So hat sich Caja ihr Leben nicht vorgestellt: Seit Jahren malt sie nur noch Auftragsillustrationen, ihre Ambitionen als Künstlerin hat sie aufgegeben. In Graz, wohin sie ihrem Ehemann Ben zuliebe gezogen ist, findet sie nur schwer Anschluss und verbringt die meiste Zeit in ihrem Atelier. Die Träume vom Reisen schiebt sie immer wieder auf. Erst als Caja das Smartphone einer Fremden findet und damit deren gesamtes Leben in der Hand hält, beginnt sie, ihren eigenen Alltag, ihre Wünsche und Sehnsüchte zu überdenken. Und dann überredet ihre lebenslustige Freundin Jolie sie auch noch zu einer ungewöhnlichen Reise. Auf einem Roadtrip mit Jolie und Ludwig, einem liebenswerten älteren Herrn, den sie unterwegs aufgabeln, landen sie in einem Künstlerhaus an der Küste Italiens. Das Meer immer vor Augen, taucht Caja ein in eine Welt, der sie sich viel zugehöriger fühlt als ihrer eigenen, zumal der Straßenkünstler Juran langsam ihr Herz erobert. Doch auf den Spuren der Handybesitzerin zieht es sie weiter nach Berlin, wo sie Antworten findet - und anfängt, sich endlich die richtigen Fragen zu stellen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
U. Pflanz
4/5
07.04.2021
eBook (ePUB)
Caja ist so garnicht glücklich in ihrem Leben, denn sie hat sich das alles irgendwie anders vorgestellt. Ihre Wünsche und Träume stehen total hinten an.
Als Caja ein Smartphone findet und das Leben dieser Fremden kennenlernt, fängt sie an ihr eigenes Leben zu überdenken und zu hinterfragen.
Bei einem Roadtrip mit ihrer Freundin merkt Caja dass ihr eine fremde Welt mehr gibt als ihre eigene.
Der Schreibstil ist gefühlvoll, poetisch und sehr angenehm. Man kommt sehr schnell voran beim lesen.
Caja ist eine Protagonistin, die in ihrem Leben richtig feststeckt und irgendwie nicht raus kommt. Sie ist sehr unentschlossen was ihre Entscheidungen angeht. Wenn sie etwas weniger Ehrgeiz hätte in der Sache mit Nathalie und dafür etwas mehr Selbstvertrauen und Entschlossenheit bei Entscheidungen was sie angeht, wäre eindeutig sinnvoller.
Durch dieses ewige hin und her zog sich alles etwas und ich neigte dazu das Buch zur Seite zu legen, da es meinen Lesefluss ausbremste.
Auf der anderen Seite war man neugierig und wollte wissen wie es weiter geht.
Als ich das Buch zur Hand nahm, dachte ich, dass ich eine lockere, leichte Geschichte genießen kann. Bekommen habe ich dies nicht ganz. In der Geschichte geht es um die Themen Freundschaft, Liebe, Verlust. Konflikte die man bewältigen muss. Also das Gegenteil von Sonne und Füße hoch.
