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Tage mit Gatsby Die bewegende Geschichte hinter ›Der große Gatsby‹ — Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.05.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,6/12,4/3,2 cm

Gewicht

422 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6564-2

Beschreibung

Rezension

»[Ein] großartige[r] biografische[r] Roman. […] Meine absolute Urlaubs-Roman-Empfehlung«
Katharina Mahrenholtz, NDR EATREADSLEEP

»Nicolas erzählt ›Tage mit Gatsby‹ mutig aus [Zeldas] Perspektive und mischt dabei etwas Fiktion zu den sorgfältig recherchierten Hintergründen jenes bittersüssen Sommers.«
Tobias Sedlmaier, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

»Joséphine Nicolas gelingt es großartig, die Stimmung der Zeit einzufangen.«
Katharina Mahrenholtz, NDR INFO

»Die bewegende Geschichte einer toxischen Ehe in den wilden Zwanzigern. Dramatisch!«
Sarah Schopf, FREUNDIN

»Ich habe dieses Buch verschlungen.«
Peter Claus, RBB KULTUR

»Joséphine Nicolas skizziert in ihrem Buch ›Tage mit Gatsby‹ […] die bewegende Geschichte hinter der gleichnamigen Romanvorlage von F. Scott Fitzgerald«
Jacqueline Lürken, LISA

»Es ist ein Sommerroman, aber es ist auch ein wunderschöner historischer Roman.«
Ursulla Kollritsch, SOMMERFRISCH PODCAST

»Die Zeit ist wunderbar eingefangen, auch literarisch.«
Martin G. Wanko, VORALBERGER NACHRICHTEN

»Wunderbares Buch für den Liegestuhl, das man einfach gelesen haben muss.«
Wolfgang Oehrle, SCHWETZINGER ZEITUNG

»Ein Roman, der so voller Leidenschaft geschrieben ist, dass man sich in den schillernden Lebensstil der 1920-er Jahre versetzt fühlt.«
Ulla Schmitz, STADTMAGAZIN WILDESHAUSEN

»Ein Roman über einen Roman, lebendig geschrieben und mit vielen Querverweisen auf den ursprünglichen großen Roman von Scott Fitzgerald.«
Ernst W. Koelnsperger, STUDIOSUS

»Eine Atmosphäre zum Greifen in klaren farbigen Bildern. […] eine wertvolle Bereicherung der Literatur über die Fitzgeralds und ein kluges und zugleich leidenschaftliches Plädoyer für eine Frau, die viel zu tief im Schatten ihres genialen Ehemanns stand.«
Rainer Rönsch, LITERATURKRITIK.DE

»Absolut lesenswert.«
Rouven Hans, EKZ.BIBLIOTHEKSSERVICE

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.05.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,6/12,4/3,2 cm

Gewicht

422 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6564-2

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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  • Lucy B. Kamp

