Gottes Schatten

Inhaltsverzeichnis

Verzeichnis der Karten

Einleitung

Erster Teil: Prinz (1470–1487)

1. Parfüm der Welt

2. Knaben des Reiches

3. Ein Osmane im Ausland

Zweiter Teil: Statthalter (1487–1500)

4. Ein Lehre im Geschäft der Familie

5. Macht am Rand

Dritter Teil: Der Osmane (1492)

6. Kolumbus und der Islam

7. Der Kreuzzug des Kolumbus

8. Der Islam der Neuen Welt

9. Christlicher Dschihad

10. Die Taino-Muslime von Hispaniola

11. Ein osmanisches Jerusalem

Vierter Teil: Feinde nah und fern (1500–1512)

12. Häresie aus dem Osten

13. Überall Feinde

14. Ein Sommer auf der Krim

15. Der Weg nach Istanbul

16. Der einzige Sultan

Fünfter Teil: Selims Weltkriege (1512–1518)

17. «Ihre Wohnstatt ist die Hölle»

18. Brüderliche Reiche

19. Die Eroberung des «Nabels»

20. Die Eroberung der Welt

Sechster Teil: Finale Grenzen (1518–1520)

21. Überall das Reich

22. Dreh- und Angelpunkt am Atlantik

23. Ewigkeit

Siebter Teil: Nachkommen (nach 1520)

24. Selims Reformationen

25. Der amerikanische Selim

Schatten über der Türkei

Anhang

Dank

Zeittafel: Selim und seine Welt

Anmerkungen

Bildnachweis

Personenregister

Gottes Schatten

Sultan Selim und die Geburt der modernen Welt

Buch (Gebundene Ausgabe)

€ 32,90 inkl. gesetzl. MwSt.

Weitere Formate

Gebundene Ausgabe

€ 32,90

eBook

ab € 24,99

Beschreibung

Das Osmanische Reich war um 1500 das mächtigste Reich der Welt, dessen Herrschaftsgebiet sich unter Sultan Selim nahezu verdreifachte. Der preisgekrönte amerikanische HistorikerAlan Mikhail betrachtet in seinem meisterhaft erzählten Buch den Beginn der Neuzeit konsequent von diesem Reich und diesem Herrscher aus. Auf der Grundlage bisher vernachlässigter Quellen zeichnet er so ein ganz neues Bild von dieser Schlüsselepoche: Ohne die Osmanen hätten die Europäer nicht Amerika erobert, hätte es keine Reformation gegeben und keine Moderne.

Selim I. "der Gestrenge" (1470 – 1520), osmanischer Sultan und Kalif aller Gläubigen, lebte in einer Welt im Umbruch. Mit der Eroberung Amerikas durch die Spanier begann nach landläufiger Meinung der "Aufstieg des Westens", mit der Reformation wurden mittelalterliche Denkweisen überwunden. Doch die eigentlich treibende Kraft dieser Veränderungen wurde bisher ausgeblendet: Erst das Vordringen des Osmanischen Reiches nach Westen zwang die Europäer ihrerseits weiter nach Westen in eine Neue Welt, wo sie ihren alten Kreuzzug gegen den Islam fortsetzten. Nicht zufällig kam es in Europa zur Glaubensspaltung, als Sultan Selim den sunnitischen Islam reformierte und sich der Graben zwischen Sunniten und Schiiten vertiefte. Alan Mikhail zeigt auf faszinierende Weise, wie sehr die Geschichte Europas und Amerikas mit der der islamischen Welt verflochten ist. Ob wir es wollen oder nicht, die Welt, in der wir leben, ist eine sehr osmanische. Und diese Geschichte kann uns nur Sultan Selim erzählen.

Alan Mikhail Professor für Geschichte an der Yale University, ist mit preisgekrönten Büchern zur Umweltgeschichte insbesondere des Osmanischen Reichs und Ägyptens international bekannt geworden. 2018 wurde er mit dem Anneliese-Maier-Forschungspreis der Alexander von Humboldt Stiftung ausgezeichnet.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

508

Maße (L/B/H)

24,6/17,3/4 cm

Gewicht

988 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

508

Maße (L/B/H)

24,6/17,3/4 cm

Gewicht

988 g

Auflage

1

Originaltitel

God's Shadow. Sultan Selim, His Ottoman Empire, and the Making of the Modern World

Übersetzer

  • Heike Schlatterer
  • Helmut Dierlamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-76409-7

Das meinen unsere Kund*innen

3.5

2 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(1)

