit Kind einen für alle passenden Lebensentwurf zu finden und auch zu realisieren. Zwischen all den Optionen wählen zu können / zu müssen. Wobei die 'Stadt oder Land' - Entscheidung nur sinnbildlich zugespitz ist, gewissermaßen als Platzhalter für all die anderen Optionen steht. Natürlich ist das eine oder andere etwas klischeehaft beschrieben, aber das macht die Personen und die Handlung ja so gut nachvollziehbar. Und ich finde auch, dass es nicht darum gehen kann, dass einem die Figuren irgendwie sympathisch sein müssen, damit man auch das Buch lieben kann; gerade das will Literatur ja nicht, bzw. ist nicht meine Anforderung an ein gutes Buch. Ich liebe es, wenn Figuren auch Schattenseiten haben, wenn ich als Leser Ambivalenzen und Widersprüche, Macken und Schwächen beim handelnden Personal erleben darf (... weil mich das ja auch auf eigenes aufmerksam macht, mir ein Spiegel sein kann). Nur so ist es dann auch mehr als nur ein Schmöker, mit der Aufgabe, mir ein langweiliges Wochenende zu versüßen!!! Und das gelingt dem Roman in hervorragender Weise! Hervorragend finde ich auch den Aufbau, welcher mit Zeitsprüngen arbeitet und der Leserschaft die Geschichte der Paarbeziehung gut nachvollziehbar macht. Denkt man zuweilen 'das arme Kind, die arme Tochter Sisal', so darf man gleichzeitig die rückhaltlose Liebe dieses kleinen Wesens zu ihren Eltern in deren Kampf um ihre Beziehung und die Auseinandersetzung über die unterschiedlichen Lebensentwürfe bewundern (raus ins Dorf Solikante oder Verbleiben in der Megastadt Berlin). Und am Ende fügt es sich dann doch und bleibt gleichzeitig offen. Im Abschlussbild fährt Ruth mit dem Zug aus Berlin nach Solikante und zeitgleich sitzt Jann im Zug aus Solikante nach Berlin. Da darf man sich als Leser*in seinen Teil denken... Unbedingte Leseempfehlung!!!

  • Jule

    aus München

    5/5

    18.03.2021

    Buch (Paperback)

    Dieses Buch hat mich wirklich…

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Von außen wirkt es etwas nüchtern, entfaltet schon auf der ersten Seite aber eine große Sogwirkung. Ruth und Jann - ein ehemals glückliches Paar zwischen dem Großstadttrubel Berlins und der vermeintlichen Idylle eines Dorfes an der Oder. Mit dem Kauf eines viel zu großen und dazu maroden Gutshofs eskaliert die Beziehung. Ruth liebt das Leben und die Vielfalt der Stadt. Jann schwärmt vom ruhigen, beschaulichen Dorfalltag zwischen toller Oder-Landschaft, Selbstversorgerträumen und Tresen in der Dorfkneipe. Er ist genervt von der zunehmenden Gentrifizierung Berlins, der Luftverschmutzung und dem stressigen Alltag. Doch ihm fehlt schon nach kurzer Zeit der Antrieb irgendetwas anzupacken. So bleibt das Schloss eine Bruchbude und die Beziehung geht vor die Hunde. Beide erkennen sich nicht wieder. Auch Ruth wird immer unzufriedener. Zerrissen zwischen Job, Kinderbetreuung, Freundschaft und dem Stress des Alltags hetzt sie durch ihr Leben. Lediglich für ihre gemeinsame Tochter Sisal versuchen beide noch eine Basis zu finden. Im Laufe der Kapitel spitzt sich die Situation immer weiter zu. Rückblenden lassen erahnen, wie es hätte werden können und offenbaren immer neue Bruchstellen. Der Schreibstil ist dabei so packend und rasant, dass sich das Buch in einem Rutsch lesen lässt. Gesellschaftliche Probleme wie Vorurteile, Angst vor Fremden, Klimakrise und eine zunehmende Schnelligkeit des Alltags werden fast nebenbei erzählt, geben aber den großen Rahmen. Die wenigen Nebenfiguren sind auch sehr treffend skizziert. Für mich ist dieses Buch ein wirkliches Highlight.

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