Eine ferne Zukunft auf einem fernen, scheinbar paradiesischen Planeten - doch der Schein trügt. Etwas Mörderisches lauert unter der Erde. Daher haben die Siedler ihre Kinder gentechnisch aufgerüstet, sodass sie fliegen können. Es gibt jedoch weitere Rätsel: Noch nie haben die Menschen die Sterne gesehen. Der Himmel ist immer bedeckt, als würde sich dahinter etwas verbergen. Den Himmel, so heißt es, kann man nicht erreichen. Oder doch? Owen, einem Außenseiter, gelingt es - mit tödlichen Folgen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Elke
aus Heiligenhaus
5/5
27.08.2025
Hörbuch-Download
Fantastisches Werk epischer Länge
"Eines Menschen Flügel" wird zum Teppichknüpfer-Universum als dritter Band gezählt, aber eigentlich hat es damit nichts zu tun, jedenfalls so weit ich sagen kann.
In diesem wirklich dicken Wälzer bzw. Hörbuch epischer Länge kommt der ureigene Wunsch, fliegen zu können, zum Zuge. Auf einer interessanten Welt jedenfalls werden alle Menschen mit Flügeln geboren und leben zudem in einer sich unterstützenden Gesellschaft zusammen. Fast schon das Paradies auf Erden...
Detailreich und spannend geschrieben, hat der Autor die Sprache der geflügelten Menschen mit ihren Sprüchen und Wortspielen bereichert, sogar eine eigene Religion, welche auf den Ahnen beruht und eine Reihe von Weisungen und Mahnungen erdacht.
Die Geschichte der geflügelten Menschen wird in Episoden als sich abwechselnde Erzählstränge von Matthias Koeberlin gekonnt zu Gehör gebracht, doch durch all diese Einzelschicksale hindurch windet sich ein roter Faden, der schlussendlich eine Katastrophe auslöst.
Zwar ist noch immer sein Buch "Herr aller Dinge" mein Lieblingsbuch von Andreas Eschbach, aber auch dieses hat mir viele schöne Stunden geschenkt.
Meine Bewertung: 09/10 Punkte.
Bewertung
aus Hermsdorf
5/5
19.01.2021
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Beschenkter enttäuscht
Ich bin kein Hörbuch Fan, habe dieses Hörbuch aber verschenkt. Da es preislich genauso war wie an anderer Stelle, habe ich nicht bemerkt, dass es sich um eine gekürzte Version handelt. Echt schade.
NiWa
4/5
01.04.2021
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Himmlischer Epos
Einmal in einer fernen Zukunft auf einem paradiesischen Planeten sind die Menschen engelsgleich. Sie sind gentechnisch verändert, sodass ihnen dank ihrer Flügel der Himmel gehört. Aber die Sterne haben sie bisher nie gesehen und am Boden lauert der Tod.
„Eines Menschen Flügel“ ist ein epischer Roman von Andreas Eschbach, der seine Vision des Menschseins in den Himmel hebt.
Auf diesem paradiesischen Planeten herrscht Eintracht. Insgesamt gibt es 34 Stämme, welche ihre Flügel schwingen. Denn die Menschen scheuen den Boden, weil sich darin der Tod verbirgt. Die Stämme leben in Nestern, die in riesigen Baumkronen zu finden sind. Nur die Nestlosen ziehen in melancholischer Traurigkeit umher, weil es sie ständig an neue Orte treibt. Obwohl die Menschen so gut wie im Himmel leben, haben sie nie die Sterne gesehen.
Als mir das Buch aufgefallen ist, war ich skeptisch. Meinem Geschmack nach hat es mir zu sehr nach Fantasy geklungen und Andreas Eschbach als Autor liegt mir nur bedingt. Außerdem dürfen für mich fiktionale Welten nicht zu stark in der Phantastik beheimatet sein, weil ich greifbaren Bezug zur Realität brauche, damit mich die Geschichte unterhält.
Trotzdem haben mich etliche beeindruckte Leser mit ihren jubelnden Rezensionen neugierig gemacht, sodass ich die Welt der engelsgleichen Menschen kennenlernen wollte.
Dieser magische Planet mit seinen Stämmen hat mich sofort fasziniert. Eschbach hat eine Art geflügeltes Naturvolk geschaffen, das im völligen Einklang mit der Umwelt lebt. Hierbei geht der Autor liebevoll und detailliert auf die Besonderheiten der Wesen, der Stämme und das interessante Regelwerk dieser Kultur ein. Mich hat es teilweise an den Film „Avatar“ erinnert, dabei sind die blauen Wesen durch fliegende Menschen ersetzt.
