»Meisterlich!« Susanne Alge, BUCHKULTUR ». noch heute nimmt die einfache, undramatische Sprache, in der Bly ihre Erlebnisse schildert, . gefangen.« Benjamin Maack, Spiegel online/einestages New York, 1887. Für ihren ersten Auftrag als freie Journalistin bei der aufstrebenden Tageszeitung Joseph Pulitzers, New York World, soll Nellie Bly undercover aus der Frauenpsychiatrie auf Blackwell's Island berichten. Ob sie den Mut dazu habe? Die 23-Jährige zögert nicht - natürlich hat sie den. Der Weg in die Anstalt erweist sich als Kinderspiel. Doch Bly merkt schnell: Wer einmal drin ist, dessen Chancen stehen schlecht, jemals wieder herauszukommen. In ihrer bahnbrechenden Reportage berichtet die Undercover-Journalistin Nellie Bly von den desaströsen Zuständen und grauenhaften Misshandlungen, deren Zeugin sie wurde. Zehn Tage im Irrenhaus ist ein Meilenstein des investigativen Journalismus und ein wichtiges Dokument der Psychiatriegeschichte. Pressestimmen »Nellie Bly schreibt scheinbar unschuldig und absolut unverblümt. charmant, ehrlich, echt und unmittelbar.« Simone Meier, Tages-Anzeiger / Basler Zeitung »Ihr Entsetzen über das, was den Patientinnen dort widerfuhr, macht ihren Bericht zu einem engagierten und empörten Aufschrei.« Bärbel Gerdes, Virginia »Diese Reportage von Nellie Bly skizziert die Anfänge der Psychiatrie sehr eindrücklich.« DRS 2, Sachbuchtrio ». ein erschreckendes Bild der Behandlung psychisch kranker Menschen in den 1880er Jahren.« Maximilian Plück, Rheinische Post »Ein Buch mit Mehrwert, das bei mir lange nachwirkte.« Sarah Schmidt »Eine mutige Reportage, die über unhaltbare Zustände aufgeklärt hat - und noch heute tief berührt.« Stephanie Hanel, emotion »Martin Wagner . hat den tollen Fund übersetzt und mit Anmerkungen und einem klugen Nachwort versehen .« Sebastian Gilli, Der Standard »Die schlichte und eindrucksvolle Reportage ist ein spannendes, gut lesbares Zeitdokument.« Doris Hermanns, junge Welt »Das Buch von und über Nellie Bly konfrontiert uns mit den dunklen Stellen des Lebens.« Verena Liebers, Eppendorfer »Das Buch von Nellie Bly berührt und macht fassungslos. Sehr lesenswert!« Gabriele Pagenhardt von Mainberg, Suite101 »Unbedingt lesenswert und mit deutlichem Gruselfaktor!« Jule Blum, Lesbenring INFO »Nellie Blys engagierter Bericht ist >Psychiatriegeschichte live< und außerdem ein spannendes Abenteuer. Sehr zu empfehlen!« Sibylle Prins, Brückenschlag .
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Einblick in die düstere Welt der Psychiatrie des 19. Jahrhunderts
Melissa (Mitglied der Book Circle Community) am 28.02.2025
Bewertungsnummer: 2424784
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„10 Tage im Irrenhaus“ von Nellie Bly ist ein mutiges und fesselndes Werk, das die Missstände in Psychiatrien des 19. Jahrhunderts aufdeckt. Durch ihren persönlichen Einsatz als Patientin beschreibt Bly eindringlich die unmenschlichen Bedingungen und gesellschaftlichen Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen.
Ihr unverblümter Stil und die emotionalen Erlebnisse machen das Buch zu einem eindringlichen Plädoyer für Mitgefühl und Reform. Ein zeitloses Must-Read für alle, die sich für soziale Gerechtigkeit interessieren!
