Produktbild: Glücksritter

Glücksritter Recherche über meinen Vater

3

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3555 KB

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

9783462302301

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3555 KB

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

9783462302301

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • sleepwalker

    5/5

    21.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Glücksritter. Recherche über…

    „Glücksritter. Recherche über meinen Vater“ ist der Titel von Thomas Kleebergers Roman und gleichzeitig ist dieser Titel Programm. Denn sein Vater, dem er sich nach dessen Tod anzunähern versucht, scheint sein Leben lang auf der Suche nach dem Glück zu sein („Glück ist etwas gewesen, dem mein Vater sein Leben lang hinterher gejagt hat“). Aber er war zwar ein Glücksritter, aber weniger ein Ritter ohne Furcht und Tadel, sondern eher einer von der traurigen Gestalt. Wie so viele Familien ihrer Zeit, standen die Eltern von Thomas Kleeberger bei seiner Geburt 1959 mit einem Fuß noch im 2. Weltkrieg und mussten mit dem Erlebten klarkommen (die Tante entging knapp einer Vergewaltigung durch einen Soldaten, der Vater musste sich nach dem Ende der Kinderlangverschickung alleine nach Hause durchschlagen und die Mutter erinnert sich noch lebhaft an Nächte in Luftschutzkellern) und mit dem anderen Fuß standen sie im Wirtschaftswunder, versuchten, „zu etwas zu kommen“. Geld und Besitztümer, vor allem wohl Autos, waren in der Familie ein großes Thema. Der Vater scheint aber ein „ewig zu kurz Gekommener“ gewesen zu sein, und dennoch schien er zu glauben, das Universum schulde ihm wenigstens ein Quäntchen („Und wenn ich es recht bedachte, hatte mein Vater immer Pech gehabt, wenn es um Geld gegangen war oder immer die falschen Entscheidungen getroffen. Was vielleicht erstaunlich war bei einem Menschen, der so sehr vom Geld besessen war wie er, und vielleicht dann auch wieder nicht.“) Enkeltrick, beziehungsweise in diesem Fall „Nigeria-Trick“, sind Dinge, die die meisten nur aus den Medien kennen. Thomas Kleebergers Eltern fielen im fortgeschrittenen Alter auf diesen Trick herein, als er es bemerkte, hatten sie schon Tausende Euro verloren, Geld, das sie sich unter anderem in der Verwandtschaft geliehen hatten. Kleebergers Buch ist eine Mischung aus Familiengeschichte, Lebensgeschichte des Vaters und auch ein zeitgeschichtliches Dokument ab der Zeit des 2. Weltkriegs. Aber insgesamt ist es natürlich auch eine Abrechnung mit den Eltern, vor allem dem Vater, einem, der sich nie etwas sagen ließ – und am Schluss beinahe alles verloren hätte. Recherche über meinen Vater lässt eigentlich ein nüchternes, eher wissenschaftliches Werk erwarten. Das empfand ich aber nicht so. Zwar nähert er sich akribisch an seinen Vater an, aber er verliert nie die persönliche, die „Sohn-Komponente“. Vor allem muss er selbst recherchieren, denn nach dem Tod des Vaters schreitet die Demenz der Mutter rasant fort und sie kann ihm nicht mehr beim Graben in der Vergangenheit helfen. Es ist eine liebevolle aber fast kriminologisch aufklärerische Annäherung an den Vater, die zwiegespaltene Persönlichkeit. Einerseits der charmante Mann („Mein Vater sagte ›proper‹ oder ›rundlich‹, selbst seine Schwägerin, meine adipöse Tante, die bei 1,63 Körpergröße zuletzt weit über 100 Kilo wog, nannte er liebevoll ›moppelig‹.“), der auch die Demenz der Mutter lange mit „nicht mehr so fit im Kopf …“ umschrieb. Auf der anderen Seite war er wohl jähzornig und auch die Mutter legte den Sohn des Öfteren übers Knie und versohlte ihn mit dem Kochlöffel. Zudem war der Vater nicht in der Lage, auf seinen Sohn stolz zu sein. Der sollte ein „Herr Doktor“ werden, wurde er aber nicht. Und auch den Unterhaltungsroman, den der Vater gerne von ihm gelesen hätte, blieb er schuldig, obwohl der Vater überzeugt war „So was wollen die Leute lesen. Nicht nur immer Probleme. Damit hättest du Erfolg.“ Das Buch ist wohlformuliert und flüssig zu lesen, die Sprache ist alltagsnah und gefällig. Der Inhalt ist zum Teil schwere Kost, an der man eine Weile zu kauen hat. Für mich aber definitiv einer DER Familienromane des Jahres und eine ganz klare Lese-Empfehlung. „Mein Vater war also vor seinem Tod mit mir im Reinen, aber – das fragte ich mich, während wir in seiner letzten Wohnung beisammensaßen – war ich auch endlich mit ihm im Reinen?“ – es ist ihm auf jeden Fall von ganzem Herzen zu wünschen. Von mir 5 Ste

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    29.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Viel mehr als eine Lebensgeschichte!