Trotz allem hat es mir ganz gut gefallen und daher gibt es eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne
Circlestonesbooks.blog
5/5
13.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein vielschichtiger Frauenroma…
Ein vielschichtiger Frauenroman „Uns wird ständig eingebläut, dass Fehler etwas Negatives sind, aber das Leben ist dazu da, Fehler zu machen. Sonst leben wir es nicht richtig, sondern nur knapp am Leben vorbei.“ (Zitat Seite 229) Inhalt Caja Rodinger, ihre beste Freundin Jolie Mossmann und Ludwig Gruber, ein lebhafter, älterer Witwer, fahren spontan ans Meer. Sie landen in der großen Künstlervilla des bekannten Regisseurs Riccardo Renzi in Caorle, wie sich herausstellt, ein alter Freund von Ludwig. Caja ist Künstlerin, nimmt aber seit Jahren nur mehr Auftragsarbeiten als Kinderbuchillustratorin an. Für ihren Ehemann Ben ist sie von Berlin nach Graz gezogen, doch die Ehe ist im Alltag zu einem wortlosen Nebeneinander geworden und Caja flüchtet sich in die persönliche Welt einer Fremden, deren Smartphone sie gefunden hat und deren tagebuchartige Einträge sie liest. In Italien beginnt Caja, den Grund für den Stillstand in ihrem Leben zu suchen und darüber nachzudenken, wie es weitergehen könnte. Thema und Genre Das Cover lässt einen unbeschwerten Sommerroman für den Liegestuhl erwarten, doch schon die Leseprobe zeigt, dass es hier um ein Netz von ernsten Konflikten geht, um Stagnation und Selbstzweifel, um die Suche nach dem Platz im eigenen Leben. Themen sind Liebe, Verlust und Freundschaft. Auch Farben, die Malerei und das Meer spielen eine Rolle. Charaktere Jolie ist unabhängig, kommt gerade von einem Auslandsjob in Chile nach Berlin zurück. Juran ist Musiker und Maler, nimmt notfalls auch jeden Gelegenheitsjob an, reist von Künstlerkolonie zu Künstlerkolonie. Caja dagegen hängt in einem Leben fest, das völlig anders verläuft, als sie es sich gewünscht hatte. Ihre Kreativität ist blockiert, unter Auftrags- und Termindruck fehlen ihr die Ideen. Handlung und Schreibstil Die Geschichte, in deren Mittelpunkt die Reise nach Italien und daran anschließend ein Aufenthalt in Berlin stehen, wird von einer Parallelgeschichte begleitet, Nathalie und ihr Tagebuch, das sie selbst in ihrem Smartphone führt. Die Handlung ist stimmig, die Autorin lässt der Hauptfigur Caja, die ihre Geschichte ebenfalls als Ich-Erzählerin schildert, viel Freiraum. Besonders die Szenen, in denen Caja sich langsam wieder auf ihre Malerei besinnt, sind sehr einfühlsam geschildert. Andererseits jedoch lässt die Autorin Caja zu lange in einer dauernden Schleife der Entscheidungslosigkeit, Unschlüssigkeit und Selbstzweifel verharren, lässt sie mit einer gewissen Verbissenheit dem Leben Nathalies folgen, statt sich endlich mit dem eigenen auseinanderzusetzen, was leider zu einigen Längen in der Handlung führt. Die einfühlsame, lebhafte und dann wieder poetische Sprache überzeugt jedoch. Fazit Ein Frauenroman mit einer unentschlossenen Hauptprotagonistin, welcher der Mut für die Umsetzung der eigenen Wünsche und Träume fehlt.
Bewertung
aus Dübendorf
5/5
13.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Sehr empfehlenswert
Caja hat ihre eigenen Ambitionen zum Malen aufgegeben. Sie malt seit Jahren nur noch Auftragsillustrationen. Sie wohnt mit ihrem Ehemann in Graz. Sie ist wegen ihm hierher gezogen. Doch sie findet sehr schwer Anschluss. Ihr Zufluchtsort ist das Atelier. Hierher vergräbt sie sich. Sie träumt von verschiedenen Reisen. Alles ändert sich, als ihre Freundin Jolie zu Besuch kommt. Caja hat ein Smartphone einer Person gefunden. Somit fast deren Leben. Jetzt beginnt sie sich Fragen zu stellen. Über ihre Wünsche, Sehnsüchte und vieles mehr. Auf einem Roadtrip mit Jolie schliesst sich Ludwig ihnen an. Er ist ein älterer Herr. An der Küste in Italien landen sie in einem Haus für Künstler. Hier hat Caja immer das Meer vor Augen. Sie merkt, dass sie hier in dieser Welt mehr zu Hause ist als in ihrer. Doch der Weg geht weiter nach Berlin zur Handybesitzerin. Das Buch ist sehr gut geschrieben. Man taucht in eine andere Welt ein und wird mitgerissen. Sehr empfehlenswert.