    5/5

    13.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Die Fitzgeralds

    „Tage mit Gatsby“ von Joséphine Nicolas Gatsby lässt an den weltberühmten Roman von F. Scott Fitzgerald „Der große Gatsby“ denken, an Verfilmungen mit Robert Redford und Mia Farrow oder Leonardo DiCaprio und Carrey Mulligan. An Glamour, Champagner, beschwingtes Leben. F. Scott Fitzgerald reiste mit Ehefrau Zelda 1924 nach einem Jahr in New York voller Partys und zu hohen Geldausgaben nach Paris, von dort weiter nach Südfrankeich, wo er seinen Roman schreiben wollte. Die Ambitionen und auch das Talent zum Schreiben seiner Frau ignorierte er, drängte es gar zurück. Fitzgerald hatte keine Hemmungen, sich an Zeldas Ideen zu bedienen oder ihre Worte zu benutzen. Wie lebte Zelda damit, was machte es aus ihr? Die Autorin Joséphine Nicolas vermittelt einen gefühlvollen Einblick in Zelda Fitzgeralds Seelenleben, schenkt uns „Tage mit Gatsby“. Wir begleiten dieses schillernde Paar, werfen einen Blick auf ihre große Liebe, erleben ihre ebenso große Tragik. Die Erzählweise aus der Perspektive von F. Scott Fitzgeralds Ehefrau Zelda ist so gut, dass man mit dieser Figur verschmilzt und sie auf eine sehr intime Weise kennenlernen darf. Mit diesem Roman setzt Joséphine Nicolas Zelda Fitzgerald ein Denkmal. Eine Hommage an eine Frau voller Lebenslust, Liebe, Ambitionen. Dennoch ist Zelda Fitzgerald nicht glücklich geworden, aber ist es nicht so, dass es Menschen ruiniert, wenn sie gegen sich selbst leben müssen? Ein wundervolles Buch, anschaulich, atmosphärisch, biografisch, interessant, unterhaltsam und nachdenklich machend. Es schildert nur eine Spanne der Lebenszeit zweier berühmter Menschen und sagt doch so viel mehr. F. Scott Fitzgerald schaffte tatsächlich in diesem besagten Jahr 1924 seinen großen Roman zu schreiben. „Der große Gatsby“. Damals wurde vielleicht auch der Grundstein für Zeldas wachsende Traurigkeit gelegt. Die Autorin Joséphine Nicolas schildert sehr feinfühlig, wie eng das Leben der Romanfigur Gatsby mit den Fitzgeralds verknüpft ist. Das Buch, ein wahrer Lesegenuss, eine Einladung in eine schillernde Zeitepoche und verschweigt dennoch nicht die darin liegenden dunklen Stunden. Die Autorin ist für mich eine wunderbare neue Entdeckung, ein Erzähltalent. Zelda Fitzgerald, vom braven Südstaatenmädchen zum schillernden Partygirl bis zu psychisch kranken Figur. Wie viel Anteil hatte ihr Ehemann an ihrem tragischen Schicksal und wie hätte vielleicht alles sein können. Selbst ihre Flucht in eine Liebe zu einem Piloten hat kein gutes Ende gefunden. Tragik ist der rote Faden ihres Lebens. Zelda Fitzgerald, als Frau ein Opfer ihrer Zeit? Gepresst in eine Rolle, die sie auszufüllen hatte? Gehindert daran, die Rolle auszufüllen, in die sie gepasst hätte? Die Zwanziger Jahre, Roaring Twenties, Gatsby, Fitzgerald, New York, Paris, Südfrankreich. Begriffe dieser besonderen Zeit. Dieser Roman erzählt im Hier und Jetzt 1924 und in Rückblenden davon was die „Tage mit Gatsby“ aus F. Scott und Zelda Fitzgerald machten.