1 Sterne

(0)

Blickrichtungswechsel

Bewertung aus Obergösgen am 29.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer die Geschichte mal von der andern Seite anschaut, entdeckt (vielleicht) Neues. Mal Gleichzeitigkeiten nebeneinander stellen, kann erhellend sein (Fall Granadas im Westen, der "Fall" osmanische Hegemonie im Osten). Andererseits (typisch angelsächsische Wissenschaftsliteratur?) werden die Erkenntnisse oft etwas gar marktschreierisch verpackt. Ob es am Lehrplan in den USA liegt? Ich jedenfalls hab in der Primar- und Bezirksschulzeit gelernt, dass der Fall Konstantinopels und der Unterbruch des Ost-West-Handels massgeblich zu den Entdeckungsfahrten geführt habe. Mikhail verkauft das fast schon als Primeur (sic!). Interessant nicht nur das Biographische (Selim) mit den Verlängerungen ins Heute (Erdogan), sondern mal die Geschichte der Sultane vom Rand zu beobachten: In einer üblichen Geschichte tritt der neue Sultan auf, wenn der den Vorgänger ablöst. Wir bleiben praktisch ständig im Serail, in Istanbul. Was passiert vorher? Wie werden Thronprätendenten ausgebildet? Das wir auch für 'einigermassen-Kenner' der osmanischen Geschichte lehrreich. Selims Grossvater als europäischer Renaissancefürst, er liess sich von Bellini portraitieren. Das Selimname später kommt ganz orientalisch daher. Mikhal behauptet, die europäische Renaissance sei osmanischer als vermutet. Das kommt alles zugespitzt daher. Lesbar als Korrektur. Aber kaum als immer ausgewogen.

Blickrichtungswechsel

Bewertung aus Obergösgen am 29.01.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer die Geschichte mal von der andern Seite anschaut, entdeckt (vielleicht) Neues. Mal Gleichzeitigkeiten nebeneinander stellen, kann erhellend sein (Fall Granadas im Westen, der "Fall" osmanische Hegemonie im Osten). Andererseits (typisch angelsächsische Wissenschaftsliteratur?) werden die Erkenntnisse oft etwas gar marktschreierisch verpackt. Ob es am Lehrplan in den USA liegt? Ich jedenfalls hab in der Primar- und Bezirksschulzeit gelernt, dass der Fall Konstantinopels und der Unterbruch des Ost-West-Handels massgeblich zu den Entdeckungsfahrten geführt habe. Mikhail verkauft das fast schon als Primeur (sic!). Interessant nicht nur das Biographische (Selim) mit den Verlängerungen ins Heute (Erdogan), sondern mal die Geschichte der Sultane vom Rand zu beobachten: In einer üblichen Geschichte tritt der neue Sultan auf, wenn der den Vorgänger ablöst. Wir bleiben praktisch ständig im Serail, in Istanbul. Was passiert vorher? Wie werden Thronprätendenten ausgebildet? Das wir auch für 'einigermassen-Kenner' der osmanischen Geschichte lehrreich. Selims Grossvater als europäischer Renaissancefürst, er liess sich von Bellini portraitieren. Das Selimname später kommt ganz orientalisch daher. Mikhal behauptet, die europäische Renaissance sei osmanischer als vermutet. Das kommt alles zugespitzt daher. Lesbar als Korrektur. Aber kaum als immer ausgewogen.

Man kann es auch übertreiben

Bewertung aus Nürnberg am 25.07.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor hätte auch nur eine Biographie über Selim verfassen können. Er hätte die Bedeutung dieses Sultans betonen können, der im Gegensatz zu seinem Großvater Mehmed II. und seinem Sohn Suleiman I. im Westen weniger bekannt ist. Selim hat in seiner kurzen Regierungszeit die Landkarte verändert wie kaum ein Sultan vor oder nach ihm. Aber er wollte eindeutig mehr. Schon in der Einleitung betont er, ein Buch gegen den Strom schreiben zu wollen. Und das ist dann leider auch das Problem. Sobald der Autor den biographischen Bereich (der sehr zu empfehlen ist) verläßt begibt er sich zu oft in den Bereich der Spekulation. Daß er alle Ereignisse und Fakten grundsätzlich so bewertet, daß sie seine Eingangsthesen stützen und konträre Fakten unterschlägt, - nicht schön aber (leider) auch nicht unüblich. Daß er die Macht des osmanischen Imperiums pausenlos (und sich teilweise wiederholend ) herausstreicht und alle anderen Mächte herab würdigt; - geschenkt. Das er die Europäischen Entdeckungs-und Eroberungsreisen des 15./16. Jh praktisch stets nur unter dem Kreuzzugs-Aspekt sieht; - etwas einseitig aber warum nicht. Aber was micht vor allem stört: Sobald er den engeren Bereich Selim verläßt, wimmelt es von falschen Fakten, wie ich es in einem historischen Sachbuch lange nicht mehr erlebt habe. Ich weiß nicht, ob er in diesen Bereichen wirklich keine Ahnung hat (Dann hätte er sie besser nicht mit einbezogen.) oder ob er bewußt falsche Angaben macht, um seine Thesen besser zu stützen. Fazit: 50% des Buches sehr lesenswert, der Rest ein großes Ärgernis.

