In den Everglades geschehen Dinge, die man besser nicht beobachten sollte ...
Der junge Schriftsteller Dan unternimmt mit seiner Freundin und ihrer Familie eine Bootsfahrt in die abgelegene Wildnis der Everglades. Dabei werden sie Zeugen eines brutalen Verbrechens ...
Und plötzlich wird der Ausflug zu einem blutigen Albtraum.
Zu Fuß müssen sie sich durch die tückische Wildnis kämpfen. Doch Krokodile und Schlangen sind geradezu harmlos, verglichen mit den menschlichen Raubtieren, die sie verfolgen.
Ein erbarmungsloser Redneck-Thriller. Wenn du ein Fan von Stephen King, Richard Laymon oder Dean Koontz bist, wirst du Jeff Menapace lieben.
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Weinlachgummi am 24.08.2020
Bewertungsnummer: 1367897
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Kennt ihr noch den Film Am wilden Fluss mit Meryl Streep und Kevin Bacon? Ich habe diesen Film geliebt und genau so eine Atmosphäre habe ich mir von durch Schlamm und Blut erhofft und auch bekommen. Natürlich mit ein bisschen mehr Blut, Sümpfen und Alligatoren ;-)
In dem Buch gibt es zunächst 2 Handlungsstränge. Wir haben 2 Familien die in den tiefsten Sümpfen leben und in einen Streit geraten, dieser hat einen tödlichen Ausgang. Und dann wäre da noch ein harmloser Familienausflug in die Everglades, alles läuft gut, bis die beiden Handlungsstränge aufeinander treffen. Denn auch wenn die Roys nicht auf dem College waren, so wissen sie, Zeugen müssen beseitigt werden.
Ich mochte das Setting total, die Everglades mit den Sümpfen, tief und undurchsichtig, man weiß nicht was sich unter der Oberfläche verbirgt. Doch geht die Gefahr nicht nur von den Alligatoren und Pythons aus, wie so oft, ist der Mensch die viel bedrohlichere Gefahr. Doch waren die "Rednecks" nicht zu oberflächlich dargestellt fand ich, klar, sie waren erbarmungslos zum Teil, aber nun nicht völlig ohne Gehirn. Der Autor bedient sich hier nicht stumpfsinnig aller Klischees.
Allgemein nimmt sich der Autor auch Zeit, die Charaktere vorzustellen bzw. zu charakterisieren, sodass sie nicht zu blass bleiben und man sie sich gut vorstellen kann. Doch geht dabei nicht die Dynamik der Geschichte verloren, es bleibt konstant spannend. Man weiß nie, was als Nächstes passieren wird, ob ein Mensch oder vielleicht doch ein Tier zuschlägt. Wobei die Tiere hier realistisch dargestellt werden und man als LeserIn auch noch etwas über sie lernen kann.
Was die Brutalität angeht, würde ich sagen, es ist absolut erträglich. Nicht besonders eklig und sexuelle Gewalt kommt keine vor. Natürlich wird es blutig, wie der Titel schon sagt, aber nicht in eine übertriebene Splatter Richtung.
Es ist ein eher kurzweiliger Thriller, der aber gerade durch seine verhältnismäßig wenigen Seiten und vielen Dialogen zu überzeugen weiß. Da so die Spannung sehr gut gehalten wird und man nur so durch die Seiten fliegt.
"Wenn mich dieses Martyrium irgendetwas gelehrt hat, dann, dass auf dieser Welt...
Bewertung am 11.08.2020
Bewertungsnummer: 345100
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
...einfach einige wirklich verdammt durchgeknallte Psychos herumlaufen."
Dan wollte eigentlich nur die Eltern seiner Freundin Elizabeth kennen lernen. Doch als sich die beiden, zusammen mit Vater Russ und Mutter Vicky, auf eine geführte Tour durch die Everglades begeben und die Alligatorenfarm der Roys besichtigen wollen (die laut dem Guide zu den Highlights der Tour zählt) beobachten sie ein grausames Verbrechen und merken recht schnell, dass es nicht die Tiere in den Sümpfen sind, vor denen sie sich am meisten fürchten müssen…
Jeff Menapace konnte mich bereits mit seiner „Spiel“-Trilogie völlig begeistern und wer auf harte und gnadenlose Horrorthriller steht, sollte dort dringend mal reinlesen! Sein neuer Thriller „Durch Schlamm und Blut“ ist nun im Festa-Verlag erschienen und ähnlich wie bei Heyne Hardcore weiß der geneigte Leser von deftiger Kost, was das heißt: Hier geht es zur Sache und zwar nicht zu knapp!
Menapace macht auch in diesem Buch keine Gefangenen und falls doch, leben sie nicht sonderlich lange. Es wird gehackt, gesägt und verfüttert, was der menschliche Körper so an Teilen zur Verfügung stellt.
Direkt zu Anfang lernt der Leser die Familie Roy kennen, die übelste Sorte Rednecks, die man sich vorstellen kann. Durch eine Lüge löst der jüngste Sohn eine Kette von Ereignissen aus, die nicht nur die Roys, sondern auch andere, völlig normale Familien, in einen Strudel aus Blut und Gewalt reißen. So etwas kann sich kein normaler Verstand einfallen lassen, aber zum Glück arbeitet Menapace nicht mit einem normalen Verstand, was dieses Ding zu einem gnadenlosen Page-Turner macht, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man einmal angefangen hat. Immer wenn man denkt, dass da doch eigentlich nichts mehr kommen kann, setzt der Autor nochmal gepflegt einen drauf.
Ähnlich wie Jack Ketchum schafft es Menapace eine völlig normale Familie mit dem Übelsten zu konfrontieren, was einem auch nur ansatzweise einfallen kann, rundet das Ganze aber noch einmal mit dem bitterbösen Humor eines Richard Laymon ab. Das Ergebnis ist ein brutaler und blutiger Survival-Horror in Buchform, der Genrefans absolut begeistern wird! Wer keinen Bock auf deftiges Blutvergießen hat, der sollte lieber die Finger davon lassen, denn dieser Thriller ist garantiert nicht für jeden Leser geeignet. Wer aber ordentlich was vertragen kann, dem sei dieser brutale, heftige und spannende Reißer wirklich sehr ans Herz gelegt!
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