  • Bewertung

    5/5

    20.06.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Berührende Würdigung

    „Tage mit Gatsby“, viele waren es, die mich verzaubert haben, mich mitnahmen auf rauschende Feste im Pariser Nachtleben und leuchtende Sommertage an der Cote Azur. Kaum ein Buch vermochte es in den letzten Jahren, mich so tief hineinzuziehen in das Erzählte. Joséphine Nicolas zeichnet in ihrem Roman einen Ausschnitt aus der Welt des Schrifstellerpaares Scott F. und Zelda Fitzgerald der Jahre 1924/25. Es sind Zelda Fitzgeralds Erinnerungen und Gedanken, von der Autorin überaus feinsinnig in Worte gefasst. Skizziert sie zunächst das Leben Zeldas mit ihrem Mann in den Roaring Twenties New Yorks, wird damit die Stimmung der Zeit deutlich. Fortgesetzt wird die Schilderung mit der Reise des Jetset-Paars nach Frankreich im Frühjahr 1924. Mit nur wenigen, aber nuanciert gesetzten Worten gelingt es Joséphine Nicolas, die Landschaft und Stimmung des südfranzösischen Sommers. Sie waren die wunderbare Untermalung für die schönen, heißen, aufregenden, bitteren und so dichten Erlebnisse Zeldas in diesen Monaten, während Scott, inspiriert und unterstützt durch Zelda, seinem größten Bucherfolg „Der große Gatsby“, zum Leben verhalf. Die Stationen sind authentisch, darüberhinaus läßt Nicolas einfühlsam das Paar über ihre geistreichen Dialoge lebendig werden, auch heftige Krisen werden erlebbar. Ob schmerzvolle Episoden oder schillernde Eskapaden, all dies ist so gewandt und kunstvoll in Worte gefasst, daß ich wie gebannt das Buch nicht aus den Händen legen mochte. Ich lebte mit Zelda, begleitete sie durch diese Zeit - sehr berührend! Eine bittere Ironie wird deutlich: Zelda Fitzgerald wird mit diesem Roman nun etwas zuteil, das ihr berühmter Mann ihr selten geben konnte: die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ihre ideenreiche, sprühende Persönlichkeit und ihr eigenes überragendes Talent eigentlich verdient hätte. Durch Joséphine Nicolas schriftstellerisches Vermögen wurde Zelda lebendig für mich. Aus der Bibliographie wird deutlich, wieviel Recherche und Vorarbeit in das Projekt geflossen ist. Daraus hat die Autorin ein so wunderbares und emotionales Buch gewoben, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

  • buecherwurm_01

    aus Heinsberg

    5/5

    25.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Reise in die 1920er Jahre

    Zusammen mit ihrem Ehemann F. Scott Fitzgerald und der gemeinsamen Tochter bricht Zelda Fitzgerald nach Europa auf. Die goldenen Zwanziger haben die beiden in den USA ausgekostet. Nun möchte der Schriftsteller seinem Traum von einem erfolgreichen Roman folgen und in der Ruhe Europas (Paris, Südfrankreich, Italien) die Vollendung des Werkes anstreben. Zelda unterstützt ihn in seinen Zielen und liefert viele Gedanken, die er übernimmt und ausschmückt. Immer häufiger fragt sie sich, warum sie nicht selber veröffentlicht. Seine Antwort ist klar und leider auch war: unter seinem Namen zahlen die Verleger deutlich mehr. In ihrer Unzufriedenheit stürzt sie sich in eine Affäre, Verbesserung bringt ihr dies allerdings nicht. Nach Eigenständigkeit strebend, wird sie zusehends depressiver. Beide sprechen auch dem Alkohol in nicht unerheblichen Mengen zu. Zelda ist eine typische Frau der goldenen Zwanziger des vergangenen Jahrhunderts, die in den höheren und Künstler-Kreisen verkehrt. Sie ist glücklich und strebt erst peu à peu nach Eigenständigkeit. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Zeit. Ihr Leben in Europa ist von Langeweile und vielen Streitigkeiten geprägt. Sieht man den weiteren Lebensweg des Ehepaares, ist diese Zeit eine wichtige Phase für beide Ehepartner und ebnet den Weg in die Zukunft. Die Autorin konzentriert sich auf die Europareise der Familie zum Ende der 1920er Jahre. Das finde ich sehr gut, denn hier zeigt sich die Entwicklung der beiden, insbesondere Zelda beginnt zu zweifeln und möchte mehr aus ihrem Leben machen. Diese Lebensphase ist sehr authentisch und realitätsnah beschrieben. Fiktion und Realität greifen äußerst glaubwürdig ineinander. Der Schreibstil muss hervorgehoben werden, er kreiert eine Atmosphäre, in die man versinkt. Als Leser ist man mitten im Geschehen und leidet bzw. lebt mit den Protagonisten. Zudem spürt man, dass die Autorin sich intensiv mit dem Leben von Zelda Fitzgerald beschäftigt hat. Erzählt aus Sicht dieser interessanten Frau wird sowohl das Leben als auch die Gedankenwelt der „Roaring Twenties“ deutlich. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und gerne empfehle ich es weiter.

