Produktbild: Hurdy Gurdy Girl

Hurdy Gurdy Girl Eine weite Reise durch die Nacht

2

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.10.2020

Verlag

PalmArtPress

Seitenzahl

380 (Printausgabe)

Dateigröße

2185 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783962580704

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

08.10.2020

Verlag

PalmArtPress

Seitenzahl

380 (Printausgabe)

Dateigröße

2185 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783962580704

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  • Bewertung

    aus Linz

    5/5

    16.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hochinteressant mit vielen historischen Details

    Ich hatte einmal in einer Fernsehdokumentation von den Hurdy Gurdy Girls gehört, und als ich das Buch sah, sofort zugeschlagen. Die Autorin erzählt sehr kurzweilig die Erlebnisse von Luise in Amerika. Man merkt, wie außerordentlich gründlich die Autorin recherchiert hat, denn immer wieder sind etliche historische Details in die Geschichte eingebunden. Sei es, wie San Francisco im 19. Jahrhundert ausgesehen hat, welche Hürden es bei der Auswanderung oder für Minderjährige gab und natürlich alles rund um die Hurdy Gurdy Girls: Wie sie »verkauft« wurden und ihr Leben in Amerika aussah, das für so viele das »Land der Träume« war, aber nicht für diese deutschen Mädchen. Ich bin völlig in Luises Leben und Reise eingetaucht, und habe jeden Tag ein paar Seiten mehr gelesen, als ich vor gehabt habe. Für alle bestens geeignet, die neben einer packenden Geschichte gerne viele historische Detail über dieses unbekannte Stück deutsche Geschichte und das Leben der damaligen Zeit erfahren wollen.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    20.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Femininer Western Schon der…

    Femininer Western Schon der Titel des Romans «Hurdy Gurdy Girl» von Irene Stratenwerth macht neugierig, der Untertitel ‹Eine weite Reise durch die Nacht› verheißt nichts Gutes, das Coverfoto einer jungen Frau schließlich deutet auf das Neunzehnte Jahrhundert hin. Hurdy Gurdy bedeutet Drehleier, ein Saiteninstrument also, mit dem hier im Roman ein Musiker mit einem Trupp von Tanzmädchen für Stimmung sorgt in Saloons und zweifelhaften Kaschemmen im amerikanischen Westen. Die Mädchen im Roman stammen aus der Wetterau, wo Mitte des Jahrhunderts, wie überall im Großherzogtum Hessen, bitterste Armut herrschte. Viele erhofften sich damals eine bessere Zukunft in Amerika und machten sich auf den weiten Weg, um dort ihr Glück zu suchen, - der Großvater von US-Präsident Trump gehörte übrigens auch dazu. Die bettelarmen Eltern der siebzehnjährigen Luise schließen vor dem Bürgermeister ihres Dorfes einen Kontrakt mit einem Landgänger, mit dem sie ihm ihre Tochter für drei Jahre als Tanzmädchen in Dienst geben, also langfristig verdingen, mit Kost und Logis als Gegenleistung. Er wird sie in den Goldgräber-Siedlungen von Britisch Kolumbien als Hurdy Gurdy Girl für sich arbeiten lassen. Dort im Lager, wo es wegen den unwirtlichen Bedingungen fast keine Frauen gibt, kann er den Goldsuchern viel Geld abknöpfen für ein bisschen Abwechslung von ihrer harten Arbeit. Bei den Eltern andererseits gibt es dann nicht nur einen Esser weniger am Tisch, sie bekommen auch vorab die für ihre Verhältnisse riesige Summe von 500 Gulden, und das Gleiche noch einmal am Ende der Vertragszeit, wenn Luise zurückkommt. Zusammen mit zwei andern Mädchen landet sie, nach einer langen, äußerst beschwerlichen Reise unter erbärmlichsten Umständen, als Zwischendeck-Passagier zunächst in San Francisco. Die in der Fremde weitgehend hilflosen Mädchen, die kein Wort Englisch sprechen, werden in der aufstrebenden kalifornischen Stadt brutal ausgebeutet und sehen sich schließlich zur Prostitution genötigt, um wenigstens ein bisschen Geld für sich selbst zu haben. Auf dem Postamt lernt Luise schließlich Benjamin kennen, der junge Mann bietet ihr spontan seine Hilfe an. Seinen Heiratsantrag lehnt sie zwar ab, ist dann aber doch froh, dass er sie trotzdem im Frühjahr begleitet auf dem beschwerlichen Weg zu den Goldgräbern in Kanada. In einem zweiten Handlungsstrang werden kurze Szenen aus der Heimat eingestreut, wo unter preußischer Führung der Deutsche Bund entstanden war und auf Betreiben Bismarcks streng gegen das Tanzmädchen-Unwesen vorgegangen wurde. Ein zur Untersuchung eigens angereister, höherer Beamter stellt in Luises Dorf dem Bürgermeister und dem Schullehrer ziemlich peinliche Fragen dazu. Der Roman schließt mit einem Epilog, der berichtet, wie es mit Luise, dem ‹gefallenen› Mädchen, weiterging nach der Rückkehr in der Heimat. Irene Stratenwerth hat in einem Interview erklärt, Anlass für ihren Roman sei ihr Interesse an noch nicht erzählten Geschichten. Über die Geschichte Amerikas werde ja fast immer nur aus der Perspektive weißer Männer erzählt, Frauen spielten dabei allenfalls eine dekorative Nebenrolle. Sie verfolge aber keinerlei moralische Absicht mit ihrem historischen Roman. Die Quellenlage sei leider äußerst dürftig und stütze sich vor allem auf Passagierlisten und einige wenige Dokumente, das meiste sei frei erfunden. Ihre interessante Geschichte wird in einer klaren, einfachen Sprache erzählt, die zwar zum Milieu passt, die aber journalistisch distanziert kaum emotionale Nähe zu den Charakteren aufkommen lässt. Die Protagonistin Luise ist stimmig dargestellt in ihrer naiven Gläubigkeit, eher zwiespältig dagegen erscheint die Figur des Benjamin, dessen Motive wenig plausibel sind. In Anbetracht des unsäglichen Elends erscheint es zudem fast als Wunder, das die einfältige Luise der geschilderten Hölle aus permanenter Unterernährung, allerlei Krankheiten und ständigen Gefahren heil entkommen ist in diesem unromantischen, femininen Western.

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