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Produktbild: Wagner, ein ewig deutsches Ärgernis

Wagner, ein ewig deutsches Ärgernis

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

06.07.2020

Verlag

Westend Verlag

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

2801 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864898082

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

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Kopierschutz

Nein

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

06.07.2020

Verlag

Westend Verlag

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

2801 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864898082

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EIne interessante Variante des Themas

Gertie G. aus Wien am 27.07.2020

Bewertungsnummer: 1355777

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Richard Wagner war kein geistiger Wegbereiter des deutschen Nationalsozialismus“, behauptet der israelische Historiker Moshe Zuckermann. Wie kommt Zuckermann auf diese Idee? In acht Kapiteln versucht Moshe Zuckermann, seine Thesen zu untermauern: Richard Wagner - ein deutsches Ärgernis Revolutionäre Tondichter Exkurs: Musikalische Gestik Wagners Antisemitismus Antisemitismus in Wagners Werk? Werk und Person „Dreigestirn ewig verbundener Geister“ und die Folgen Wagner in Israel oder Die Wonnen der Ignoranz Schon auf Seite 12 kann man lesen: „Ein geglücktes 1848 hätte – pauschal ausgedrückt – einen Rückzug in die 'deutsche Innerlichkeit' im Sinne einer Flucht aus dem Leben in die Irrationalität, ins Mystische, in Kunst um der Kunst willen' als Ideologie, hätte Bismarck, vielleicht gar Hitler unwahrscheinlich gemacht. Eine erfolgreiche Revolution 1848 hätte Deutschland vermutlich auf den demokratischen Pfad geführt und einem Heine gehuldigt. Nur ein undemokratisches Deutschland konnte Wagner als Hohepriester deutschen Geistes feiern.“ Da ist wohl etwas Wahres dran, denn eine Monarchie hat wenig Demokratisches an und in sich. Richard Wagner ist nicht der einzige Antisemit seiner Zeit. Diese Haltung ist sowohl in Europa als auch in den USA weit verbreitet. Man denke nur an Alma Mahler-Werfel, eine glühende Antisemitin, die dennoch zweimal mit jüdischen Männer (Gustav Mahler und Franz Werfel) verheiratet war. Ebenso erschreckend wie typisch, ist die Meinung vieler Menschen, dass Richard Wagner (1813-1883) ein Weggefährte des Massenmörders Adolf Hitler (1889-1975) gewesen sei. Wagner war bei Hitlers Geburt schon sechs Jahre tot (S. 140). Im Kapitel „Wagner in Israel oder Die Wonnen der Ignoranz“ geht Moshe Zuckermann auf das Aufführungsverbot von Richard Wagner ein, der zur Unperson ernannt wurde, während die israelischen Politiker schon längst wieder beste Beziehungen zu Deutschland (und seinem Kapital) pflegen. Wagner wird von den konservativen Kräften in Israel weiterhin als Feindbild gepflegt, obwohl er bei den meisten der Shoa-Überlebenden, wenig bis keinen Stellenwert hat (S. 129). So verhängt der Staat Israel einen Boykott über einen Komponisten, den man mögen oder nicht mögen kann. Wichtiger wäre die Auseinandersetzung Israels mit seiner Geschichte, als es von der Rolle als Opfer (die in keiner Weise bestritten werden soll) zum Täter wird, wenn man an die eigenen Verbrechen wie z.B. die illegale Besetzung(en) in Palästina denkt, Doch darüber kann und will man in Israel nicht diskutieren. „Heute sei Wagner kein deutsches Ärgernis mehr, meint Zuckermann: Die einzigen, die sich noch um ihn kümmerten und ihn hin und wieder als Ärgernis inszenierten, seien die Regisseure; sie würden dafür zumeist ausgebuht werden.“ Zu recht, wenn sie ihrerseits Wagners Opern mit Hakenkreuzen und sonstige NS-Symbolen ausstatten und damit verunzieren. Fazit: Man muss Wagners Werke immer im Rahmen des historischen Kontexts betrachten und sich nicht die, eigenwillige oft falsche, Interpretation eines ebenso eigenwilligen Regisseurs aufdrängen lassen. 4 Sterne.

