Die Journalistin Mira ist nach dem Tod ihrer Eltern nach Athen zurückgekehrt. Hier in der Stadt ihrer Kindheit will sie einen Neuanfang wagen.
Das pulsierende Leben der Metropole, die ewig wiederkehrenden Wellen des Meeres, das flirrende Licht des Sommers sind ihre Begleiter, ebenso wie die Menschen um sie herum: die Freunde aus Jugendtagen, engagierte Künstler und ihr neuer Nachbar, ein ehemaliger Kapitän …
Natalie Bakopoulos hat einen wunderbaren und packenden Roman geschrieben: über die Suche nach der eigenen Identität, über Erwartungen und Hoffnungen, über Vertrauen – und vor allem über die Liebe in ihren unterschiedlichsten Facetten.
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Ein leises Buch ohne Spannung
Bewertung aus Stade am 27.08.2021
Bewertungsnummer: 1556604
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mira lebte in den USA und kehrt nun, nach dem Tod ihrer Eltern, nach Athen zurück. Während der Selbstfindung in der alten/neuen Heimat lernt sie neue Freunde kennen, trifft auf alte Bekannte und erlebt Trauer und Verlust.
Natalie Bakopoulos hat einen eher leisen Roman geschrieben, der realistisch das Einleben nach einer Rückkehr aus dem Ausland schildert. Es hat sich einiges verändert, manches zum Guten, manches zum Schlechten. Alles fühlt sich für Mira vertraut und gleichzeitig fremd an. All dies wird in einer flüssigen Sprache beschrieben und das Buch lässt sich gut lesen. Die Autorin bindet eine Reihe von Themen, wie Migration, Flucht, Homosexualität, Verlust und Liebe, ein. Wie im wirklichen Leben.
Leider konnte das Buch mich nicht völlig mitreißen und begeistern, obwohl der Inhalt und das schöne Cover mich sehr interessiert haben (schließlich habe ich auch 22 Jahre im Ausland gelebt und bin danach in die alte Heimat zurückgekommen). Es passiert sehr wenig in dem Buch und ich hatte das Gefühl, die Personen nicht kennengelernt zu haben. Es gab sehr schöne Passagen, die ich auch so erfahren habe, aber es schien alles sehr emotionslos und ohne Ziel. Leider wurde nur das Leben beschrieben mit wenig Handlung.
Fazit: wer ein ruhiges Buch mag und nicht auf Spannung baut, dem kann ich das Buch empfehlen.
Ein Buch über Beziehungen und Heilung
Bewertung aus St. Andrä-Wördern am 25.08.2021
Bewertungsnummer: 1555579
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In ihrem Roman "Zikadensommer" erzählt Natalie Bakopoulos über Mira, die nach dem Tod ihrer Eltern nach Athen zurückkehrt, wo sie einen neuen Anfang versucht. Während des Sommers trifft Mira viele andere Charaktere und ihr Sommer ist ein Versuch sich selber zu finden, um zu verstehen wer sie ist, wo sie gehört, ihr Leben in Bahn zu bringen.
Das Buch hat ein wunderschönes Cover, das das griechische Flair in sich hat. Wegen den Titel "Zikadensommer" habe ich an einen romantischen Sommer in Athen gedacht. So habe ich das Buch voller (romantische) Erwartungen zu lesen angefangen.
Im Buch werden viele unterschiedlichen Themen angesprochen. Das größte Thema ist die Identität. Mira versucht herauszufinden, wer sie ist. In Amerika ist sie eine Außenseiterin, zu Griechenland gehört sie nicht 100prozentig. Aber nicht nur ihr geht es so. So kann sie die Migranten besser verstehen, der Kapitän hängt seine Herz nicht an Orte usw.. Ihre Gefühle transportiert sie auch über die Stadt oder werden von der Stadt reflektiert. Athen ist ihr vertraut und fremd zugleich.
Es werden aber auch viele anderen Themen angesprochen, zB Verlust, Trauer, Liebe, Homosexualität, Krankheit. Die Themen sind meistens angesprochen und nicht tiefgründig besprochen/analysiert. Das kulminiert mit dem Schluss, in der Beziehung von Mira und der Kapitän bleibt alles offen. Das finde ich sehr gut, bei so viele Themen, alles anzusprechen und die Leser alleine zu lassen, sich die eigenen Meinungen/Vorstellungen zu machen.
Der Balkon kommt sehr stark in den Vordergrund. Vom Balkon kann man alles distanziert sehen, vom Balkon kann man Beziehungen langsam angehen, im Balkon kann man sich durch die Milchscheibe sich nähe fühlen, von den Balkon kann man die Stadt beobachten, Schönheit sehen usw. Durch dieses Buch sehe ich die Balkone anders als vorher.
Das Buch lest sich sehr leicht, es werden viele Geschichten erzählt. Der Schreibstill ist etwa distanziert und sachlich, genau passend für viele Geschichten, wo man später weiter selber nachdenken soll.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn ich am Anfang andere Erwartungen gehabt habe. Ich hätte mich mehr über den Originaltitel gefreut, der erinnert mehr an Beziehungen und Heilung und um das geht eigentlich in das Buch.
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