Rezension
»Mit zu den stärksten Teilen des Buches gehören Winkers Überlegungen zur Frage, welche Konsequenzen für die politische Arbeit mit Blick auf eine solidarische Care-Ökonomie folgen. Sie betont unter anderem, wie wichtig es ist, Bedürfnisse ernst zu nehmen und Lernprozessen Zeit zu geben. Winker gelingt es, das Ethos der Sorge politisch überzeugend auszuformulieren. Das Buch kann dabei helfen, das praktische politische Handeln wesentlich voranzubringen, weil es analytischen Scharfblick mit konkreten Strategien verbindet, die der Mehrfachkrise angemessen sind.« ("Andreas Exner, Mehring1, 29.05.2021/contraste, 442/443 (2021)")
»Winkers schon 2015 vertretene Strategie, deutlich ausgebaute staatliche Dienstleistungen mit gemeinwirtschaftlichen Strukturen zu verbinden und so auf Freiwilligkeit beruhende Tätigkeiten zu unterstützen, wird in ihrem neuen Buch zum Kern einer Transformationsstrategie: eine solidarische Care-Ökonomie innerhalb noch bestehender kapitalistischer Strukturen aufzubauen, welche zunehmend Profit-Logik durch Care-Logik ersetzt.« ("Friederike Habermann, OXI, 5 (2021)")
»Winker verdeutlicht, dass die neoliberale Care-Politik zu Lasten von Frauen geht, die den Hauptanteil der Arbeitskräfte im Care-Sektor darstellen und auch überproportional viel unentlohnte Sorgearbeit leisten.« ("Jette Hausotter, Feministische Studien, 2 (2021)")
»Diesem Buch sind viele Leser zu wünschen, gibt es doch nicht nur ein utopisches, aber erstrebenswertes Ziel einer solidarischen Gesellschaft vor, sondern bietet auch mit seiner Transformationsstrategie konkrete Anhaltspunkte dafür, heute schon aktiv zu werden und für Verbesserungen zu kämpfen.« ("Sibylle Weicker, Widerspruch, 71 (2021)")
»Winker [gelingt es] durchaus überzeugend, die relevanten Fäden zusammenzuziehen, um einen Ausweg aus den beiden Krisen aufzuzeigen.« ("Sigrid Kroismayr, Sozialwissenschaftliche Rundschau, 62/1 (2022)")
»Dieses Buch wird sicherlich kontrovers diskutiert werden. Darauf zielt die Autorin auch ab.
»Gabriele Winkers Buch klärt auf über die heutigen zentralen Konflikte, zeigt auf, wie Menschen in unserem Land davon betroffen sind, diskutiert Strategien und Einstiegsprojekte und macht unvermeidlich darauf aufmerksam, welche Arbeit am zeitgemäßen Sozialismusverständnis noch zu leisten ist.« ("Michael Brie, neues deutschland, 23./24.04.2022")
»Es sind Perspektiven die Mut machen – und der Text macht Lust mit anzupacken.« ("Susanne Schlatter, politische ökologie, 172 (2023)")
»Der Hinweis auf die sozial-ökologischen Widersprüche des Kapitalismus ist nicht neu. Gabriele Winker führt am Beispiel der Sorgearbeit jedoch sehr anschaulich aus, wie Konkurrenz und Wettbewerb sowohl zur Überlastung der Ökosysteme als auch zu einer Krise der sozialen Reproduktion führen.« ("prozukunft, 4 (2021)")