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Ein Lied für die Vermissten Roman | Eine Coming-of-Age-Geschichte im Nahen Osten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.07.2021

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

329 g

Farbe

Mokka / Vanille

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-31788-7

Beschreibung

Rezension

»Ein feinfühliger Text, aus dem die Liebe für den Libanon und seine Menschen spricht, jenseits orientalistischer Klischees, mit einer poetischen Erzählstimme.« ("Daniel Speck")
»Sinnlich und faktenreich lässt (Pierre Jarawan) den Libanon über Jahrzehnte lebendig werden..« ("Welt am Sonntag")
»Pierre Jarawan schildert in ›Ein Lied für die Vermissten‹ (Berlin-Verlag) ein bewegendes Schicksal.« ("Ostthüringer Zeitung")
»Ein neuer Jarawan wie wir ihn lieben: einfühlsam, spannend und virtuos verknüpft mit der bewegten Geschichte des Nahen Ostens.« ("Rheinischer Spiegel Online")
»Ein hochpoetisches Buch in einer ebensolchen Sprache. Man taucht förmlich ein in so eine orientalische Welt voller Geschichten, Atmosphären.« ("Deutschlandfunk Kultur „Lesart“")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.07.2021

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

329 g

Farbe

Mokka / Vanille

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-31788-7

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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  • gst

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    18.01.2026

    eBook (ePUB 3)

    Über Freundschaft und Verluste

    Der Libanon war einst die Schweiz des nahen Ostens, mit Skipisten in den Bergen und Jetskis am Strand. Allerdings, so führt der Autor aus, hat die Bevölkerung noch keinen Tag echte Demokratie erlebt. Unter der schönen Oberfläche brodelt es. Das spürt man deutlich in diesem Roman, in dem Amin 1994 als Zwölfjähriger nach Beendigung des Bürgerkriegs (1975 bis 1990) in sein Geburtsland zurückkehrt. Nach dem Tod seiner Eltern hatte seine Großmutter mit ihm das Land verlassen. Zuviel war ihr genommen worden und sie wollte das Kind in Sicherheit aufwachsen lassen. Im Buch begleiten wir Amin durch die Straßen von Beirut, wo er vieles entdeckt, das ihm fremd ist. Diese Fremdheit macht sich auch beim Lesen breit. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich an manchen Stellen überlegte, ob ich überhaupt weiterlesen soll. Denn über weite Strecken war ich enttäuscht, weil das Buch so ganz anders war, als Pierre Jarawans erster Roman „Am Ende bleiben die Zedern“ (zwar ging es auch darin um den Libanon, war aber sehr viel einfacher zu lesen). Allerdings kamen dann auch immer wieder Abschnitte, die mein Interesse so sehr auf sich zogen, dass sich alles in mir gegen einen Abbruch wehrte. Letztendlich bin ich froh, durchgehalten zu haben. Obwohl ich den Libanon schon in anderen Büchern kennenlernen durfte, erfuhr ich viele neuen Tatsachen über die Geschichte dieses kleinen Landes im Osten des Mittelmeeres, das mit Syrien eine lange gemeinsame Grenze hat. Zum Beispiel verschwanden hier während des Bürgerkriegs über 17.000 Menschen spurlos. Auch die Zerstörung Beiruts wird auf Amins Erkundungszügen deutlich. Dabei begleitet ihn sein Freund Jafar, der sich ihm nach und nach immer mehr entzieht und eines Tages unauffindbar ist. Pierre Jarawan (*1985) wurde als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Jordanien geboren. Beide Eltern waren vor dem Bürgerkrieg geflohen und nahmen ihn im Alter von drei Jahren mit nach Deutschland, wo er bereits 2012 Meister im deutschsprachigen Poetry Slam wurde. Heute lebt er mit seiner Familie in München. Fazit: Das Buch erfordert Zeit und Aufmerksamkeit. Es eignet sich nicht zum Nebenbeilesen. Aber es lohnt sich, und es bleibt in Erinnerung!

  • Sabrina Tschorn - Aus Liebe zum Lesen Literaturblog

    3/5

    01.12.2022

    Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)

    Distanz zu den Figuren bleibt

    Nachdem mir Pierre Jarawans Roman „Ein Lied für die Vermissten“ empfohlen wurde, habe ich ihn nun endlich von meinem SuB befreit. Er erzählt darin die Geschichte von Amin, der als Waisenkind von seiner unnahbaren Großmutter erzogen wird. Nach einigen Jahren in Deutschland kehren die beiden in den Libanon zurück, der sich im Umbruch nach dem jahrelangen Bürgerkrieg befindet. Gemeinsam mit seinem besten Freund Jafar zieht er durch zerbombte Häuserruinen und lernt ein Mädchen kennen. In verschiedenen, sich abwechselnden Zeitebenen führt uns der Protagonist durch die verschiedenen Stationen seines Lebens, das stets geprägt von der Beziehung zu seiner Großmutter ist, die zeitlebens Geheimnisse vor ihm hat. Trotz der Erzählperspektive des Ich-Erzählers und der doch stattlichen Textlänge, konnte ich leider keine tiefe emotionale Verbindung zu Amin bekommen. Und während die Geschichte durchaus spannend angelegt ist und ich gut durch einige Längen gekommen bin, habe ich in vielen Fällen vergeblich auf eine Auflösung oder eine Erklärung gewartet. Interessant fand ich die Einblicke in ein Land, über das ich bislang wenig wusste, über die Auswirkungen des Kriegs, das unsichere Leben danach, den arabischen Frühling und überhaupt die Lebensumstände, die Pierre Jarawan als Sohn eines Libanesen sicher gut einschätzen kann. Auch sprachlich konnte mich der Autor überzeugen. Dennoch bleibt das Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück.

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