In diesen Texten, die Jörg Fauser von 1963 bis 1987 verfasste, lernen wir ihn als Schwärmer und Fan kennen, aber auch als Zerpflücker und Lästerer. Manches darin ist gemein, anderes strotzt vor Bewunderung. Ein abwechslungsreicher Band, der Texte über Autoren von Gryphius bis Grass beinhaltet, der einen Hörfunkbeitrag über die Kriminalliteratur und ein Gespräch mit Bukowski liefert, der peinliche Literatentreffen erlebbar macht und bei alldem immer eines zeigt: Fausers Liebe zur Literatur.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
MaWiOr
aus Halle
5/5
04.11.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Neben Romanen, Erzählungen,…
Neben Romanen, Erzählungen, Reportagen und Gedichten verfasste Jörg Fauser auch Texte, in denen er sich zum bundesdeutschen Literaturbetrieb äußerte. Der Diogenes-Band versammelt hier 38 Fauser-Überlegungen zum „Schreiben an sich“ – dem eigenen Schreiben und dem Schreiben anderer. Die Beiträge entstanden von 1963 bis 1987 und wurden in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht – vom auflagenstarken „Playboy“ bis zu kleineren Magazinen, die heute mitunter schon vergessen sind. Die Bandbreite der journalistischen Texte zeigt Fausers Belesenheit – ob Hans Fallada, Günter Eich, Dashiell Hammett, Joseph Roth, Else Lasker-Schüler, Charles Bukowski oder George Orwell. Sie alle bewunderte Fauser und setzte sich mit ihnen intensiv ausei-nander. An dieser Aufzählung erkennt man, dass Fauser neben der deutschsprachigen Literatur besonders für die amerikanische Literatur interessierte. So trägt der letzte Text die Überschrift „Die amerikanische Literatur ist vital, die deutsche schlapp“. Neben seiner Begeisterung äußert Fauser aber auch Kritik, u.a. auch zur politischen Verfassung der Bundesrepublik. Ein politischer Schriftsteller war er jedoch nicht, er beobachtete vielmehr und kommentierte. Fazit: Ein interessanter Auswahlband, um Jörg Fauser von einer anderen schriftstelleri-schen Seite kennenzulernen.
Kristall86
aus an der Nordsee
4/5
24.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Klappentext: „In diesen…
Klappentext: „In diesen Texten, die Jörg Fauser von 1963 bis 1987 verfasste, lernen wir ihn als Schwärmer und Fan kennen, aber auch als Zerpflücker und Lästerer. Manches darin ist gemein, anderes strotzt vor Bewunderung. Ein abwechslungsreicher Band, der Texte über Autoren von Gryphius bis Grass beinhaltet, der einen Hörfunkbeitrag über die Kriminalliteratur und ein Gespräch mit Bukowski liefert, der peinliche Literatentreffen erlebbar macht und bei alldem immer eines zeigt: Fausers Liebe zur Literatur.“ Ja, Fauser hatte eine ganz besondere Bindung zur Literatur und genau das nimmt man ihm auch ab. Unheimlich authentisch und klar kommt dieses Buch daher. Er hat nie ein Blatt vor den Mund genommen und hat die Wörter und deren Bestimmung sowie die Zusammenfügung ihrer Grammatik und des Ausdrucks regelrecht zerpflückt und genau das hier ist dabei herausgekommen. Das Gespräch mit Bukowski wirkt dann wie das „i“-Tüpfelchen seines Schaffens und man kann nicht anders als darüber nachdenken und auch lächeln. Ein wahrlich wunderbares Buch für alle Literatur- und Sprachliebhaber! 4 von 5 Sterne gibt es von mir!
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