  • wacaha

    aus Malsch

    5/5

    16.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Bezaubernder Schreibstil

    Wer kennt ihn nicht – den „großen Gatsby“ des berühmten amerikanischen Autors F. Scott Fitzgerald? Kaum ein Buch hat die Atmosphäre und das Lebensgefühl der „Roaring Twenties“ so eingefangen, wie dieses. Doch wie kam es zu dem Roman und was steckt dahinter? Dieser spannenden Frage hat sich die Autorin Joséphine Nicolas in ihrem Erstlingswerk „Tage mit Gatsby“ gewidmet. Ihren Ansatz, die Geschichte hinter der Geschichte zu erzählen finde ich wahnsinnig interessant und faszinierend - eine Art Entstehungsgeschichte mit realen Bezügen als Buch. Beim Lesen wird deutlich spürbar, wie viel Herzblut und Recherche in diesem Buch steckt: Joséphine Nicolas hat sich intensiv mit dem Leben Zelda Fitzgeralds und der damaligen Zeit auseinandergesetzt und besitzt hier eine große Kompetenz. Unter anderem hat sie sogar sämtliche Orte, an denen das Buch spielt, bereist und sich stark an der damaligen Korrespondenz der Fitzgeralds orientiert. Teilweise konnte ich allerdings nur schwer einordnen, was auf wahren Begebenheiten beruht und was im kreativen Schaffungsprozess fiktiv ausgeschmückt wurde. Insgesamt hat das Buch mich aber sehr neugierig auf das Leben des Glamour-Paares Fitzgerald gemacht, so dass ich sehr motiviert war, im Anschluss selbst über das Leben der echten Zelda nachzuforschen. Erleichtert wurde dies durch die umfassende Literaturauflistung am Ende des Buches. Besonders hervorheben möchte ich jedoch die Sprache des Buches: Joséphine Nicolas hat es geschafft, mich mit ihrem wunderschönen Schreibstil absolut zu verzaubern! Selten habe ich so einen mitreißenden Umgang mit Sprache erlebt, der mich absolut in seinen Bann gezogen hat. Davon abgesehen, dass er sehr zeitgemäß für die zwanziger Jahre ist empfand ich ihn als sehr durchdacht, filigran und künstlerisch, beinahe schon poetisch. Es wird aus Zeldas Perspektive erzählt, so dass der Leser tiefe Einblicke in ihre fragile Persönlichkeit und manchmal etwas weltfremde Wahrnehmung erhalten. Die Dialoge im Stil der damaligen Zeit sind ebenfalls gelungen und gespickt mit wunderschönen Zitaten. Auch durch ihre anschaulichen und bisweilen schillernden Beschreibungen der Lebensumstände der Fitzgeralds, wie z.B. deren Partys und Shoppingtouren, aber auch von Landschaften und Räumlichkeiten hat mich die Autorin in die zwanziger Jahre zurückgebeamt. Lediglich das Cover hätte ich nicht auf Anhieb dorthin verortet. Es passt zwar optisch gut zum Kapitel in Südfrankreich, ist aber ehrlich gesagt nicht mein Stil und ich hätte wohl auch nicht zugegriffen, wenn ich es in einer Buchhandlung ausliegen gesehen hätte. Beim weiteren Fortschreiten des Buches wird die tiefe Melancholie Zeldas immer deutlicher, die Gesamtstimmung wird beklemmend, so dass der Leser das Unglück zum Ende deutlich heranziehen spürt, ohne dass dies explizit benannt wird. Besonders hervorzuheben ist hier der Epilog, der das Schicksal der wahren Zelda auf kunstvoll-tragische, aber auch wieder nur auf implizit-sensible Weise darlegt. Was für meinen Geschmack aber leider zu kurz kam war der eigentliche Inhalt: Für ein Buch von 400 Seiten ist irgendwie doch recht wenig wirklich passiert, Zeldas Leben dreht sich irgendwie im Kreis und erfährt viele Redundanzen. Wo ich die Beschreibungen ihrer Beziehung zu Scott, Festivitäten und Gedanken anfangs noch faszinierend fand, wurden deren Wiederholungen gegen Ende hin eher ermüdend. Viele Szenen und Begebungen ähneln sich stark. Auch die ständigen Dispute des Paares waren auf Dauer etwas langatmig. Insgesamt hätte für meinen persönlichen Geschmack das Erzähltempo schneller sein könnten, so wirkte sie eher handlungsarm. Zeldas affektiert-naive Art und Scotts Arroganz empfand ich auf Dauer als störend, beide wurden mir im Verlauf des Buches immer unsympathischer – ich konnte leider keinen richtigen Zugang zu den Protagonisten entwickeln. Weitere Personen sind eher blasse Randfiguren geblieben, ich konnte relativ wenig mit den meist kurzen Begegnungen anfangen. Insgesamt bleibt mir „Tage mit Gatsby“ aber schon als interessanter Roman im Gedächtnis, der mir das wilde Leben von Zelda und Scott Fitzgerald in den zwanziger Jahren nahe gebracht und mir Lust darauf gemacht hat, mich näher mit dieser Zeit zu befassen. Die Entstehungsgeschichte des „großen Gatsby“ aus andere Sicht zu betrachten war spannend und ich möchte das Buch nun unbedingt noch einmal mit diesen neuen Eindrücken im Hinterkopf lesen. Das eigentlich Herausragende ist aber der wunderschöne Schreibstil, der die überschaubare Handlung absolut wieder wettmacht. Das Lebensgefühl der „Roaring Twenties“ wurde perfekt transportiert und ich habe die bildhaften Beschreibungen und den außergewöhnlichen Umgang mit Sprache der Autorin sehr genossen.

