Glaubenthal: Umgeben von ausgedehnten Wäldern liegt es in einer sanften, von wildromantischen Schluchten durchzogenen Hügellandschaft. Doch der schöne Schein trügt - dieses Dorf hat es in sich. Das bekommt auch Hannelore Huber auf der Beerdigung ihres Mannes zu spüren. Groß war die Vorfreude auf ein beschauliches Leben in Harmonie: endlich Witwe. Nun aber muss sie auf ihre alten Tage auch noch Ermittlerin werden. Denn im Sarg ruht, wie sich zeigt, nicht ihr Ehegatte, sondern die falsche Leiche. In Glaubenthal ist es mit der Idylle vorbei. Da stellt sich nicht nur die Frage, wer diesen Toten auf dem Gewissen hat oder was in Glaubenthal sonst noch alles in den Gräbern herumliegt, sondern vor allem: Wo ist der verstorbene Ehegatte?Mit viel Humor und Charme nimmt Karl Menrad seine Hörer mit auf die spannende Suche der grantigen Hannelore Huber und erweckt mit seiner Stimme ein ganzes Dorf zum Leben.Die gleichnamige Buchausgabe ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
24.01.2021
eBook (ePUB 3)
Grosses Lesevergnügen
Das macht Freude. Einen Roman, bei dem man lachen kann aber auch sehr berührt wird, findet man selten.
Nach langer Ehe stirbt der alten Huber endlich der Mann weg und was schwarzhumorig beginnt, wird immer mehr zu einer herzzerreißenden Geschichte. Es geht um Fragen, die uns alle betreffen: was wird mit mir im Alter? Wie will ich alt werden und was will ich hinterlassen?
Ein grossartiges Buch gegen den Zeitgeist mit viel Herz und überraschenden Wendungen. Wer Krimis mit grosser Spannung und Brutalität liebt, ist hier sicher falsch aufgehoben, aber wer den Menschen ein wenig ins Herz und auf die Finger schauen möchte, kommt auf seine Rechnung!
Bitte mehr von der alten Huber!!!
Elisabeth
aus Wien
5/5
17.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Frau Huber freut sich endlich...
Frau Huber freut sich endlich Witwe zu sein, aber dann ist ihr toter Ehemann nicht in seinem Sarg. Nun beginnt sie selbst die Ermittlungen um das Rätsel zu lüften. Sehr unterhaltsam und humorvoll.
Bewertung
aus Wien
5/5
14.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
lustig, klug und warmherzig
Das ist mal ein Auftakt einer neuen Reihe. Hab selten noch ein so gleichermaßen humorvolles wie berührendes Buch gelesen. Die alte Huber steht am Grab ihres Mannes, nur fehlt der Mann, und eine Geschichte rollt sich auf, die am Ende sehr verblüffend ist. Als Leser wird man schon gefordert, aber das tut gut in dem ganzen Einheitsbrei. weniger
mrs rabes bookaccount
5/5
05.12.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gestorben wird immer
Die alte Huberin ist endlich Witwe. Walter, ihr Angegrauter, soll in den Armen von Svetlana das Zeitliche gesegnet haben. Doch am Tag der Beerdigung liegt ein falscher Toter in Walters Sarg.
Thomas Raab hat mit „Walter muss weg“ eine skurrile Krimikomödie geschaffen. In Glaubenthal sind sie alle zu finden, die Klischees ländlichen Lebens. Der Bürgermeister und Dorfarzt in Personalunion, der Dorfpfarrer, seine Haushälterin, die Blasmusiker und die Puffmutter, die Wirtsleute und Bauernschädeln. Und mittendrin Hannelore Huber, grantige Alte mit gut getarntem weichem Herzen. Vordergründig schiebt Raab eine Wuchtel nach der anderen, fast war es mir anfangs zu viel der Kalauer. Doch hinter den Fassaden spielen sich so manche zwischenmenschlichen Tragödien ab. Raab ist Wortakrobat und Gedankenspringer, zwischen all dem Wortwitz spart er jedoch nicht an gesellschaftskritischen Spitzen. Tiefschwarzer Humor und gleichzeitig Empathie zu vermitteln, das ist in meinen Augen eine Glanzleistung und beste Unterhaltung.
jam
5/5
10.10.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein ungewöhnlicher Roman, der seinesgleichen sucht!
