Battle of the best. Es soll das Sportereignis des Jahres werden.
Um sein eher negatives und homophobes Image aufzupeppen, lässt sich Miles Bowders, amtierender Champion im Supercross, darauf ein, eine Serie von fünf Rennen gegen den King of Freeride, den Downhillbiker Luke Nodin, zu fahren, nicht nur ein Native American, sondern zudem noch offen schwul.
Im Schlagabtausch vor der Kamera zeigen sich beide als gleichwertige und erbitterte Gegner, auf dem Track hingegen lässt sich nicht leugnen, dass zwischen ihnen eine spezielle Art von Anziehung entsteht, die besonders Miles zu schaffen macht. Denn in seiner Vergangenheit lauern einige Ereignisse, deren Dämonen er kaum noch bändigen kann und die ihn immer mehr von innen heraus zerfleischen.
Kann ausgerechnet Luke den Panzer seiner Abwehr durchbrechen, sein Herz berühren und ihm helfen zu heilen?
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Unterhaltsame Geschichte
Bücher - Seiten zu anderen Welten am 23.02.2021
Bewertungsnummer: 1456131
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das unabhängig lesbare Sequel zu "Highspeed Love" musste ich unbedingt lesen. Und wie auch damals hat mich der Flair der Geschichte und der Sport selbst begeistern können. Gerade Miles konnte mich mit seiner Entwicklung begeistern, Luke hat mich mit seiner Art von Anfang an eingenommen. Die Handlung hat mir wirklich gut gefallen, wenn ich mir auch am Ende noch ein bisschen mehr vom Sport gewünscht hätte. Es fühlte sich ein bisschen so an, als ob hintenraus die Seiten ausgingen und einiges wurde dann eher schnell abgearbeitet, wo ich mir einfach noch ein bisschen mehr gewünscht hätte.
Supercross vs. Downhillbike
NiWa am 29.12.2021
Bewertungsnummer: 1630377
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Es wird als Sportereignis des Jahres propagiert: Supercross-Star Miles Bowders tritt gegen den Downhillbiker Luke Nodin an. Medienwirksam werden beide Sportler in Szene gesetzt. Während Miles als homophober Einzelkämpfer gilt, lebt der Native American offen schwul, was zusätzliches Brodeln ins Rennen bringt.
"Downhill Love" ist eine Liebesgeschichte, die auf die Rennstrecken von Supercross und Downhillbikes führt.
Der schwarze Ritter des Supercross tritt gegen den König des Downhillbikes in fünf medienwirksamen Etappen an. Wer geht als Gewinner hervor?
Im Mittelpunkt der Handlung steht das Rennen der beiden gegeneinander, das als brisantes Medienereignis vermarktet wird. Miles Bowders soll sein Image polieren, weil er - trotz der strikten Normen seines Sports - als homophober Mistkerl gilt. Hingegen liegt Luke daran, Spaß zu haben, die Rennen zu gewinnen und vielleicht mit noch einem größeren Preis nachhause zu gehen.
Miles Bowders ist amtierender Champion im Supercross. Er gilt als unnahbar mit eisernem Gemüt und stellt seine Überlegenheit als schwarzer Ritter auf der Rennstrecke zur Schau. Für Miles zählt nur das Ziel, und, als Erster darin zu sein.
Luke Nodin ist ein Native American, der sich und seine Wurzeln kennt. Er ist als King of Freeride bekannt und verleugnet nicht, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt.
Der Rahmen um die Rennsportarten Supercross und Downhillbike fand ich gut und interessant umgesetzt. Ich bin sportlich nicht interessiert, trotzdem habe ich das Gefühl, dass Chris P. Rolls von diesem Umfeld authentisch erzählt. Spannend fand ich, dass sie die Sportarten nebeneinanderstellt und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigt.
Trotz des rasanten Rahmens um die Rennen ist es in erster Linie ein Liebesroman. Zwischen dem einsamen schwarzen Ritter mit der harten Schale und dem umgänglichen Native American mit dem Talent zum Biken stellt sich aufgrund des Sports Verbundenheit ein. Bald ziehen die offensichtlichen Gegner an einem gemeinsamen Strang und merken, dass zwischen ihnen mehr als Sympathie entsteht.
Der Erzählstil hat mir weniger gefallen. Mein Eindruck ist, dass sich die Autorin auf eine Aneinanderreihung innerer Monologe beschränkt und zwischendrin actionreiche Rennen auf die Strecke bringt. Mir hat es an Leben und Dynamik gefehlt. Die Figuren sind in ihrer Vergangenheit, ihren Erinnerungen und Erfahrungen verhaftet, was den Leser oftmals weit aus der Gegenwart drängt.
Darunter leidet meiner Meinung nach die Spannung und es fehlt der Handlung an einem fesselnden Verlauf, wodurch die Atmosphäre untergeht. Supercross ist eine äußerst maskuline Sportart, in der Homosexualität sicherlich noch einen schweren Stand hat. Obwohl das Umfeld eingangs für Brisanz sorgt, wurde es im Lauf der Geschichte völlig ignoriert. Dabei wäre meiner Meinung nach dieser Part besonders interessant gewesen.
Dafür stellt die Autorin Luke als Native American umfassend dar. Mir war es eine Spur zu eindringlich, wie der junge Mann in der Rolle als Eingeborener der USA in seiner Kultur aufgeht.
Trotz des spannenden Rahmens um die Rennen und dem brisanten Hintergrund des Motorsports fehlte es mir an Schärfe. Die Handlung besteht aus inneren Monologen, welche der Vergangenheitsbewältigung dienen, und weniger aus dem actionreichen Sportspektakel der Gegenwart. Die Geschichte liest sich gut, hat mir aber unterm Strich weniger Lesefreude als erwartet gebracht.
Im Endeffekt ist „Downhill Love“ eine nette Liebesgeschichte mit rasantem Hintergrund, mitreißenden Beschreibungen der Rennen und lähmenden Monologen, die der Handlung die Dynamik stehlen. Ich habe es zwar gerne gelesen, hatte mir aber eine packendere Ausarbeitung der brisanten Grundlage erhofft.
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