  • Bewertung

    aus Norderstedt

    5/5

    16.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Tage mit Zelda

    Zelda Fitzgerald. Wer war diese berühmt-berüchtigte Frau, die in den Roaring Twenties an der Seite ihres Ehemanns F. Scott Fitzgerald die Schlagzeilen der Zeitungen füllte? Eins steht fest, das Buch hat mich neugierig gemacht, mehr über diese schillernde Persönlichkeit zu erfahren. Schaut man sich alte Schwarz-weiß-Aufnahmen an, wirkt Zelda aus heutiger Sicht fast ein wenig bieder und langweilig – doch der Eindruck scheint zu täuschen. Keine Party war zu viel, kein Aufsehen zu groß, kein Luxus zu teuer – die Welt lag ihr zu Füßen. Doch hinter dieser Vergnügungssucht verbarg sich eine Leere, die sie niemals füllen konnte und die sie von Innen zerfraß. Der Wunsch nach einem eigenen künstlerischen Schaffen, heraus aus dem Schatten ihres Mannes zu treten, der mit aller Macht versuchte, genau das zu verhindern, schließlich sollte es nur einen ersthaften Künstler in der Familie geben. Ungeachtet der Tatsache, dass sein eigener Erfolg auf dem Können seiner Frau beruhte, an deren Zeilen und Texten er sich ungeniert für seine eigenen Werke bediente. Wer wäre daran nicht zerbrochen? All das schildert das Buch mit viel Feingefühl, viel Liebe zum Detail und viel Spaß an den wilden 20er-Jahren. Josephine Nicolas ist eine mitreißende Zeitreise gelungen - mit all den Vor- und Nachteilen dieser Ära. Die Leidenschaft der Protagonisten ist spürbar, das Auf und Ab der Ehe, bei der Liebe und Hass manchmal eng nebeneinander liegen, gekonnt geschildert, die Dialoge absolut glaubwürdig. Wahrheit und Fiktion gehen nahtlos ineinander über. Es würde mich nicht wundern, hätte es sich alles genau so abgespielt. Ich habe das Buch sehr genossen – und muss jetzt dringend ein Versäumnis nachholen: „Der große Gatsby“ lesen!

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