Lissabon, 1941: Endlich gelingt es Peggy Guggenheim und ihrer neuen Liebe, dem Maler Max Ernst, in die USA auszureisen. Doch kaum angekommen, wird Max als Enemy Alien verhaftet, und Peggy fürchtet, dass ihr Geliebter nach Deutschland zurückgeschickt werden könnte. Zugleich setzt sie alles daran, ihren großen Traum zu verwirklichen: ein eigenes Museum, in dem sie ihre Sammlung der europäischen Moderne ausstellen will. Doch die Widerstände, gegen die Peggy zu kämpfen hat, sind groß, und ihre Liebe zu Max droht daran zu scheitern …
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Lucy Kreschnak
aus Selb
5/5
10.11.2020
Hörbuch-Download
Eine wunderschöne Story
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und die Geschichte in vollen Zügen mit gelebt und genossen. Leider kann ich gar nicht verstehen warum es hier so viele negative Rezensionen gibt. Das Cover ist schlicht gehalten was nicht ganz zur energiegeladenen Peggy Guggenheim passt, gefällt mir aber trotzdem sehr gut. Der Schreib-/Erzählstil ist flüssig und angenehm zu hören. Keine Schachtelsätze und alles schön ausführlich erklärt und beschrieben.
Peggy und ihre Familie sind mir gleich ans Herz gewachsen. Sie ist eine sehr starke Frau, die für viel kämpft und gewinnt. Tolle Freunde in tollen Städten begleiten und bereichern ihr Leben. Ich finde Peggys Ideen innovativ und mich hat sie auf jeden Fall beeindruckt. Das Ende finde ich auch sehr gelungen und ich würde gerne erfahren wie ihr Leben wohl weiter gegangen ist. Ein wirklich tolles Buch, dass ich jedem weiterempfehlen würde.
Claudia R.
aus Berlin
4/5
14.10.2020
Hörbuch-Download
etwas mehr Tiefgang wäre schön ...
Klappentext:
Lissabon, 1941. Nach Monaten des Ausharrens, in denen immer irgendein Visum oder Dokument fehlte, ist es endlich so weit: Peggy, ihre beiden Kinder und ihre neue Liebe, der Maler Max Ernst, von den Nazis wegen seiner "entarteten" Kunst verfolgt, dürfen in die USA ausreisen. Aber kaum dort angekommen, wird Max als Enemy Alien verhaftet. Peggy muss darum bangen, dass ihr Geliebter nach Deutschland zurückgeschickt wird; zugleich beginnt sie an der Verwirklichung eines lang gehegten Traums zu arbeiten: ein eigenes Museum, in dem sie ihre Sammlung der europäischen Moderne ausstellen kann, die sie mit so viel Leidenschaft in London und Paris zusammengetragen und vor den deutschen Besatzern gerettet hat. Doch die Widerstände, gegen die Peggy zu kämpfen hat, sind groß, und ihre Liebe zu Max droht daran zu scheitern …
Cover:
Das Cover entführt in die Welt und den Stil von 1940 und es wirkt alles etwas gedeckter. Auch die Frau, die erkennbar ist, wirkt sehr gesetzt und der Zeit angepasst. Ein Cover welches uns in der Zeit zurück versetzt.
Meinung:
Das Leben der Peggy Guggenheim. Hier wird es in unterhaltsamer Weise erzählt und man erhält Einblicke in das Leben, die Kunst, das Wirken und die Beziehung mit Max.
Die Erzählweise empfand ich als recht angenehm, manchmal aber auch ein wenig trocken, so dass ich mich dabei erwischte, ab und zu wegzutriften und der Geschichte nicht mehr zu folgen. Die Erzählstimme hat mir gut gefallen und empfand ich als recht angenehm.
Der Erzählung wird hier aus der Sichtweise von Peggy vorgenommen, Max Sichtweise erfährt man hier nicht. Durch die Sichtweise von Peggy kann man sich gut in diese Hineinversetzen und ihre Handlungen und Geschehnisse nachempfinden.
Es gibt in diesem Hörbuch einen Haupt- und einen Nebenerzählstrang. Der Haupterzählstrang handelt von der Zeit 1941 bis 1943, dieser beginnt in Europa und endet in Amerika. Sie lernt zu der Zeit den Maler Max Ernst kennen und es dreht sich hier sehr viel um diese Beziehung zwischen ihr und max, aber auch der Kunst und dem Wunsch eine Galerie zu eröffnen. Der Nebenstrang spielt im Jahr 1957 in Venedig, wo sich Peggy mit ihrem Freund Kiesler unterhält.
Gern hätte ich noch mehr dieser Nebenstränge und noch mehr über Peggy, auch vor und auch noch mehr nach der Zeit mit Max erfahren. Viele Fragen bleiben hier offen und teils fehlte mir hier auch etwas mehr Tiefgründigkeit.
Das Hörbuch an sich ist nicht schlecht, aber gern hätte ich hier noch mehr erfahren und nicht einzig nur die Beziehung um Max und Peggy, welche mir hier doch etwas zu sehr im Vordergrund stand.
Die Idee an sich ist sehr schön und auch der Unterhaltungswert ist gut, aber gern hätte ich noch mehr Tiefgang und mehr Informationen drumherum.
Alles in allem hat es mir recht gut gefallen. Die Erzählstimme war angenehm, die Geschichte okay, hätte aber gern mehr sein können. Empfehlenswert, aber noch Platz nach oben.
