Produktbild: Dort dort

Dort dort Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12150

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.06.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,9/12/2,2 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

There there

Übersetzt von

Hannes Meyer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14784-2

Beschreibung

Rezension

Kein leichter Stoff, doch voller literarischer Wucht und heiligem Zorn.

Produktdetails

Verkaufsrang

12150

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.06.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,9/12/2,2 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

There there

Übersetzt von

Hannes Meyer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14784-2

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • Mar

    aus -

    5/5

    22.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Must Have Lektüre zu Native Americans

    5 Sterne, absolut verdient! In "Dort Dort" werden 12 Charaktere mit indianischem Erbe begleitet. Manche von ihnen stehen in Verbindung (z.B. familiär), andere haben nichts miteinander zu tun. Aber sie alle wollen zum Oakland Powwow und wir wissen von vornherein, dass nicht jeder mit guten Absichten dorthin möchte. Es war für mich das erste Buch, bei dem es um Native Americans geht. Ihre Geschichte, ihre Probleme mit und Suche nach Identität, Erbe und Zugehörigkeit. Die besondere Lage der Urban Indians. Massive Sucht- und Gewaltprobleme. Tommy Orange hat ein Meisterwerk geschaffen, bei dem er unterschiedliche Perspektiven zeigt und sich doch alles zu einem großen Ganzen zusammen fügt.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

     Oakland, Kalifornien. In Kürze steht das große Powwow an, zu dem es alle beteiligten Charaktere in irgendeiner Weise hinzieht. Es sind allesamt Menschen mit indigenen Wurzeln, die voller Erwartungen und Hoffnung diesem Treffen entgegenfiebern um ihre Traditionen zu feiern. Tommy Orange beschreibt eine Vielzahl von Leben, die miteinander verbunden sind durch die Frage: Wer bin ich? Amerikaner oder Native? Kann man beides zugleich sein? Wo gehöre ich hin? In einer Welt, die einem einst gehörte und von den Weißen gestohlen wurde? Ein aufwühlender Roman, der viele Fragen aufwirft und zum Nachdenken zwingt. Auf keinen Fall verpassen!

  • Bewertung

    5/5

    06.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Die Wunde, die gerissen wurde, als die Weißen kamen und sich nahmen, was sie nahmen, ...

    ...ist nie verheilt. Eine unversorgte Wunde entzündet sich. Wird zu einer anderen Art von Wunde, so wie die Geschichte dessen, was wirklich passiert ist, zu einer anderen Geschichte wurde." Das große Powwow in Oakland steht an und viele sind auf dem Weg, um diesem Treffen beizuwohnen, jedoch immer mit unterschiedlichen Beweggründen. Orvil will endlich den Tanz seiner Vorfahren tanzen, dafür hat er lange geübt. Dene sammelt mit seiner alten Kamera, die er einst von seinem Onkel bekommen hat, bevor dieser starb, Geschichten indianischen Lebens und das Powwow ist hierfür die perfekte Plattform. Viele sind gekommen, doch nicht alle werden wieder gehen, denn Tony ist auch da und ihn treiben finstere Absichten an diesen Ort… „Dort dort“ ist das Debüt von Tommy Orange und es ist kein Buch, das dazu führt, dass man sich wohl fühlt. Es agiert vielmehr wie ein sauber ausgeführter Schlag in die Magengrube, der einem konsequent die Luft zum Atmen raubt. Orange ist selbst Angehöriger der Cheyenne und stammt aus Oakland. Er betrachtet in seinem Werk die Native Americans von heute und seine Darstellung geht einem als Leser an die Nieren. Alkohol, Drogen, ungewollte Schwangerschaften…ein Blick in den Abgrund. Doch das besondere an den Ausführungen dieses Autors ist, dass er nicht um Mitleid bittet, sondern einfach nur eine wütende Bilanz dessen zieht, was mit den Native Americans passiert ist, ohne ständig mit dem erhobenen Zeigefinger zu agieren. Anhand von zwölf unterschiedlichen Personen nimmt er uns mit in die Welt dieser heutigen Native Americans, die alles andere als rosig beschrieben wird. Er schildert aber nicht nur die Abstürze, die zwar einen großen Teil ausmachen, aber er nimmt auch die Personen in den Blick, die einfach nur auf der Suche nach Tradition und Identität sind. Was er am Ende daraus macht ist einfach nur ein hartes und unerbittliches Stück Literatur, dass den Finger in eine offene Wunde legt und ordentlich zudrückt. Ein beeindruckendes Buch, das noch lange im Kopf des Lesers verweilen wird, nachdem er die letzte Seite gelesen hat…

  • Kaffeeelse

    5/5

    10.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick auf den wahren Amerikaner