EIne interessante Variante des Themas

Gertie G. aus Wien am 27.07.2020
Bewertungsnummer: 1355777
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Richard Wagner war kein geistiger Wegbereiter des deutschen Nationalsozialismus“, behauptet der israelische Historiker Moshe Zuckermann. Wie kommt Zuckermann auf diese Idee? In acht Kapiteln versucht Moshe Zuckermann, seine Thesen zu untermauern: Richard Wagner - ein deutsches Ärgernis Revolutionäre Tondichter Exkurs: Musikalische Gestik Wagners Antisemitismus Antisemitismus in Wagners Werk? Werk und Person „Dreigestirn ewig verbundener Geister“ und die Folgen Wagner in Israel oder Die Wonnen der Ignoranz Schon auf Seite 12 kann man lesen: „Ein geglücktes 1848 hätte – pauschal ausgedrückt – einen Rückzug in die 'deutsche Innerlichkeit' im Sinne einer Flucht aus dem Leben in die Irrationalität, ins Mystische, in Kunst um der Kunst willen' als Ideologie, hätte Bismarck, vielleicht gar Hitler unwahrscheinlich gemacht. Eine erfolgreiche Revolution 1848 hätte Deutschland vermutlich auf den demokratischen Pfad geführt und einem Heine gehuldigt. Nur ein undemokratisches Deutschland konnte Wagner als Hohepriester deutschen Geistes feiern.“ Da ist wohl etwas Wahres dran, denn eine Monarchie hat wenig Demokratisches an und in sich. Richard Wagner ist nicht der einzige Antisemit seiner Zeit. Diese Haltung ist sowohl in Europa als auch in den USA weit verbreitet. Man denke nur an Alma Mahler-Werfel, eine glühende Antisemitin, die dennoch zweimal mit jüdischen Männer (Gustav Mahler und Franz Werfel) verheiratet war. Ebenso erschreckend wie typisch, ist die Meinung vieler Menschen, dass Richard Wagner (1813-1883) ein Weggefährte des Massenmörders Adolf Hitler (1889-1975) gewesen sei. Wagner war bei Hitlers Geburt schon sechs Jahre tot (S. 140). Im Kapitel „Wagner in Israel oder Die Wonnen der Ignoranz“ geht Moshe Zuckermann auf das Aufführungsverbot von Richard Wagner ein, der zur Unperson ernannt wurde, während die israelischen Politiker schon längst wieder beste Beziehungen zu Deutschland (und seinem Kapital) pflegen. Wagner wird von den konservativen Kräften in Israel weiterhin als Feindbild gepflegt, obwohl er bei den meisten der Shoa-Überlebenden, wenig bis keinen Stellenwert hat (S. 129). So verhängt der Staat Israel einen Boykott über einen Komponisten, den man mögen oder nicht mögen kann. Wichtiger wäre die Auseinandersetzung Israels mit seiner Geschichte, als es von der Rolle als Opfer (die in keiner Weise bestritten werden soll) zum Täter wird, wenn man an die eigenen Verbrechen wie z.B. die illegale Besetzung(en) in Palästina denkt, Doch darüber kann und will man in Israel nicht diskutieren. „Heute sei Wagner kein deutsches Ärgernis mehr, meint Zuckermann: Die einzigen, die sich noch um ihn kümmerten und ihn hin und wieder als Ärgernis inszenierten, seien die Regisseure; sie würden dafür zumeist ausgebuht werden.“ Zu recht, wenn sie ihrerseits Wagners Opern mit Hakenkreuzen und sonstige NS-Symbolen ausstatten und damit verunzieren. Fazit: Man muss Wagners Werke immer im Rahmen des historischen Kontexts betrachten und sich nicht die, eigenwillige oft falsche, Interpretation eines ebenso eigenwilligen Regisseurs aufdrängen lassen. 4 Sterne.

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Wagner, ein ewig deutsches Ärgernis

von Moshe Zuckermann

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