Fazit:
Die Idee an sich ist sehr schön und auch der Unterhaltungswert ist gut, aber gern hätte ich noch mehr Tiefgang und mehr Informationen drumherum.
Wolfhound
aus Schortens
3/5
15.11.2020
Hörbuch-Download
Nette Lektüre für zwischendurch
Mir hat das Hörbuch ganz gut gefallen. Aber es wurden auch viele Möglichkeiten verschenkt.
Die Sprecherin Christina Puciata macht einen guten Job, hat eine angenehme Stimme und ein gutes Sprechtempo. Sie hat aber eine recht gleichbleibende Stimmmodulation, was auf der einen Seite sehr angenehm und ruhig wird, auf der anderen Seite aber auch sehr schnell in Langeweile abdriften kann.
Es wird ein kleiner Teil des Lebens von Peggy Guggenheim beschrieben, hauptsächlich die Zeit des zweiten Weltkrieges. Dieser wird aber nur am Rande thematisiert. Zu Beginn ist er natürlich präsenter, da Peggy sich noch in Europa aufhält, sobald sie in New York angekommen ist, scheint der Krieg vergessen.
Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitschienen, wobei sich mir die zweite Zeitschiene von 1957 leider bis zum Ende nicht wirklich erschlossen hat und meiner Meinung nach einfach unnötig war.
Dieser Titel gehört zu einer Reihe über starke Frauen der Kunst- und Kulturgeschichte, aber leider kam mir Peggy hier nur wenig stark vor. Ja, sie ist eine starke Persönlichkeit, was ihr Wirken als Kunstmäzenin angeht, wobei sie sich auch hier - gerade im Hinblick auf ihren Katalog - sehr von ihren Künstlerfreunden hat beeinflussen lassen. Privat wird Peggy eher als weinerliche, leidensfähige Frau dargestellt, die nicht weiß was sie will bzw sich nicht für ihr eigenes Glück einsetzt und durchsetzen kann. Das finde ich sehr schade, denn die schillernde Peggy Guggenheim kam nur sporadisch zum Vorschein und die skandalumwitterte Persönlichkeit wirkte eher wie das handzahme Kätzchen. Auch fand ich hier gerade die Beziehung zu Max sehr schwierig. Ja, ich weiß, dass Künstler sehr flexibel in der Auslegung von Beziehungen sind und sehr offen, aber diese Darstellung hier, diese extrem einseitige Liebe und die Art wie Peggy mit der Situation umgegangen ist, hat mich zeitweise etwas genervt und mir den Spaß an der Geschichte genommen.
Dennoch hat mir der Einblick in die Kunstgeschichte und das Wirken von Guggenheim gut gefallen. Hauptaugenmerk ist auf die Surrealisten gelegt, aber auch die "jungen Amerikaner" um Jackson Pollock erhalten ihren Raum.
Ich hätte mir weniger privates Gejammer und mehr Trara, Glamour und Charisma gewünscht.
Kathiliest
aus Wien
3/5
29.10.2020
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Sehr gemischte Gefühle
Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, ich bin mit dem gedanken an das Buch gegangen eine Geschichte über Peggy zuhören. Doch leider handelt das Buch zu größten teil einfach nur um Max Ernst. Max Ernst war mir bereits vom Anfang an wirklich sehr unsympathisch, er war einfach ein StörungsCharakter, durch ihn konnte sich die Geschichte nicht so entwickelt wie sich hätte können.
( minimaler Spoiler) Da das Thema Max Ernst bis kurz vor Schluss sehr präsent war, war es nicht wirklich tiefgründig, hatte das Gefühl das immer wieder etwas gefehlt hat. Nachdem Max nicht mehr so präsent war wie davor, hat mir die Geschichte viel besser gefallen und ich hatte viel mehr Freunde.
diese zwei verschiedenen ZeitpHasen, waren am Anfang etwas komisch. Da man nicht Wirklich wusste warum dies so gemacht wurde. Auch nach EMode des Buches bin ich mir da noch immer etwas unsicher. Fand leider auch, das die zwischen Sequenzen die Spannung runter geschraubt haben, da sie Zuviel verraten haben.
im großen und ganz war es ein nettes Buch für zwischendurch.
Philiene
aus Süsel
5/5
01.09.2020
eBook (ePUB 3)
Ein Leben für die Kunst
Peggy Guggenheim liebt die Kunst, eigentlich möchte sie ein Museum in Paris eröffnen, doch als die Nazis Frankreich besetzen, wird das unmöglich. Die Bilder die Peggy ausstellen will gelten als entartet, ihre Maler werden im Dritten Reich verfolgt...
Sie schafft es ihre Sammlung in die USA zu retten, doch auch hier ist es nicht so einfach wie sie dachte, ein Museum zu eröffnen. Aber sie gibt nicht auf.
Weiterhin beschäftigt sich der Roman mit ihrer Liebe zu dem Maler Max Ernst, auch er musste ins Exil nach Amerika gehen..
Der Roman beschreibt das Leben dieser großen Kunstliebhaberin in den Jahren des zweiten Weltkrieges. Spannend und emotional wird dem Leser ihr Leben nahegebracht. Aber auch die Welt der Künstler dieser Zeit kommt nicht zu kurz.
Ein weiter lesenswerter Roman über Frauen aus der Kunstwelt.
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