    „Glücksritter“ ist so vieles gleichzeitig: Eine ambivalente Vater-Sohn-Beziehung, geprägt von Konflikten und zärtlicher Verbundenheit. Die Lebensgeschichte eines Vaters. Eine Familiengeschichte. Eine Geschichtsreise durch das 20. Jahrhundert und ein Zeitdokument einschneidender historischer Geschehnisse. Eine Reise zu sich selbst. Um mit sich selbst ins Reine zu kommen, ist es unumgänglich, seine Geschichte zu kennen und deren Lücken, so gut es geht, zu füllen. Das hat Michael Kleeberg hier getan. Schonungslos ehrlich und radikal offen erzählt er von der Rekonstruktion seiner Biographie und Familiengeschichte. Aber nun kurz zum Inhalt: Sein Vater ist verstorben und plötzlich wird ein unschönes Ereignis zum Ausgangspunkt für Reflexionen und Recherche des Sohnes. Es ist ein Ereignis, das so selten nicht ist: Trickbetrüger überlisteten einen 80-Jährigen, der auf diese Weise seinen letzten Groschen loswurde. Der Erzähler erfährt, dass sein Vater in ärmlichen und primitiven, fast asozialen Verhältnissen in den heruntergekommenen Vierteln Frankfurts aufgewachsen ist. Er musste sich als Jugendlicher mutterseelenallein durchkämpfen, behaupten und emporarbeiten und wurde zu einem arglosen, selbstgefälligen, risikobereiten und hitzigen Einzelgänger mit Idealen, die deutlich von seinem Aufwachsen in der NS-Diktatur geprägt waren. Ehrgeiz und Streben nach Geld und Ansehen sowie die Tendenz, Erreichtes zu zerstören und das Los, so manches wieder zu verlieren oder auch mal durchs Raster zu fallen charakterisieren seinen Vater und ein äußerst schwieriges und zwiespältiges Verhältnis charakterisiert seine Beziehung zu ihm, dem Sohn. Dass sich der Sohn immer wieder dabei ertappt, Ähnlichkeiten mit dem Vater zu haben, wirft in ihm die Frage auf, wie sehr er von ihm durchdrungen und geprägt wurde... wie sehr er er selbst und unabhängig ist. Es ist äußerst interessant, dieser Geschichte zu folgen und in sich hineinzuhorchen, wie sie wirkt und was sie mit einem macht. Es ist so einfach, zu urteilen und zu bewerten, aber das Leben formt den Menschen und so Einiges wird durch interessiertes Zuhören oder lesen nachvollziehbar, wodurch man nicht selten milder gestimmt wird. Michael Kleeberg hat sich neugierig, ausgiebig, detailliert, kritisch und fair mit seinem verstorbenen Vater auseinandergesetzt ... ich würde fast sagen, er konnte durch diese intensive Beschäftigung seinen inneren Frieden mit ihm und sich selbst machen. Ich empfehle diesen Roman, der unterhaltsam, interessant, berührend, witzig und fesselnd ist und meinen Horizont erweitert hat sehr gerne weiter!

  • yellowdog

    4/5

    20.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben des Vaters

    Michael Kleebergs Buch Glücksritter ist, wie der Untertitel Recherche über meinen Vater schon andeutet, ein autobiografischer Text über seinen Vater und dabei stellvertretend für die Generation von Männern, die in den 30ziger Jahren in Deutschland geboren wurden. Dieses Nachdenken über den Vater begann nach dessen Tod. Er überlegt auch, wie sich die Verhaltensweisen seines Vaters auf ihn selbst und seine Entwicklung auswirkte. Kleeberg hat sich an seinem Vater und dessen Meinungen oft abgearbeitet. Es ist ein kritischer Text, aber keine Abrechnung. Gelegentlich gibt es auch amüsante Passagen, wenn der Vater seinen erfolgreichen Schriftstellersohn verschmitzt vorschlägt, doch mal seine italienische Reise aufzuschreiben, wie einst Goethe. Nicht immer nur Probleme, mal was heiteres. Ernster wird es, wenn Kleeberg auf die Kriegsjahre zurückblickt und was es für den Vater bedeuten musste, damals Ausbombung und Kinderlandverschickung zu erleben. Das Buch funktioniert, weil es kein Roman und doch erzählerisch gestaltet ist.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (3)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Glücksritter