DER FEURIGE RITTER DES JOKERS: Tief im Arkham Asylum liegt ein uraltes Geheimnis verborgen, das für Gotham City und Batman alles verändern könnte - und der Joker, der den Dunklen Ritter mehr denn je vernichten will, kennt es! In der Folge rekrutiert er den brutalen Azrael, der mit einem Flammenschwert den Mann ausschalten soll, dessen Familie einen Fluch über Gotham brachte: Bruce Wayne. Doch der Joker verfügt über noch mehr Mittel, um die Welt von Batman, Jim Gordon, Batgirl und Harley Quinn zu erschüttern ...
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breedstorm
4/5
01.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Mit Zusatzstory von Klaus Janson!
Batman – Der der Fluch des weißen Ritters (Panini)
Nachdem „Batman – Der weiße Ritter“ in 2019 zu einem vielbeachteten Erfolg wurde war klar, dass der Band von Sean Murphy und Matt Hollingsworth einen Nachfolger haben wurde. „Der Fluch des weißen Ritters“ ist ebenfalls unter dem „DC Black Label“ erschienen
Unter diesem Imprint sollen für sich selbst stehende Miniserien erscheinen, die für ein erwachsenes Publikum gedacht sind. Die aktuellen Heftserien sind sicher auch nicht immer für Kinder gedacht, da geht es ja oft heftig zur Sache, aber abgeschlossen und von der DC-Continuity getrennt ist für mich erst mal ein großer Pluspunkt. Auch wenn es keine Elseworld-Geschichten wie Red Son oder Bloodstorm sein sollen ist unter DC Black Label vieles möglich, was im regulären DC Universum nicht so einfach wäre.
Bei „Der weiße Ritter“ erlebten wir, wie der Joker scheinbar geheilt wurde, und als Jack Napier der neue Held von Gotham wurde. Er brachte die ganze Stadt gegen Batman auf, der als übler Vigilant gesehen wurde. Doch am Ende kam Gotham ebenso zur Besinnung, wie sie Jack Napier wieder verlor – sehr zum Leiden von Harley Quinn, die lediglich ehrliche Gefühle von Jack Napier bekam, nicht vom Joker.
An diesem Punkt setzt nun der aktuelle Band an. Der Joker ist noch in Arkham, die von ihm schwangere Harley auf freien Fuß, Dick und Babs arbeiten für das GCPD, und Bats tut was er immer tut – schlecht gelaunt Verbrecher fassen.
Doch da betritt ein neuer Spieler das Feld. Es handelt sich um Jean Paul Valley alias Azrael, der nach Gotham zurückkehrt, um ein besonderes Vermächtnis zu erfüllen. Doch die Version aus dem Murphyversum ist deutlich älter als die Figur, die wir in den 90ern im regulären DC Universum (so es das bei den ständigen Reboots überhaupt gibt) kennen. Da dieser Krebs im Endstudium hat, wird seine Aufgabe zur Selbstmordmission…
Zusätzlich in dem Band gibt es eine Art Originstory von Victor von Fries, der im Dritten Reich aus Deutschland fliehen musste.
Fazit
Sean Murphy nimmt seine Leser durch den direkten Anschluss, aber auch durch die Einbeziehung von Harley und dem Joker direkt mit, obwohl die Geschichte sicher auch ohne die beiden ausgekommen wäre, denn hier geht es doch primär um Batman und Azrael.
Die Saga um das dunkle Vermächtnis hinter Gotham und den Waynes wird mit Azrael und dem Orden von Dumas verwoben, und auch in diesem Band gibt es Schicksalsschläge, die im regulären DC-Universum nicht möglich oder jedenfalls nicht langfristig wären. Mag ich.
Spannend fand ich auch die Charakterentwicklung von Harley. Nun gut, die Schwangerschaft hat die Hormone durcheinandergeworfen, aber DAS hätte ich nicht erwartet.
Richtig schön fand ich, wieder etwas von Klaus Janson zu sehen. Sicher, die modernen Zeichnungen von Sean Murphy sind im direkten Vergleich natürlich knackiger, aber für Janson habe ich für Runs aus den 80ern eine innige Liebe. Das geht auch Sean Murphy so, der seine Freude über sein Mitwirken im Anhang bekundet. Die Geschichte um Kryo-Experimente der Nazis wirkt ein wenig beliebig, und sollte eigentlich in die Hauptstory mit eingewoben werden. Ich persönlich mag es aber wenn es aber nicht zu viele Handlungsstränge werden, und die Quasi-Origin kann auch problemlos für sich alleine stehen.
Im Anhang darf man sich außerdem über weitere Cover und einige Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Sean Murphy freuen.
Insgesamt ist das hier für mich eine solide, spannend erzählte Batman-Erzählung, die aber nicht ganz an den ersten Band heranreicht. Trotzdem immer noch besser als vieles, was ich in den letzten Jahren mit Superhelden gelesen habe. Schauen wir mal wie es da weiter geht, eine wichtige Figur für einen potentiellen Nachfolgeband ist bereits angedeutet.
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