    Tommy Orange hat mit "Dort dort" ein Buch geschrieben, welches mich tief beeindruckt hat und mich zu wahren Begeisterungsstürmen gebracht hat. Nun befasse ich mich mit der Geschichte der amerikanischen Ureinwohner, der Indianer und Inuit von klein auf. Angefangen hat dies bei mir mit den Filmen von Gojko Mitic, den Büchern von Lieselotte Welskopf-Henrich und Eva Lips, weiter ging es mit den Büchern von Miloslav Stingl und Erich Wustmann. Und dann war sie da, die Liebe zu der Urbevölkerung Amerikas. Heute füllen ethnographische und historische Abhandlungen über die Bevölkerung von Alaska bis Feuerland fast zwei Regalschränke in meinem Wohnzimmer. Einst war die Ethnographie ein Berufswunsch, heute ist sie Hobby. Und über die Jahre hat sich ein gewisses Wissen um die Bewohner Amerikas angesammelt. Und aus diesem Wissen heraus ist es meiner Meinung nach schon lange an der Zeit, dass die amerikanischen Staaten, und damit meine ich alle!, differenzierter und realitätsbewusster auf die Geschichte schauen und der Urbevölkerung endlich einen angestammten und situationsgerechten Platz in ihren Ländern einräumen. Ich befürchte dies wird nie geschehen. Aber uns Europäern und unseren Nachfahren in Amerika sollte klar sein, dass Amerika nicht unsere Heimat ist, sondern wir die Eingewanderten und Aggressoren sind und der ursprünglichen Bevölkerung seither das Leben schwer gemacht haben, bzw. ihnen das Leben genommen haben. Man muss sich mal vor Augen führen, in fast allen einstigen Kolonien haben sich die Kolonisatoren zurückgezogen und der ursprünglichen Bevölkerung mehr oder weniger wieder die führende Position überlassen. Nur in Amerika nicht! Dies hat natürlich Folgen! Man muss sich ebenso mal vor Augen führen, dass die Zeit der Indianerkriege/ die Zeit der Massaker an der indianischen Urbevölkerung erst Ende des 19. Jahrhunderts zu Ende gegangen ist. Die Zeit der Diskriminierung aber nicht! Indianerkinder wurden noch sehr lange den Eltern weggenommen und in Internate gesteckt, um sie zu entindianisieren, was für ein Wort, indianische Sprache und indianische Kultur waren den Kindern hier bei Strafe untersagt, dies ging in einigen Teilen Amerikas(Kanada) bis fast Ende des zwanzigsten Jahrhunderts hinein so, dies muss man sich mal vorstellen! Dies ist eine gewollte Entwurzelung und macht natürlich etwas mit den Betroffenen! In den USA formierte sich Ende der 60er Jahre indianischer Widerstand, das American Indian Movement (AIM), deren Aktionen auch hier im Buch beschrieben werden, die bekanntesten waren die Besetzung der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz und die Besetzung des ehemaligen Geländes des Massakers am Wounded Knee. Diese Entwurzelung, die Entrechtung und das Abschieben der Indianer in meist recht unwirtliche Gebiete haben natürlich Folgen, meist wirtschaftliche, aber natürlich auch psychische. Natürlich ist mittlerweile auch ein Wandel in Amerika im Gange. Und auf dieses Konglomerat wirft Tommy Orange mit seinem Buch einen interessanten und echt gelungenen Blick, einen Blick aus den Augen eines Indianers. Tommy Orange ist selbst ein Angehöriger des Cheyenne und Arapahoe Stammes und gerade dies macht diesen Blick auch so authentisch. Man merkt der Sprache in einer kleinen Prise den indianischen Ursprung des Autors an und man bemerkt auch einen gewissen Humor des Autors, etwas was mir bei der Schwere des Themas sehr gefallen hat. In diesem Buch blicken verschiedene indianische Menschen auf ihr Leben und kommen ins Sinnieren und gewähren dem Leser Einblicke in indianisches Leben und Befinden, die anfangs einzeln dastehenden Geschichten verflechten sich nach und nach, bevor es am Ende in einem gewaltigen Finale mündet. Ein Finale, wo ich mich frage, welches Finale den heutigen Indianer in Amerika erwartet? Ein Buch, welches bitter nötig ist und ein Buch, dem hoffentlich noch weitere folgen, um den Blick in Amerika endlich mal indianischer werden zu lassen. Lesen!

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    04.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    großes Leseerlebnis, geht unter die Haut

    "Die Wunde, die gerissen wurde, als die Weißen kamen und sich nahmen, was sie sich nahmen, ist nie verheilt.....Eine unversorgte Wunde entzündet sich. Wird zu einer anderen Art von Wunde, so wie die Geschichte dessen, was wirklich passiert ist........." Dene Oxendene ist Dokumentarfilmer und er ist Angehöriger der Cheyenne. Nun ist es ihm geglückt, für sein Projekt finanzielle Unterstützung zu bekommen. Er sammelt Geschichten von Native Americans aus Oakland und Umgebung.

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