Man kann es auch übertreiben

Bewertung aus Nürnberg am 25.07.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor hätte auch nur eine Biographie über Selim verfassen können. Er hätte die Bedeutung dieses Sultans betonen können, der im Gegensatz zu seinem Großvater Mehmed II. und seinem Sohn Suleiman I. im Westen weniger bekannt ist. Selim hat in seiner kurzen Regierungszeit die Landkarte verändert wie kaum ein Sultan vor oder nach ihm. Aber er wollte eindeutig mehr. Schon in der Einleitung betont er, ein Buch gegen den Strom schreiben zu wollen. Und das ist dann leider auch das Problem. Sobald der Autor den biographischen Bereich (der sehr zu empfehlen ist) verläßt begibt er sich zu oft in den Bereich der Spekulation. Daß er alle Ereignisse und Fakten grundsätzlich so bewertet, daß sie seine Eingangsthesen stützen und konträre Fakten unterschlägt, - nicht schön aber (leider) auch nicht unüblich. Daß er die Macht des osmanischen Imperiums pausenlos (und sich teilweise wiederholend ) herausstreicht und alle anderen Mächte herab würdigt; - geschenkt. Das er die Europäischen Entdeckungs-und Eroberungsreisen des 15./16. Jh praktisch stets nur unter dem Kreuzzugs-Aspekt sieht; - etwas einseitig aber warum nicht. Aber was micht vor allem stört: Sobald er den engeren Bereich Selim verläßt, wimmelt es von falschen Fakten, wie ich es in einem historischen Sachbuch lange nicht mehr erlebt habe. Ich weiß nicht, ob er in diesen Bereichen wirklich keine Ahnung hat (Dann hätte er sie besser nicht mit einbezogen.) oder ob er bewußt falsche Angaben macht, um seine Thesen besser zu stützen. Fazit: 50% des Buches sehr lesenswert, der Rest ein großes Ärgernis.

Unsere Kund*innen meinen

Gottes Schatten

von Alan Mikhail

3.5

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Gottes Schatten
  • Verzeichnis der Karten

    Einleitung

    Erster Teil: Prinz (1470–1487)

    1. Parfüm der Welt

    2. Knaben des Reiches

    3. Ein Osmane im Ausland

    Zweiter Teil: Statthalter (1487–1500)

    4. Ein Lehre im Geschäft der Familie

    5. Macht am Rand

    Dritter Teil: Der Osmane (1492)

    6. Kolumbus und der Islam

    7. Der Kreuzzug des Kolumbus

    8. Der Islam der Neuen Welt

    9. Christlicher Dschihad

    10. Die Taino-Muslime von Hispaniola

    11. Ein osmanisches Jerusalem

    Vierter Teil: Feinde nah und fern (1500–1512)

    12. Häresie aus dem Osten

    13. Überall Feinde

    14. Ein Sommer auf der Krim

    15. Der Weg nach Istanbul

    16. Der einzige Sultan

    Fünfter Teil: Selims Weltkriege (1512–1518)

    17. «Ihre Wohnstatt ist die Hölle»

    18. Brüderliche Reiche

    19. Die Eroberung des «Nabels»

    20. Die Eroberung der Welt

    Sechster Teil: Finale Grenzen (1518–1520)

    21. Überall das Reich

    22. Dreh- und Angelpunkt am Atlantik

    23. Ewigkeit

    Siebter Teil: Nachkommen (nach 1520)

    24. Selims Reformationen

    25. Der amerikanische Selim

    Schatten über der Türkei

    Anhang

    Dank

    Zeittafel: Selim und seine Welt

    Anmerkungen

    Bildnachweis

    Personenregister