Produktbild: Rassismus begreifen
Band 6420

Rassismus begreifen Vom Trümmerhaufen der Geschichte zu neuen Wegen

Aus der Reihe Beck Paperback
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2021

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

477

Maße (L/B/H)

21,5/13,9/3,2 cm

Gewicht

591 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-76554-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2021

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

477

Maße (L/B/H)

21,5/13,9/3,2 cm

Gewicht

591 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-76554-4

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Tiefgründig, umfassend und kompetent

Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 07.03.2022

Bewertungsnummer: 1670180

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

«Die Meinungsfreiheit lässt ausreichend Raum dafür, etwas als rassistisch oder eben auch nichtrassistisch zu bezeichnen. Am Ende aber ist Rassismus keine Meinung, sondern eine Macht und Herrschaftsstruktur, die vermittels Privilegierung und Diskriminierung Leben bewertet, beeinflusst, beeinträchtigt und beendet.» Rassismus ist ein Thema, das uns seit vielen Jahrzehnten beschäftigt und nie ganz zum Verschwinden gebracht werden konnte. Zwar gab es immer wieder Bewegungen, die sich dagegen einsetzten, es wurden auf verschiedenen gesellschaftlichen und auch politischen Ebenen Fortschritte erzielt, doch sind auch heute noch rassistisches Verhalten und rassistisch motivierte Gewalt an der Tagesordnung. Susan Arndt geht dem Thema Rassismus auf den Grund, sie analysiert dessen Entstehungsgeschichte und die gegenwärtige Situation, um so zu einem besseren Verständnis kommen, da nur dieses helfen wird, Rassismus erfolgreich zu bekämpfen. Weitere Betrachtungen «Zur Geschichte der Menschheit gehört es, dass sich Gesellschaften immer wieder geopolitisch voneinander abgrenzen – mit allen dazugehörigen Konflikten und Kriegen, Eroberungen und Okkupationen, Ent- und Besiedlungen sowie Erzählungen, dass die Anderen anders seien. kulturell, religiös oder körperlich, in gegebenen Verschränkungen.» Gruppen definieren sich durch das Gemeinsame, welches sie gerne dadurch besonders herausschälen, dass sie sich von anderen abgrenzen. Die Anderen sind dann die, welche abgewertet werden müssen, um die eigene Gruppe an die Macht zu stellen. Dies ist im Laufe der Geschichte immer wieder passiert, dieses Denken hat sich kulturell und sozial tief eingegraben. Dass etwas, das so lange gewachsen ist, sich in den einzelnen Köpfen sowie in gesellschaftlichen und politischen Institutionen festgesetzt hat, liegt auf der Hand. „So wie Frauen nicht als Frauen geboren, sondern dazu gemacht werden… werden auch Männer vom Patriarchat dazu geformt, wie Männer zu ticken. Analog dazu werden Menschen beispielsweise in Schwarze oder weisse Positionen hineinsozialisiert – ob sie nun (so) möchten oder nicht. …Diese existieren unabhängig davon, ob sie wahrgenommen oder reflektiert werden.“ Argumente wie dieses hört man heute oft von postmodernistischen VertreterInnen der sogenannten Social-Justice-Aktivistinnen. Es wird damit ein Menschenbild zementiert, das dem Menschen die Selbstreflexion und die Möglichkeit einer Veränderung, wo nötig und gewünscht, absprechen. Ein so geartetes Menschenbild schreibt alle Macht gegebenen Strukturen zu, welchen der Mensch hilflos ausgeliefert ist. Das ist eine bedenkliche und von mir abgelehnte Sicht. Ich bin der Überzeugung, dass der Mensch durchaus in der Lage ist, sein Tun zu hinterfragen (ich behaupte nicht, dass dies in jedem Fall passiert) und sich entsprechend zu verhalten. Ansonsten wäre eine Verbesserung von gegenwärtig als Missstand wahrgenommenen Situationen gar nicht möglich. Die Geschichte zeigt, dass dies nicht stimmt. «Weil es der Lebenssinn des Rassismus ist, aus dem Herzen von weisser Macht und Herrschaft heraus weisse Überlegenheit zu behaupten und Weisse zu privilegieren, können Schwarze, die das anzweifeln oder gar Schwarze Überlegenheit postulieren, nicht rassistisch sein.» Auch dieses Argument ist abzulehnen. Es wäre ein Messen mit unterschiedlichen Massstäben. Zwar ist es in der Tat so, dass – gerade durch die Geschichte – die weissen Privilegien durchaus mehr vertreten sind, der Rassismus auch heute noch oft von Weissen ausgeht, doch zeigt auch da die Geschichte, dass nicht „nur“ die Hautfarbe Grund für Rassismus ist, und dass es nicht vertretbar ist, einem Menschen aufgrund seiner Zugehörigkeit welcher Art auch immer Eigenschaften zuzuschreiben.

