Judiths Lieblingswort ist Akribie: Sie ist Tischlerin, und was sie mit den Händen herstellt, gelingt. Holzarten erkennt sie am Geruch. Menschen dagegen sind ihr ein Rätsel. Ob Silvester in Berlin oder ein Sonntagsfrühstück in Wien mit ihrer Freundin Lin - nie ist sie so einsam wie in Gesellschaft anderer. Dann steigt sie allein auf ein Schiff und alles verändert sich. Ein Ereignis, das andere als Katastrophe bezeichnen würden, ist für Judith die beste Gelegenheit, von vorn anzufangen. Zwischen Wien und Bratislava spielt dieser Roman über die Schönheit des Zufalls, über Einsamkeit - und über Komplizenschaft.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Kassel
5/5
11.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hervorragend!
Ein poetischer, fließender, fast märchenhafter Roman über eine Frau, die zwischen Bratislava und Wien verloren geht. In der (selbstgewählten) Einsamkeit bleibt ihr nur sie selbst, bis sie auf einen unerwarteten Verbündeten trifft. Kann man, wenn man einmal der Realität entflohen ist, in diese zurückkehren, oder ist dann auch die "normale Welt" eine andere geworden?
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