Kein Mensch hat bisher einen einzigen Stern gesehen. Zwar ist ihnen bewusst, dass sich verborgen im Himmel strahlendes Licht verbirgt, sie aber kennen es nur aus Erzählungen, die ihnen die Schöpfer von einst hinterließen. Diese Ahnen haben neben zahlreichen Geschichten strenge Gebote hinterlassen, welche die Menschen vor sich selbst schützen.
Diese Regeln und Gebote sind aus unseren Fehlern entstanden. Eschbach verpackt die Probleme der Gegenwartsgesellschaft darin. Er thematisiert zum Beispiel die Gier, die letztendlich zu Umweltverschmutzung und somit zum Untergang der Menschen führt, oder Macht, die auf Unterdrückung anderer basiert und dadurch die menschliche Würde attackiert.
Gewiss liegt es in der Natur des Menschen, neugierig zu sein. Grenzen sowie Regeln dienen dazu, überwunden zu werden. Und diese Neugier treibt Owen, den besten Flieger aller Zeiten, dazu, nach den Sternen zu greifen. Als ihm sein Vorhaben gelingt, läutet er eine neue Ära ein, die das Ende der paradiesischen Existenz bedeutet kann.
Eschbach beschränkt seine Erzählung nicht auf einen Protagonisten, sondern offenbart dem Leser ausführlich diese Welt über Generationen hinweg. Der spezielle Stil hat mich teilweise an Ken Folletts Jahrhundert-Trilogie erinnert, die ebenfalls vielfältige Stränge zu einem Epos spinnt.
Kapitelweise taucht der Leser in unterschiedliche Perspektiven ein, lernt Väter, Mütter, Frauen, Männer, Söhne, Töchter und zukünftige Familienmitglieder kennen. Dabei erlebt man süße Liebesgeschichten und böse Eifersuchtsdramen, ist einerseits auf der familiären und persönlichen Ebene unterwegs und versinkt im nächsten Abschnitt in geheimnisvolle Intrigen, die sich zu einem abenteuerlichen Erlebnis vereinen.
Den Erzählstil fand ich sehr gelungen, weil sich dadurch diese Welt in ihren facettenreichen Einzelheiten offenbart. Mit Liebe zum Detail präsentiert der Autor seine Vision der Menschheit wie sie vielleicht besser als unsere ist.
Ich fand es fesselnd, aufregend und war oftmals erstaunt. Trotzdem war für mich stellenweise die Luft raus und die Spannung ist mir in Nebensächlichkeiten abhandengekommen. Manche persönlichen Dramen hielten mich zu sehr von der leitenden Handlung ab, was etwas Geduld abverlangt. Gleichzeitig habe ich mir mit der Überzahl an Figuren manchmal schwergetan, weil Namen wie Oris, Meoris, Ifnigris oder Meolaparis genau wie Owen, Hekwen, Satwen oder Jiuwen für mich kaum unterscheidbar sind.
Trotz meiner - in Anbetracht des voluminösen Werks - winzigen Kritik, hat es mir ausgezeichnet gefallen. Denn ich wurde mit einer epischen Geschichte belohnt, die sich mit fantastischen Menschen, mitreißenden Abenteuern, dem Grauen des Bodens und dem Geheimnis des Himmels auseinandersetzt und insgesamt zu beflügeln weiß.
Meiner Meinung nach wird „Eines Menschen Flügel“ garantiert viele weitere Leser in den Himmel heben.
Bewertung
5/5
21.03.2025
eBook (ePUB)
ein wunderschönes Buch
Ich habe diese Buch mit grosser Begeisterung gelesen. Es ist ein so schöne Geschichte. Ein Abbild der Menschheit. Es kann Gutes entstehen, es wird auch wieder zerstört und doch überlebt eine Teil und die Hoffnung geht weiter.
Bewertung
aus Straßwalchen
5/5
16.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine tolle Welt
Trotz der über 1200 Seiten liest sich das Buch sehr schnell. Es gibt keine Passagen, die unnötig in die Länge gezogen werden und die Geschichte geht immer voran. Auch das enthaltene Worldbuilding ist sehr faszinierend und die dortige Welt wird über das gesamte Buch hinweg erweitert. Die Geschichte enthält keinen typischen Spannungsbogen, sondern schreitet recht gleichmäßig voran, ohne langweilig zu werden. Dadurch ist das Lesen sehr angenehm. Für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich hätte gerne noch mehr vom Leben der Menschen in den einzelnen Nestern gelesen oder mehr über die Geschichte der Ahnen erfahren.
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