Tiefgründig, umfassend und kompetent

Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 07.03.2022
Bewertungsnummer: 1670180
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

«Die Meinungsfreiheit lässt ausreichend Raum dafür, etwas als rassistisch oder eben auch nichtrassistisch zu bezeichnen. Am Ende aber ist Rassismus keine Meinung, sondern eine Macht und Herrschaftsstruktur, die vermittels Privilegierung und Diskriminierung Leben bewertet, beeinflusst, beeinträchtigt und beendet.» Rassismus ist ein Thema, das uns seit vielen Jahrzehnten beschäftigt und nie ganz zum Verschwinden gebracht werden konnte. Zwar gab es immer wieder Bewegungen, die sich dagegen einsetzten, es wurden auf verschiedenen gesellschaftlichen und auch politischen Ebenen Fortschritte erzielt, doch sind auch heute noch rassistisches Verhalten und rassistisch motivierte Gewalt an der Tagesordnung. Susan Arndt geht dem Thema Rassismus auf den Grund, sie analysiert dessen Entstehungsgeschichte und die gegenwärtige Situation, um so zu einem besseren Verständnis kommen, da nur dieses helfen wird, Rassismus erfolgreich zu bekämpfen. Weitere Betrachtungen «Zur Geschichte der Menschheit gehört es, dass sich Gesellschaften immer wieder geopolitisch voneinander abgrenzen – mit allen dazugehörigen Konflikten und Kriegen, Eroberungen und Okkupationen, Ent- und Besiedlungen sowie Erzählungen, dass die Anderen anders seien. kulturell, religiös oder körperlich, in gegebenen Verschränkungen.» Gruppen definieren sich durch das Gemeinsame, welches sie gerne dadurch besonders herausschälen, dass sie sich von anderen abgrenzen. Die Anderen sind dann die, welche abgewertet werden müssen, um die eigene Gruppe an die Macht zu stellen. Dies ist im Laufe der Geschichte immer wieder passiert, dieses Denken hat sich kulturell und sozial tief eingegraben. Dass etwas, das so lange gewachsen ist, sich in den einzelnen Köpfen sowie in gesellschaftlichen und politischen Institutionen festgesetzt hat, liegt auf der Hand. „So wie Frauen nicht als Frauen geboren, sondern dazu gemacht werden… werden auch Männer vom Patriarchat dazu geformt, wie Männer zu ticken. Analog dazu werden Menschen beispielsweise in Schwarze oder weisse Positionen hineinsozialisiert – ob sie nun (so) möchten oder nicht. …Diese existieren unabhängig davon, ob sie wahrgenommen oder reflektiert werden.“ Argumente wie dieses hört man heute oft von postmodernistischen VertreterInnen der sogenannten Social-Justice-Aktivistinnen. Es wird damit ein Menschenbild zementiert, das dem Menschen die Selbstreflexion und die Möglichkeit einer Veränderung, wo nötig und gewünscht, absprechen. Ein so geartetes Menschenbild schreibt alle Macht gegebenen Strukturen zu, welchen der Mensch hilflos ausgeliefert ist. Das ist eine bedenkliche und von mir abgelehnte Sicht. Ich bin der Überzeugung, dass der Mensch durchaus in der Lage ist, sein Tun zu hinterfragen (ich behaupte nicht, dass dies in jedem Fall passiert) und sich entsprechend zu verhalten. Ansonsten wäre eine Verbesserung von gegenwärtig als Missstand wahrgenommenen Situationen gar nicht möglich. Die Geschichte zeigt, dass dies nicht stimmt. «Weil es der Lebenssinn des Rassismus ist, aus dem Herzen von weisser Macht und Herrschaft heraus weisse Überlegenheit zu behaupten und Weisse zu privilegieren, können Schwarze, die das anzweifeln oder gar Schwarze Überlegenheit postulieren, nicht rassistisch sein.» Auch dieses Argument ist abzulehnen. Es wäre ein Messen mit unterschiedlichen Massstäben. Zwar ist es in der Tat so, dass – gerade durch die Geschichte – die weissen Privilegien durchaus mehr vertreten sind, der Rassismus auch heute noch oft von Weissen ausgeht, doch zeigt auch da die Geschichte, dass nicht „nur“ die Hautfarbe Grund für Rassismus ist, und dass es nicht vertretbar ist, einem Menschen aufgrund seiner Zugehörigkeit welcher Art auch immer Eigenschaften zuzuschreiben.

