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1918 – Die Welt im Fieber Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte | Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch |Medizingeschichte

18

14,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2021

Abbildungen

Mit zahlreichen ganzseitigen Schwarz-Weiß-Abbildungen

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

270 g

Farbe

Altweiß / Tabak

Auflage

4

Übersetzt von

Sabine Hübner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-31728-3

Beschreibung

Rezension

»Der Autorin gelingt es, die Pandemie aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen – und damit ein längst überfälliges Bild einer vergessenen und doch wieder so allgegenwärtigen Katastrophe zu zeichnen.« ("Kleine Zeitung (A)")
»Spinney, 49, schreibt glänzende Wissenschaftsprosa, die das Pandemie-Phänomen am Beispiel der bis vor Kurzem aus dem kollektiven Gedächtnis entschwundenen Spanischen Grippe auf den Punkt bringt, worüber noch zu sprechen sein wird.« ("Profil (A)")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2021

Abbildungen

Mit zahlreichen ganzseitigen Schwarz-Weiß-Abbildungen

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

270 g

Farbe

Altweiß / Tabak

Auflage

4

Übersetzt von

Sabine Hübner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-31728-3

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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  • NiWa

    5/5

    06.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Virus zieht um die Welt

    Als der Erste Weltkrieg sein Ende fand, trat die nächste Katastrophe durch die Tür: An der Spanischen Grippe ist ein Drittel der Weltbevölkerung erkrankt. Obwohl diese Pandemie todbringender als der Große Krieg war, scheint sie verdrängt, ausgeklammert und maximal als Fußnote in Geschichtsbüchern zu stehen. Laura Spinney erlaubt einen umfassenden Blick auf eine Zeit, die den Ereignissen von 2020 sehr ähnlich ist. „1918 - Die Welt im Fieber“ ist ein Sachbuch, das sich mit der Spanischen Grippe auseinandersetzt. Ich habe mich von jeher für Viren, Epidemien und Pandemien interessiert. Daher stand es für mich außer Frage, dass ich mehr über die Spanische Grippe erfahren möchte. Allerdings ist mein Interesse niemals so weit gegangen, dass ich unbedingt selbst an so einem Weltereignis teilnehmen wollte. Wichtig und bemerkenswert ist, dass dieses Buch 2018 veröffentlicht wurde und daher von den Gegebenheiten rund um die Corona-Pandemie nicht beeinflusst ist. Laura Spinney erschafft ein umfassendes Bild der Spanischen Grippe. Sie erzählt, wie diese Krankheit in die Welt kam und wie sie sich ausgebreitet hat. Dazu geht sie auf viele Theorien und die Wirren der Kriegszeiten ein. Sie beleuchtet unterschiedliche Wege, wie sich die Grippe über die Welt verbreitet hat, führt Belege an und stellt dar, was gegen die genannten Thesen spricht. Sie erzählt, wie die Krankheit zu ihrem Namen kam und warum die Spanier wenig begeistert von der Namensgebung sind. Außerdem beschreibt sie, welche Herausforderung die Pandemie für die Mediziner war und mit welchen mythischen Riten sich die Bevölkerung davor zu schützen gedachte. Zudem jagt sie Patient null, der bis heute nicht eindeutig identifizierbar ist. Es wird von bösen Geistern und guten Samaritern erzählt, welche Rolle der Krieg einnahm und wie sich die Gesellschaft trotz oder wegen der Grippe aus dem Nachkriegselend erhob. Zum Ende werden die Toten gezählt und wie die Erinnerung an sie aus unserem sozialen Gedächtnis verschwunden ist. Meiner Ansicht nach ist dieses Werk ausgezeichnet aufbereitet. Die Kapitel greifen ineinander und Spinney baut logisch den Ablauf und die Konsequenzen der Spanischen Grippe auf. Sämtliche Theorien sind mit ihrer Herkunft belegt, sie werden diskutiert und die Autorin veranschaulicht, dass der gesamte Ablauf niemals vollständig rekonstruiert werden wird. Mich haben vor allem die damaligen politischen und gesellschaftlichen Reaktionen auf die Seuche interessiert. Mit offenen Mund habe ich von Maßnahmen gelesen, die mittlerweile jeder aus erster Hand kennt: Quarantäne, Lockdown, Mundschutz - um nur einige zu nennen. Die Parallelen enden damit nicht, denn der Mensch von damals hat ähnlich wie sein moderner Nachkomme reagiert: „1918 fragten sich die Menschen in den Entente-Staaten, wenn sie zu den vom deutschen Pharmahersteller Bayer produzierten Aspirinschachteln griffen, ob in den Tabletten wirklich nur Aspirin enthalten war.“ (S. 89, eBook) „Andere wiederum hatten den Verdacht, die Grippe gehe auf ein Geheimprogramm biologischer Kriegsführung zurück (...)“ (S. 88 - 89, eBook) Genauso verbreitet war der ignorante Bevölkerungsanteil, der sich damals wie heute zeigt: „ (…) zum Beispiel die mangelnde Einsicht, dass ein Infizierter, der sich frei bewegte, die Krankheit weiterverbreitete.“ (S. 96, eBook) Nach der Lektüre finde ich es schade, dass wir Menschen wenig aus der Vergangenheit lernen, denn wenn die Spanische Grippe und hoffentlich bald Corona hinter uns liegen, ist es sicher, dass es nicht die letzte Pandemie gewesen ist: „Eine 2016 von der Commission on Creating a Global Health Risk Framework for the Future (GHRF) - einer unabhängigen internationalen Expertengruppe, einberufen von der amerikanischen National Academy of Medicine - veröffentlichter Bericht gelangt zu der Einschätzung, dass es im Lauf der nächsten hundert Jahre mit 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit vier oder mehr Pandemien geben werde (…).“ (S. 309 - 310, eBook) „1918 - Die Welt im Fieber“ ist ein interessantes Sachbuch, das in unserer Gegenwart aktuell besonderes Augenmerk verdient. Meiner Meinung nach sollte es bei Interesse unbedingt gelesen werden, weil es den Blick für unser gegenwärtiges Leben und Entwicklungen schärft und sogar ein wenig hoffnungsvoll stimmt.

  • Bewertung

    aus Herzsprung

    2/5

    25.04.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr langatmig

    Sicherlich ein Buch, in dem eine unglaubliche Recherchearbeit steckt. Aber für meinen Geschmack leider sehr langatmig geschrieben und mit (zu) vielen Details gespickt. Weiß noch nicht, ob ich es zu Ende lesen werde (und das will bei mir was heißen).

  • Bewertung

    aus Remscheid

    5/5

    13.03.2021

    eBook (ePUB)

    Schwere Kost aber extrem bildend!

    Das Thema Pandemie wird von allen Seiten beleuchtet und aufgearbeitet. Man versteht plötzlich, warum was passiert und warum die Politik so handelt, wie sie es tut. Hilfreich um alle Akteure zu verstehen.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    16.02.2021

    eBook (ePUB)

    Schlüssig

    Belege der großen Auswirkung von kleinsten Störern. Beleuchtet Zusammenhänge, an die ich gar nicht dachte...

  • Bewertung

    aus Dülmen

    5/5

    06.02.2021

    eBook (ePUB)

    Spanische Grippe

    In der heutigen Zeit hochinteressant und aufschlussreich geschrieben, viele Zusammenhänge werden sehr transparent und verdeutlichen ie heutige Corona-Situation. Uneingeschränkt empfehlenswert, wenn man die heutige Pandemie richtig einordnen will.

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