Das fremde Mittelalter Gottesurteil und Tierprozess
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
12.09.2020
Abbildungen
7 schwarzweisse Abbildungen, 7 schwa Abbilmit 11 Farbamit 11 Farbabbildungenb., 11 Farbabb., 11 Farbabb.
Herausgeber
Mittelalterliches KriminalmuseumVerlag
Wbg Academic in HerderSeitenzahl
384
Maße (L/B/H)
21,6/15,3/2,5 cm
Gewicht
700 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-534-40393-6
Wie ‚fremd‘ ist uns das Mittelalter? Diese Frage der Mentalitätsgeschichte ist am deutlichsten zu beantworten, wenn wir für uns nicht nachvollziehbare Phänomene betrachten, etwa die Gottesurteile: Zweikämpfe sollten Verbrecher überführen, die Kirche segnete die Waffen der Kämpfer und führte Wasserproben durch. Nicht minder fremd wirken die späteren Tierprozesse: Vor weltlichen Instanzen wurden Verfahren gegen Haus- und Nutztiere geführt, während geistliche Gerichte Schädlinge wie Engerlinge exkommunizierten oder mit ihnen Vergleiche abschlossen. Wie aber hätte die Kommunikation funktionieren sollen?
Grundsätzliche Differenzen im Weltbild darzulegen hilft, ‚das fremde Mittelalter‘ besser zu verstehen: Die Dominanz des Religiösen, die Suche nach Autoritäten, assoziatives und bildhaftes Denken, der Primat von Körperlichkeit und Spontaneität gaben ethischen wie rechtlichen Konzepten Raum, die mit der Aufklärung und der ‚Entzauberung‘ durch die Naturwissenschaften unvereinbar geworden sind.
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