Van Weg
aus Stuttgart
4/5
16.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Buch mit Aha-Effekt
Am Anfang war ich von der Geschichte nicht so überzeugt, was sich beim Lesen allerdings schnell gelegt hat. Die Geschichte geht unter die Haut, weckt Sehnsucht und vor allem Fernweh. Sie führt uns vor Augen, wie wichtig es ist Wünsche und Träume zu haben und dass man dafür nie zu alt ist. Schön geschrieben mit authentischen Charakteren.
Circlestones Books Blog
4/5
13.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein vielschichtiger Frauenroman
„Uns wird ständig eingebläut, dass Fehler etwas Negatives sind, aber das Leben ist dazu da, Fehler zu machen. Sonst leben wir es nicht richtig, sondern nur knapp am Leben vorbei.“ (Zitat Seite 229)
Inhalt
Caja Rodinger, ihre beste Freundin Jolie Mossmann und Ludwig Gruber, ein lebhafter, älterer Witwer, fahren spontan ans Meer. Sie landen in der großen Künstlervilla des bekannten Regisseurs Riccardo Renzi in Caorle, wie sich herausstellt, ein alter Freund von Ludwig. Caja ist Künstlerin, nimmt aber seit Jahren nur mehr Auftragsarbeiten als Kinderbuchillustratorin an. Für ihren Ehemann Ben ist sie von Berlin nach Graz gezogen, doch die Ehe ist im Alltag zu einem wortlosen Nebeneinander geworden und Caja flüchtet sich in die persönliche Welt einer Fremden, deren Smartphone sie gefunden hat und deren tagebuchartige Einträge sie liest. In Italien beginnt Caja, den Grund für den Stillstand in ihrem Leben zu suchen und darüber nachzudenken, wie es weitergehen könnte.
Thema und Genre
Das Cover lässt einen unbeschwerten Sommerroman für den Liegestuhl erwarten, doch schon die Leseprobe zeigt, dass es hier um ein Netz von ernsten Konflikten geht, um Stagnation und Selbstzweifel, um die Suche nach dem Platz im eigenen Leben. Themen sind Liebe, Verlust und Freundschaft. Auch Farben, die Malerei und das Meer spielen eine Rolle.
Charaktere
Jolie ist unabhängig, kommt gerade von einem Auslandsjob in Chile nach Berlin zurück. Juran ist Musiker und Maler, nimmt notfalls auch jeden Gelegenheitsjob an, reist von Künstlerkolonie zu Künstlerkolonie. Caja dagegen hängt in einem Leben fest, das völlig anders verläuft, als sie es sich gewünscht hatte. Ihre Kreativität ist blockiert, unter Auftrags- und Termindruck fehlen ihr die Ideen.
Handlung und Schreibstil
Die Geschichte, in deren Mittelpunkt die Reise nach Italien und daran anschließend ein Aufenthalt in Berlin stehen, wird von einer Parallelgeschichte begleitet, Nathalie und ihr Tagebuch, das sie selbst in ihrem Smartphone führt. Die Handlung ist stimmig, die Autorin lässt der Hauptfigur Caja, die ihre Geschichte ebenfalls als Ich-Erzählerin schildert, viel Freiraum. Besonders die Szenen, in denen Caja sich langsam wieder auf ihre Malerei besinnt, sind sehr einfühlsam geschildert. Andererseits jedoch lässt die Autorin Caja zu lange in einer dauernden Schleife der Entscheidungslosigkeit, Unschlüssigkeit und Selbstzweifel verharren, lässt sie mit einer gewissen Verbissenheit dem Leben Nathalies folgen, statt sich endlich mit dem eigenen auseinanderzusetzen, was leider zu einigen Längen in der Handlung führt. Die einfühlsame, lebhafte und dann wieder poetische Sprache überzeugt jedoch.
Fazit
Ein Frauenroman mit einer unentschlossenen Hauptprotagonistin, welcher der Mut für die Umsetzung der eigenen Wünsche und Träume fehlt.
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