Wie kriegt man als Frau die Verrenkung hin, Rap zu lieben und sich dabei permanent beleidigen zu lassen? Antonia Baum ist Schriftstellerin und Eminem gehörte einst zu ihren literarischen Vorbildern. Aber die Welt ist inzwischen eine andere geworden, bestimmte Aspekte der eigenen popkulturellen Biografie lässt man lieber verschwinden. Was also macht Antonia Baum zwanzig Jahre nach dem Rapklassiker »Stan« mit dieser misogynen, homofeindlichen, weißen Eminem-Leiche in ihrem Keller? Ist das Konzept »Leiche im Keller« eine gute Idee? Und kann es sein, dass Eminem trotz allem ein genialer Rapper war?
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
yellowdog
5/5
08.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Phänomen Eminem und seine…
Das Phänomen Eminem und seine Energie muss man erst einmal aushalten. Antinio Baums Mut, über das krasse Phänomen Eminem zu schreiben ist bemerkenswert. Als Buch über Eminem als Musiker und Mensch und seine Wirkung halte ich das Buch für gelungen Eminems Song Stan zusammen mit Dido Stan, der bekannte Song, ist gut analysiert und bringt ihn dem Leser wirklich nahe. Als weniger zwingend finde ich Antonio Baums eigene Probleme mit Eminems textliche Aussagen. Als Jugendliche fand sie ihn faszinierend, hat ihn aber nicht so ganz reflektiert. Heute kann sie mit dem aktuellen Musiker nichts mehr anfange. Gut und schön, aber was sagt das schon aus. Eminem ist wie er ist und das ist überwiegend nicht schön. Ein paar seiner Raps sind aber bleibend. Ich habe das Buch mit großen Interesse gelesen.
sleepwalker
4/5
26.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Antonia Baum verbindet mit…
Antonia Baum verbindet mit Eminem zugegebenerweise mehr als mich, denn seine Musik ist nicht ganz mein Fall – seine Persönlichkeit interessiert mich da schon eher. Deshalb habe ich mich auch sehr auf die Lektüre des Buchs „Antonia Baum über Eminem“ aus der KiWi Musikbibliothek gefreut. Allerdings muss ich sagen, dass sie es nicht geschafft hat, mir die Musik wirklich näherzubringen. Was aber auf keinen Fall heißt, dass es ein schlechtes Buch ist, denn die innere Verbundenheit der Autorin mit Musik und Künstler war spürbar und durchaus interessant. Stilistisch liest sich das Buch für mich teilweise, als könnte es aus Eminems Feder stammen. Für Eminem-Fans ist das (leider wie alle Bücher der Reihe sehr kurze) Buch sicherlich Pflichtlektüre, für die, die es werden wollen, gibt es vermutlich bessere. Schließlich ist das Buch keine Biografie, soll und will es ja auch nicht sein. Aber alles in allem fand ich das Buch sehr gut gelungen, interessant und gut und flüssig zu lesen. Die Interpretationen von Eminems Texten und deren Aussagen sind sehr individuell und schlüssig und haben mir zum Teil eine neue Sichtweise eröffnet. Von mir daher vier Sterne.
Bewertung
2/5
16.11.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mir ist das Buch teilweise zu...
Mir ist das Buch teilweise zu unpersönlich, obwohl es eine subjektive Liebeserklärung an den Künstler darstellen soll. Es werden Dinge angesprochen,die mit der Thematik Eminem, überhaupt nichts zu tun haben. Es liest sich wie eine Gesellschaftskritik & hat mich nicht überzeugt.
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