Sehr lesenswert

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 27.02.2022

Bewertungsnummer: 1665508

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Klappentext: „Rassismus ist eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Er wirkt bis in kleinste Zusammenhänge globaler und lokaler Strukturen hinein – und zwar als Ergebnis seiner viel zu langen Geschichte. In ihrem aufrüttelnden Buch analysiert und problematisiert Susan Arndt diese Machtstrukturen von ihren Anfängen bis in unsere Gegenwart und zeigt, wie wir über Rassismus reden können, ohne ihn zu reproduzieren. Anti-Rassismus erfordert aktives Handeln und entsprechende Kompetenzen. Dafür braucht es Wissen und Argumente. Dieses Buch liefert sie. Wie Rassismus entstand und warum er die Welt in Atem hält Geschichte und Gegenwart des Rassismus Wer Rassismus bekämpfen will, muss ihn erstmal begreifen.“ Autorin Susan Arndt nimmt sich einem sehr schweren Thema an. Leider ist es selbst heute noch, in unserer vermeintlich zivilisierten Gesellschaft, ein zu zu großes Thema. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Arndt geht in diesem Buch den Ursachen auf den Grund und genau die sollte man erstmal verstehen, bevor man „mitredet“. Wir tauchen hier in die Geschichte ein und können eigentlich nur staunen, seit wann es dieses, um es lapidar auszudrücken, „Problem“ überhaupt gibt. Weiter geht es dann in die Weiterentwicklung in vielerlei Hinsichten. Ich will hier gar nicht zu tief in die Materie gehen. Ich möchte lieber über die Art und Weise noch kurz berichten wie Arndt dieses Thema beschreibt: ihre Worte sind treffend und perfekt gewählt, ihre Ausdrucksweise ist passend und sie gibt keine Wertung ab. Wenn man Rassismus verstehen will, sollte man dieses Buch lesen. Ich kann es nur empfehlen! 4 von 5 Sterne