„Einfach hingehen!, spielt die alte Huber mit dem Gedanken, sich zu dieser fremden schwarzen Witwe an den Tisch setzen und die Dame fragen: >Muss ja ein inniges Verhältnis zu meinem Mann gewesen sein, wenn Sie hier so losplärren!< „
Seite 57
Endlich ist er da, der von Hannelore Huber langersehnte Tag: Sie kann ihren Gatten zu Grabe tragen! Doch leider ist nichts, wie es auf den ersten Blick aussieht, da sind ein paar Leichen zu viel, auch eine trauernde Witwe ist überzählig, genauso wie die Herren in Schwarz, nur ihr Walter fehlt.
Ein Leben lang zum Teufel gewünscht, muss sie ihn jetzt, wo er nicht mehr lebt, suchen gehen – und ein paar andere Wahrheiten entdecken!
Was für ein scheinbar ruhiges Örtchen Glaubenthal. Und was für eine Geschichte! Hanni, eine Protagonistin, die ihresgleichen sucht. Störrisch, ihren eigenen Kopf durchsetzend, ihr Herz schon vor langer Zeit verschlossen und den Schlüssel verloren. So struppig und widerborstig und manchmal auch furchteinflößend wie ihr vierbeiniger Begleiter, der scheinbar aus dem Nichts auftauchte.
Sie spart auch nicht mit Weisheiten, da wird über unsere Gesellschaft gelästert (Ins Einkaufszentrum am Stadtrand fahren, um BioBio zu kaufen, statt beim Bauern ums Eck.) genauso wie über ihre Mitmenschen oder sich an früher erinnert, als dem Kaffee noch keine motorischen Fähigkeiten durch Anglizismen angedichtet wurden.
„Wie konnte sie an diesem vermeintlichen Freudentag auch nur vergessen, mit welchen Schwachköpfen diese herrliche Gegend besiedelt ist.“ (Seite 60)
Hannelore beginnt ihre Ermittlungen auf eigene Art, in ihrer dem Alter geschuldeten Langsamkeit und oft gesellschaftlichen Unsichtbarkeit wird sie unterschätzt und ermittelt schneller und präziser als das ungleiche Polizeiduo Swoboda und Unterberger-Sattler.
Und gegen Ende findet sie ihre Ruhe, ihren Walter und auch der Schlüssel zu ihrem Herzen taucht wieder auf…
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mit Hanni (und dem Schreibstil) warm wurde, dafür habe ich sie auf den letzten Seiten umso mehr ins Herz geschlossen und ein paar Tränen zerdrückt!
Thomas Raab schreibt mit einem schier unglaublichen Wortwitz. Und es heißt aufmerksam lesen, denn das Tempo, in dem er Anspielungen einfließen lässt ist beachtlich!
Ein ungewöhnlicher Kriminalroman, der seinesgleichen sucht!
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5/5
28.04.2019
eBook (ePUB 3)
".. Ist natürlich ein Elend mit der Neugierde, besonders an Tagen wie diesen.. "
Ein Liebesroman oder zumindest ein Beziehungsratgeber oder mindestens ein Sachbuch.. - so beschrieb der Autor selbst sein Buch bei einer seiner Lesungen. Schwarzer Humor und triefender Sarkasmus auf jeder gelesenen Seite. Raab's Sätze sind genial und wunderbar formuliert - man liest sie gern ein zweites Mal um sie auf der Zunge zergehen lassen zu können ;)
". . Sich gegenseitig nicht mögen ist eben das eine, miteinander aber jemand anderen nicht leiden können, das verbindet dermaßen, da gehen dann sogar dem Grippevirus die Argumente aus..."
Mit „Walter muss weg“ hat Thomas Raab eine sehr gelungenen Auftakt einer neuen Krimireihe geschaffen. Der österreichische Autor, der vor allem durch seine Kriminalromane rund um den Restaurator Willibald Adrian Metzger bekannt geworden ist, persifliert mit diesem Roman der Reihe das Dorfleben schlechthin. Mit einer gehörigen Portion Sarkasmus geht er an die Geschichte ran und auch wenn Frau Huber das Enfant terrible schlechthin ist, spätestens beim grandiosen Ende wächst sie dem Leser ans Herz.
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