Absolut empfehlenswert
Bewertung aus Luckenwalde am 29.04.2019
Bewertungsnummer: 1207226
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
(5 von 5 Sterne)
Inhalt:
„Die Irrenanstalt auf Blackwell´s Island ist eine menschliche Mausefalle. Es ist leicht hineinzukommen, aber unmöglich herauszukommen.“
Es war das Jahr 1887 als die junge Journalistin Nellie Bly den Auftrag bekam, sich undercover auf Blackwell´s Island einzuschleusen. Über die psychiatrische Frauenanstalt sollte sie berichten. Nellie Bly wusste nicht viel über psychische Anstalten, oder gar, wie sie die Ärzte täuschen sollte, um als psychisch instabil zu gelten. Nellie Bly schmiedete einen Plan und übte Gestik und Mimik von psychisch erkrankten Menschen. Ihr schauspielerisches Talent zahlte sich aus, und kurz darauf setzte Nellie Bly ihre ersten Schritte auf Blackwell´s Island. Kurz nach ihrer Ankunft, erlebte sie jedoch Dinge, die sie ihr restliches Leben nicht mehr vergessen wird. Nellie Bly sieht Qualen, Hunger, Kälte und Leid, und auch sie muss dieses am eigenen Leib spüren. Nachdem Nellie Bly genug an Erfahrung gesammelt hat, verhält sie sich normal und gesund wie sie ist, um die Anstalt verlassen zu können, doch niemand will ihr glauben. Sich in die Anstalt einzuschleusen war einfach, jedoch wieder herauszukommen, scheint schier unmöglich. Nellie Bly weiß, wenn sie da noch länger bleiben muss, wird sie irgendwann so geisteskrank wie einige Patienten.
Meinung:
Eine wahre Geschichte, die man nicht mehr vergisst. Eine junge Frau, die es selbst im Leben nicht immer einfach hatte, die sich für Kranke und Schwache einsetzt, ist für mich, unglaublich bewundernswert. Nellie Bly hat sich mit dieser Geschichte in mein Herz geschlichen. Den Schritt sich mit 23 Jahren in eine Psychiatrie einweisen zu lassen, wo es noch nicht diesen Komfort gibt, den man heute in solchen Anstalten hat, hat Respekt verdient.
Nellie Bly schildert unverblümt ihre Zeit auf Blackwell´s Island. Wie geisteskranke oder gar gesunde, die als geisteskrank gelten, vom Personal, schikaniert, misshandelt und gequält werden.
Nelly Bly´s anschließender Bericht in der Zeitung New York World, setzt eine Bewegung in gang, wodurch sich Stück für Stück das Leben in den Anstalten und die Versorgungen besserten. Mit der Zeit wurden Kranke wieder menschlicher behandelt. Für mich ist Nellie Bly eine wahre Ikone geworden.
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Cover und Titel:
Auf dem Cover sieht man den Flur einer Anstalt, alles wirkt trist und kalt, welches sich in der Geschichte widerspiegelt. Der Titel und das Cover passen wunderbar zu Geschichte.
Die Geschichte:
Die Geschichte ist wunderbar geschrieben worden. Wie ich anfangs dachte, dass die Geschichte vom ersten bis zum letzten Tag beschrieben wird, ist hier nicht so. Es würde sich sicher vieles wiederholen, wodurch die Geschichte an Spannung verlieren würde. Nellie Bly berichtet anfangs von ihrer eigenen Erfahrung in der Anstalt und dann schildert sie Ereignisse von Mitpatienten, ob krank oder gesund. Dadurch liest man immer wieder etwas Neues und man lernt auch dadurch einige Mitpatienten und das Personal besser kennen. Die Geschichte, wie Nellie Bly sie erlebt hat, wieviele Frauen diese Behandlungen über Jahre erdulden mussten, und zu wissen das es keine Fiktion ist, ist spannend und traurig zugleich.
Was mir auch sehr gefiel, dass man nach der Hauptgeschichte etwas über Nellie Bly oder die Zeitung für die sie arbeitete, New York World, erfahren durfte.
Die Charaktere:
Hauptsächlich dreht es sich natürlich um Nellie Bly, jedoch lernt man in der Geschichte verschiedene Charakteren kennen. Kranke sowie Gesunde, Personal oder Ärzte, alle spielen eine große Rolle und macht die Geschichte komplett.
Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist verständlich, flüssig und leicht zu lesen. Bei manchen Zeilen stehen Nummern, diese sind im hinteren Teil des Buches nochmal aufgegliedert und beschriftet worden, damit man auch unbekanntes gut verstehen kann.
Fazit:
Ein faszinierendes Buch. Eine traurige und wahre Geschichte, die man nicht so schnell vergisst. Selbst nach der Hauptgeschichte, erfährt man noch Details über Nellie Bly´s Leben, was sehr interessant ist. Dieses Buch ist wirklich lesenswert und ich kann es wirklich nur empfehlen.
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