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Die Eroberung Amerikas Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2021

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/4 cm

Gewicht

622 g

Farbe

Hellbraun / Tabak

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07227-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2021

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/4 cm

Gewicht

622 g

Farbe

Hellbraun / Tabak

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07227-5

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22
81679 München
DE
info@hanser.de

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  • Kaffeeelse

    5/5

    15.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Selbstüberschätzung

    Und noch ein Buch aus der 2021er Longlist des Deutschen Buchpreises. Interessant und auch eckig und sperrig. Franzobel schreibt nicht gefällig und/oder flüssig. Eher wirkt die Schreibe etwas zerrissen und hin und her springend. Nicht einfach zu lesen. Der etwas eigene Humor/der böse Sarkasmus ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. Dennoch habe ich dieses Buch sehr gern gelesen und es bekommt eine 5 Sterne Bewertung von mir. "Die Eroberung Amerikas" ist für mich das bisher beste Buch aus der 2021er Longlist des Deutschen Buchpreises. Schon die Handlung interessiert mich hier sehr. Von Hernando de Soto und seinem Wirken in der neuen Welt habe ich schon gelesen. Gerade die Welt der Indianer des Südostens, eines der nordamerikanischen Kulturgebiete, interessiert mich seit frühester Zeit. Hatte doch hier die Moundkultur einen gewaltigen mesoamerikanischen Einfluss zu verzeichnen und gebar eine Vielzahl von äußerst interessanten Stämmen und Kulturen. Nur verschwanden hier viele dieser Stämme aufgrund des Gebarens der Eroberer und der grassierenden Krankheiten sehr schnell. Interessante Welten und Sichtweisen verschwanden, das kann man durchaus mit dem Abbrennen von ganzen Bibliotheken vergleichen. Franzobel beschreibt mit seinem bösen Sarkasmus das Leben des Hernando de Soto und das entsetzliche Wirken/das entsetzliche Denken von Hernando de Soto im Südosten des nordamerikanischen Kontinents in meinen Augen absolut treffend und setzt dieses damalige Verhalten der Europäer gleichzeitig auch in Bezug zu dem späteren Verhalten der Europäer in Amerika, oder eigentlich dem westlichen Verhalten in der ganzen Welt. Hier in diesem Buch wird die Welt von 1539 bis 1542 wieder greifbar und erfahrbar. Aber der Vergleich dieser alten Denke mit dem Denken und Handeln der heutigen westlichen Welt ist ein vollkommen gelungener Schachzug. Absolut treffend und gerade jetzt in der Coronazeit ist dieses egozentrische Gedankengut wieder trefflich zu beobachten. Ich sage nur verfallene Covid-Impfdosen, wie kann denn etwas in der westlichen Welt verfallen, dass in der restlichen Welt dringend gebraucht wird?! Ich frage mich des Öfteren wieso der westliche Mensch eigentlich so weit gekommen ist, wieso es den westlichen Menschen nicht schon eher von der Erdkruste befördert hat? Verdient hätte er es, wenn man sein Wirken aus der Sicht der überrannten Völker betrachtet. Dieses Buch lässt solche Fragen wieder hochkommen, gewährt aber mindestens ebenso interessant geschichtliche und auch lehrreiche Einblicke in eine vergangene Zeit! Ein faszinierendes und informatives Buch, wenn man sich darauf einlässt und sich von dem Sprachklang nicht abschrecken lässt.

  • David Möckel

    5/5

    19.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mehr Don Quijote als Konquistador?

    Mit seiner unverwechselbaren Erzählkunst mischt Franzobel hier Geschichten, Erzählstränge, Anekdoten, Anspielungen und Semmannsgarn zu einem schillernden Bild, bei dem man als Leser das Gefühl hat, nur zupacken zu müssen und man hält eine reife Zitrusfrucht in Händen. Aber mehr möchte man auch nicht, denn er hält mit Grausamkeit, Barbarei und Brutalität, die für einen Großteil der Eroberung der beiden Amerikas stehen, nicht hinterm Berg. Absolut lesenswert! Vor allem für alle, die auch gern mal einen etwas anderen historischen Roman mögen ;o)

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    05.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ungemein großes Lesevergnügen

    Es ist das Jahr 1538 als sich der berühmte Eroberer Ferdinand Desoto aufmacht um die neue Welt zu erobern. Auf neun Schiffen machen sich 800 Mann mit 300 Pferden, 30 Doggen, einer Schweineherde, Kühen, Ziegen, Maultieren und allem was damit einhergeht, auf den Weg. Über Havanna führt Ferdinand Desoto diese Expedition. Es gilt an diesen sagenhaften Reichtum in der neuen, unbekannten Welt zu gelangen und Ruhm, Ehre, Goldschätze, Vorherrschaft für sich und für Spanien zu erobern.