Sehr lesenswert

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 27.02.2022
Bewertungsnummer: 1665508
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Klappentext: „Rassismus ist eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Er wirkt bis in kleinste Zusammenhänge globaler und lokaler Strukturen hinein – und zwar als Ergebnis seiner viel zu langen Geschichte. In ihrem aufrüttelnden Buch analysiert und problematisiert Susan Arndt diese Machtstrukturen von ihren Anfängen bis in unsere Gegenwart und zeigt, wie wir über Rassismus reden können, ohne ihn zu reproduzieren. Anti-Rassismus erfordert aktives Handeln und entsprechende Kompetenzen. Dafür braucht es Wissen und Argumente. Dieses Buch liefert sie. Wie Rassismus entstand und warum er die Welt in Atem hält Geschichte und Gegenwart des Rassismus Wer Rassismus bekämpfen will, muss ihn erstmal begreifen.“ Autorin Susan Arndt nimmt sich einem sehr schweren Thema an. Leider ist es selbst heute noch, in unserer vermeintlich zivilisierten Gesellschaft, ein zu zu großes Thema. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Arndt geht in diesem Buch den Ursachen auf den Grund und genau die sollte man erstmal verstehen, bevor man „mitredet“. Wir tauchen hier in die Geschichte ein und können eigentlich nur staunen, seit wann es dieses, um es lapidar auszudrücken, „Problem“ überhaupt gibt. Weiter geht es dann in die Weiterentwicklung in vielerlei Hinsichten. Ich will hier gar nicht zu tief in die Materie gehen. Ich möchte lieber über die Art und Weise noch kurz berichten wie Arndt dieses Thema beschreibt: ihre Worte sind treffend und perfekt gewählt, ihre Ausdrucksweise ist passend und sie gibt keine Wertung ab. Wenn man Rassismus verstehen will, sollte man dieses Buch lesen. Ich kann es nur empfehlen! 4 von 5 Sterne

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Rassismus begreifen

von Susan Arndt

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  • Produktbild: Rassismus begreifen
  • Einleitende Bemerkungen: Black Lives Matter in Zeiten der COVID-19-Krise

    I. RASSISMUS: GRUNDLAGEN, KONZEPTIONELLE VERIRRUNGEN UND STRÖMUNGEN
    1. Othering und Privilegien im Kontext sozialer Ungleichheit
    2. Rassismus als Erfindung und Othering mittels ‹Rassen›
    3. Rassismus. Überlegungen zur Begriffsbestimmung
    4. Der Racial Turn oder soziale Positionen im Rassismus
    5. Warum die Begriffe ‹Ausländer-› oder ‹Fremdenfeindlichkeit› sowie ‹positiver Rassismus› unzutreffend sind
    6. Gibt es nicht: ‹Umgekehrter Rassismus› und ‹Außereuropäischer Rassismus›
    7. Rassismus unter rassistisch Diskriminierten: ‹Teile und herrsche› und Colorismus
    8. Verinnerlichter Rassismus
    9. Strömungen des Rassismus
    10. ‹Rassismus ohne Rassen› als Irrtum

    II. GESCHICHTE DES RASSISMUS ALS GESCHICHTE DER ERFINDUNG VON ‹RASSEN›
    1. Griechische Konstruktionen vom Selbst und Anderen
    2. Die Erweckung des Weißseins
    3. Maafa und das kolonial geprägte Weißsein
    4. ‹Rassen›theorien in der Aufklärung
    5. Rassismus zwischen Imperialismus und Nationalismus
    6. Nationalsozialismus
    7. Rassismus inmitten von globaler (Post-)Dekolonisierung und Kaltem Krieg

    III. ZEITGENÖSSISCHE MANIFESTATIONEN DES RASSISMUS SEIT 1990: DEUTSCHLAND IM GLOBALEN KONTEXT
    1. Politik: Erinnerung, Entschuldigung, Entschädigung
    2. Rassismus und gesellschaftliche Debatten
    3. Rassistische Parteien
    4. Rassistische physische Gewalt als serielles Verbrechen
    5. Institutioneller Rassismus: Polizei und Racial Profiling
    6. Immer wieder Alltag(srassismus)
    7. «Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.» Wörter und rassistisches Wissen
    8. ‹Rasse› und ‹Hautfarbe›: Alter Rassismuswein in neuen Worthülsen
    9. Aktuelle Gesetzgebung

    Ein Fazit: Zum Schluss kommen, wenn auch kein Ende in Sicht ist

    Liste rassistischer und sexistischer Begriffe

    Danksagung
    Literaturverzeichnis
    Anmerkungen
    Personenregister