  • Bewertung

    5/5

    01.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hugh!

    Auf leisen Sohlen kommt franzobel nicht daher. Desotos Schergen plätten alles. Auch so manchen Leser. Ob sein neues Flaggschiff seiner Medusa das Wasser reichen kann? Ich denke schon. Und eine Deutsche Buchpreisnominierung liegt angeblich in Sichtweite. Wer dabei sein will, kauft!

  • Juti

    aus HD

    2/5

    10.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zu viel gewollt „Gestern war…

    Zu viel gewollt „Gestern war heute noch morgen, und übermorgen wird morgen gestern sein.“ Ich habe diese Kritik mit dem ersten Satz des Buches begonnen, weil ich nicht weiß, ob dieser Satz ein Zitat ist. Die google-Recherche liefert in der Tat für den ersten Teil eine CD der Böhsen Onkelz. Weiter lese ich vom zahnlosen Sonnenkönig. Das kann durchaus sein. Wie ich aus dem „Hammer“ weiß, gab es eine Kultur des Zähneziehens. Auch ein Papst, der so dick war, dass er sich selbst nicht mehr umdrehen konnte, kann ich mir vorstellen. Bei Innozenz dem Achten blieb die google-Recherche aber erfolglos. Der Roman beginnt also wie ein Sachbuch, dem die Fußnoten fehlen. Und so hätte ich auch fast übersehen, dass es noch die Anwaltskanzlei gibt, die den Indianern Amerika zurückgeben will. Ein Problem dieses Buches ist nämlich, dass es zwar Überschriften und einzelne Kapitel kennt, nicht jedoch trennt, was heute und was 1537 war. So wird auf S.20 die Welt des 16. Jahrhunderts beschrieben, natürlich mit dem etwas anderen, komischen Blick. Gutenberg heißt zum Beispiel Gutfleisch. Als der Autor aber bei der Geschichte um den abgeschnittenen Finger Karl V. auf S.24 schreibt: „Wir erwähnen diesen Namen, lang wie eine Eisenbahngarnitur, damit Sie die Geschichte überprüfen können“ hatte ich die Lust zur google-Recherche bereits verloren. Das Zitat zeigt ferner die Liebe des Verfassers zu schiefen Vergleichen, die gepaart mit Anachronismen in diesem Buch unzählbar oft vorkommen. Auf S.288 schreibt der Autor, Hitler hätte die Jugend vernichtet, um dann eine andere Person verbessern zu lassen, dass es Juden statt Jugend heißen müsse. Gut meinend kann ich das nur als österreichischen Humor durchgehen lassen. Eigentlich schade, denn aus der Biografie De Sotos hätte man was machen können, wie auf der Wikipedia-Seite vom Entdecker „Hernando de Soto“ nachlesen kann. Ich erwähne die Internet-Seite, denn der Autor würzt seine Erzählung mit ständigen Phrasen, selbst das Phrasenschwein kommt vor. Da an der historischen Florida-Expedition offenbar vieles unklar ist, lädt es zu Fantasiegeschichten ein, aber nach dem allgemeinen Beginn sind über 500 Seiten zu viel. Nur der Anwalt Turtle Julius gefällt mir, der wegen der Suche nach einem Erben um die halbe Welt reist. Franzobels letztes Buch vom „Floß der Medusa“ habe ich gern gelesen, hier musste ich die letzten 200 Seiten großflächig lesen, um das Werk nicht ganz bei Seite zu legen. Ich habe die Mängel aufgezeigt und kann daher leider nur 2 Sterne vergeben. Wenn ein Mathematiker mit einem Beweis nicht zufrieden ist, schreibt er einen neuen. Schade, dass dies in der Literatur nicht üblich ist. Die Florida-Expedition von De Soto erlaubt mehr.

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